Night School

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3 out of 5 stars
Von Flyboy01 Am hilfreichsten 03.08.2017

Absurdes Deutschland-Comic

Als Pause vom Anspruch sind die Reacher-Stories amüsant. Doch mit dieser begibt sich Autor Lincoln Child auf sehr dünnes Eis…

Jack Reacher war Militärpolizist bei den Marines und natürlich einer ihrer besten. Der Plot der Geschichten variierte bisher kaum: Reacher, ohne Wohnsitz durch die Lande treibend, ruhelos wie der fliegende Holländer, taucht irgendwann irgendwo auf. Das Böse reist ihm hinterher und er muss es bekämpfen. Reacher-Klassiker sind die Streetfights gegen überheblich auftretende Rotten von Gegnern, die wenig später bestenfalls mit gebrochenem Großmaul oder im schlechtesten Fall tot ("…ein Schuss in die Brust und zwei in den Kopf, um ganz sicher zu gehen…") an seinem Wegesrand liegen.

"Night School" spielt nun zu der Zeit, als Reacher noch als Unteroffizier im aktiven Dienst bei der Army tätig ist. Sein Einsatz führt ihn zuerst nach Hamburg…

Ob der Reacher-Autor je in Hamburg war, ließ sich nicht ermitteln. Zumindest hat er den Stadtplan und den Bedaecker zur Hand gehabt. Sein Weg führt Reacher deshalb auf die Reeperbahn (…logisch). Hier trifft er auf ein paar hartgesottene deutsche Rechtsradikale, die vor ihrer Stammkneipe hocken. Kann in Hamburg passieren. Aber jetzt holt Child den Malkasten mit den Fehlfarben raus und pinselt damit ein absurdes Comic…

Denn in der Kneipe der Neo-Nazis wird, als Beweis der abgrundtiefen Verkommenheit ihrer Stammgäste, Sodomie u.a. mit einem Schäferhund (logisch, weil Nazis) geboten. Derartige Handlungen sind in Deutschland natürlich generell strafbar. Nicht nur deshalb würde eine derart abartige Kaschemme sofort einen so gewaltigen bundesweiten öffentlichen Aufruhr auslösen, dass es nicht einmal einem geistig minderbemittelten Nazi-Wirt in den Sinn käme, solch einen Laden zu betreiben.

Nach dem Motto „ich lass mir doch durch Fakten meine Story nicht kaputt machen“, kümmert Child das aber nicht. Er zeichnet eifrig weiter sein schrilles Comic-Deutschland,
in dem es sich nicht nur Neo-Nazis bei schlechtem Wetter unbehelligt in ihrer Sodomie-Kneipe gemütlich machen dürfen. Nein, die deutsche Polizei ist zudem von Ex-Stasis unterwandert, die heimlich am Umsturz basteln. Alle restlichen, teils noch greller schraffierten Räuberpistolen erspare ich uns an dieser Stelle.

Jetzt kann man beleidigt sein, als Hamburger im Besonderen oder als deutscher Staatsbürger im Allgemeinen und „Night School“ in den Schund-Eimer feuern. Oder sich staunend erschaudernd daran ergötzen, wie Child die in seinem Heimatland weit verbreiteten geo-kulturellen Bildungslücken seiner hauptsächlich US-Amerikanischen Leser ungeniert und vermutlich sogar wider besseres Wissen mit alternativen Fakten über Deutschland füllt.

Manche Szenen sind wiederum versöhnlich komisch. Von Reacher auf Englisch angesprochen, antworten ihm besagte Nazis in seiner Muttersprache. Das nutzt der brave Soldat für ein Kurz-Seminar in politischer Bildung. Ob denn den Herren klar sei, warum die Sprache internationaler Verständigung heute Englisch und nicht Deutsch wäre, wie soeben bewiesen? Nein? Na, weil das Großdeutsche Reich, von dem sie träumen, anno 45 von seinen GI-Kameraden samt den Nazi-Mördern zur Hölle geschickt worden sei. Und weil die Herren das bis heute nicht kapiert, nichts daraus gelernt und es deshalb mehr als verdient hätten, gäbe es jetzt zur nachdrücklichen Belehrung (…wir sind sprachlich im Comic-Genre) – ein paar auf die Schnauze.

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

2 out of 5 stars
Von Amazon Kunde Am hilfreichsten 02.12.2016

Sorry this is definitely the worst jack reacher

Sorry this is definitely the worst jack reacher novel i have been listening to. I came to the author by liking the narrator Dick Hill. I think he is one of the best in telling stories. I like the way of making stories beeing a part of the real live and sometimes I believe I am part of the story told. On my daily commute listing to audio books has become a part of me. Jack Reacher novels were perfect. The latest was not. Sorry. Dick Hill performs as I expected, but he cannot turn that novel into something I Would recommend. Especially the parts in the novel, where Mr Child speaks about East Germany and people coming from there I do not like. So somehow I have some doubts about the Quality of the other books and the way they were generated. Hoping for a better new one I still like Jack Reacher but he should have some flaws coming with his age. Why can't he become an old man that would make it more human. Give the character more depth. I am sure Mr. Child can do that.

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars
Von Stefan Am hilfreichsten 01.12.2016

leider dieses Mal eine Enttäuschung...

ich habe alle Reacher Romane gehört, schon das letzte Buch fiel deutlich ab, leider ist dieses nicht viel besser, ich bin wirklich enttäuscht.
Schade, dass Lee Child von seinem bewährten Muster abweicht und anscheinend versucht, die große Politik mit ins Spiel zu bringen, wäre er besser bei den einfachen Geschichten der Ein-Mann-Armee names Reicher geblieben.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

2 out of 5 stars
Von Markus Schulz Am hilfreichsten 06.09.2017

schwach

im Vergleich zu den Vorgängern kaum spannend. keine Action, schwache Charaktere. musste mich wirklich durch die Stunden quälen.

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5 out of 5 stars
Von Sascha Lippe Am hilfreichsten 08.07.2017

The german accents were not recognisable as german

The accents were not well spoken. I am german and I wouldn't have thought they were german accents speaking... more... arab. also, when they spoke german words, I often didn't understand them.
they should have used a german in the team to train the speaker a proper accent and how to say the words right.
story... interesting... but what happened to the german bad guys? what happened to Müller? To the Traffic Cop who lied about the truck?

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2 out of 5 stars
Von Sumanne Am hilfreichsten 10.01.2017

Interesting story with lots of research missing

For everyone who lived in Germany during the Cold War era this book brings back a lot of memories. The plot is not so bad either but it would have helped the story if would have been shorter, there was a lot of redundency here.
What is really annoying is the sloppy or rather nonexistent research. There are so many mistakes about life in Germany that it becomes distracting to the point where it is no more fun reading the book. I get the feeling that Mr. Child does not appreciate his european readers.

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