PROFIL

Sunsy

Deutschland
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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.08.2018

Leider mit Vampiren und Wehrwölfen

Ich liebe Hörspiele, weil die Sprecher eben auch schauspielern, sich viel mehr einbringen und es fast wie ein Film ist, wenn man nebenbei strickt oder Ähnliches. Ich hätte bei Markus Heitz vorgewarnt sein müssen, dass die unterschiedlichsten Kreaturen mit von der Partie sind, einschließlich Vampire, um die ich bekanntermaßen einen Bogen mache. Aber ich bin dem Vorschlag Audibles gefolgt und habe mir dieses Hörspiel geladen.

Die gesamte Sprecher-Mannschaft, die u.a. aus Bettina Zimmermann, Stephan Luca, Uve Teschner, Angelika Bender, Florian Walter und Ilena Gwisdalla besteht, hat denn auch ein wirklich fantastisches Spektakel abgeliefert. Jeder hat sich in seine Rolle hineingedacht und –gefühlt und eine so hervorragende Leistung abgeliefert, dass ich das Hörspiel von Anfang bis Ende gehört habe und zum Schluss für die Story (vor allem wegen der Vampire, Wehrwölfe und anderer Kreaturen) 05/10 Punkte und für die Leistung der Sprecher die volle Punktzahl geben konnte. Als Mix kommen somit 07/10 Punkte zusammen.

Für Hörer, die etwas für diese Kreaturen übrig haben, könnte dies sogar ein besonderes Schmankerl sein, aber für mich ist das eben eigentlich nichts.

Spannung war allerdings vorhanden, das will ich nicht bestreiten. Mir hat auch gefallen, dass die Erzählerin uns abwechselnd in die Vergangenheit und dann wieder die Gegenwart geführt und einiges erklärt hat, das uns Hörern von Nutzen sein konnte. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat Markus Heitz das Hörspiel extra für Audible geschrieben, es gibt kein Buch davon, und auch diese Leistung sollte gewürdigt werden.

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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.07.2018

Ein Mord auf Fehmarn - was wird verschwiegen?

Für mich ist dies der bislang schwächste Teil der Reihe, aber das ist rein subjektives Empfinden, denn auch nachdem ich ihn ausgehört habe, den Mörder kenne und sein Motiv, bringe ich das Alles doch nicht so wirklich zusammen. Fa fehlt mir noch – trotz Epilog – das Begreifen.

Spannend ist die Polizeiarbeit trotz allem. Da scheint sich auch etwas bei der Personalbesetzung zu tun. Nur vorübergehend oder längerfristig? Der kleine Felix kann nun schon erste Worte sprechen und es fällt Pia zunehmend schwerer, eine Tagesbetreuung für Felix zu finden, weil ihre Arbeitszeiten nie geregelt sind und sie sogar an ihrem freien Tag arbeiten muss.

Anne Moll als Sprecherin gefällt mir grundsätzlich, doch in diesem Fall hat sie maßlos übertrieben und meines Erachtens auch das eine oder andere Mal falsch betont. Ich kam völlig aus dem Konzept. Vor allem diesem seltsamen Prediger verleiht sie eine ganz furchtbare Stimme. Sicherlich passend, aber für mich eher ein no-go.

Kurz: Der Fall ist interessant, die Ermittlungen träge, die Sache mit dem Fluch in Zusammenspiel mit diesem “Medium” grenzwertig. Ich gebe 07/10 Punkte.

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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.07.2018

Brutales Märchen für Erwachsene

Dies ist das wahrscheinlich erste veröffentlichte Gemeinschaftswerk von Stephen King und seinem Sohn Owen (zumindest im Deutschen) mit einer interessanten Idee, einer Story, die durchaus fesselt und von einem brillanten Sprecher gelesen. Bei meiner Bewertung hat der Sprecher Navid Nathan einen großen Anteil, ohne ihn wären es nur 06/10 Punkte geworden, denn nachdem ich nun ein paar Tage über das Buch nachgedacht habe, hat mich dieses dann doch etwas unzufrieden zurückgelassen.

In erster Linie ist dieses Buch eher ein sozialkritischer Roman mit dem erhobenen Zeigefinger: Was wäre, wenn sich das Blatt plötzlich wendet und die Frauen, die ihr Männer schlecht behandelt, “verschwinden” oder sich vereint gegen euch wenden?

In diesem Buch kommen die Männer durchweg schlecht weg. Ein paar wenige versuchen zumindest, “das angeborene Wesen” in Schach zu halten, aber letztendlich leiden hier alle Frauen unter dem Einfluss der Männer. Und da ergreift eine höhere Macht plötzlich die Chance und schickt Evie und Motten. Während die Frauen nacheinander in einen Kokon verstrickt werden und an “unserem Ort” erwachen, bricht in dieser Kleinstadt in den Apalachen ein Krieg aus, denn ohne den Einfluss der Frauen gehen die Männer sich gegenseitig an die Gurgel, brandschatzen alles und kommen auf die aberwitzigsten Ideen.

Was mir hier gefehlt hat, war der Kingsche Grusel. Für mich war es eher ein brutales Märchen für Erwachsene, das sich ganz schön in die Länge zog. Daher gebe ich für das Hörbuch 6 Punkte und die hervorragende Leistung David Nathans zwei weitere, also 08/10 Punkte.

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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.06.2018

Interessante Vorstellung der Möglichkeiten

Bei diesem Buch scheiden sich mal wieder die Geister, wie ich sehe. Entweder, man mag es oder nicht. Und ich gestehe, dass es auch bei mir Hörzeiten gab, in denen ich das Gefühl hatte, mich überhaupt nicht vom Fleck weg zu bewegen, viel mehr Fragen auftauchten, als beantwortet wurden und ich nicht wusste, wo der Autor mit mir noch hin wollte.

Nicht sehr hilfreich fand ich zudem, dass ich keine wirkliche visuelle Vorstellung von sämtlichen Akteuren und vielen Welten hatte, denn obwohl das Buch schon “ein ordentlicher Schinken” ist, erfährt der Leser/Hörer kaum mehr als ein paar Kleinigkeiten über die Figuren. Was am häufigsten erwähnt wird, sind die Fertilitätsblasen der Mütter. Seit Tausenden von Jahren führt die Menschheit Krieg gegen einen Feind mit der Bezeichnung “Crul”, ohne jedoch zu wissen, wie dieser Feind aussieht. Das befremdete mich etwas, denn das führt zu Spekulationen und zwangsläufig zu Fehlern.

Am Ende wird dann einiges klarer, und man kommt ins Grübeln über Alter, Tod, die Unendlichkeit und die Möglichkeiten, die diese bietet. So war dies letzten Endes ein wirklich interessantes Hörbuch, von Richard Barenberg gut eingelesen und für Fans von Science Fiction, die genügend Sitzfleisch haben, empfehlenswert.

Ich gebe 08/10 Punkte.

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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.05.2018

Spannender 7. Fall

Dies ist nun schon der 7. Fall in der Reihe um Pia Korittki, und einmal mehr wird deutlich, dass sie mit ihrem Beruf verheiratet ist, denn obwohl hochschwanger, arbeitet sie durch und lässt sich nicht von Außeneinsätzen abhalten. Sehr ungewöhnlich.

Positiv aufgefallen ist mir, dass ein solcher Fall eben nicht in wenigen Tagen aufgeklärt ist, sondern durchaus Monate lang die Ermittler auf Trab halten kann. Als ihr kleiner Sohn Felix schon 6 Monate alt ist, bekommen sie endlich Hinweise, die zur Aufklärung des Falles führen.

Zudem ist der Bogen zur Vergangenheit gekonnt gespannt und bringt auf spannende Weise Dinge zutage, die die eingeschworene Dorfgemeinschaft lieber für sich behalten hätte.

Dennoch kam für mich der Schluss zu plötzlich, einige Aspekte des Falles lagen für mich noch immer im Dunkeln, als bereits der Abspann lief. Dennoch ist auch dieses Buch natürlich wieder des Lesens oder Hörens wert und wird von mir mit soliden 08/10 Punkten bewertet. Anne Moll bringt ihr Können in Hinsicht auf die verschiedensten Dialekte wieder sehr gut ein und nuschelt sich teilweise als Bauer durch die Befragungen. Ich habe es sehr genossen :)

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

4 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.05.2018

Magischer Auftakt einer großartigen Fantasy-Reihe

Angezogen von der Art des Covers, das mich an die Königsmörder-Chronik von Patrick Rothfuss erinnert, habe ich mir zunächst Band 1 geladen. Über 23 Stunden Hörgenuss für ein Abo-Guthaben, das ist ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Und was wir für diesen Obolus erhalten, ist der erste Teil eines umfangreichen Epos, ähnlich dem von George R. R. Martin, oder J. R. R. Tolkien. Brett entführt uns in eine völlig neue Welt, in der Kuriere und Jongleure die einzig Reisenden zu sein scheinen, Magie und Mut eine große Rolle spielen und der junge Arlen zum Tätowierten Mann wird.

Mir hat der Auftakt der Reihe gut gefallen, allerdings hat er gerade zu Beginn Längen und Längen aufzuweisen, weshalb ich gut verstehen kann, warum der eine oder andere abbricht. Es lohnt sich jedoch, dran zu bleiben, denn es wird noch richtig spannend.

Jürgen Holdorf hat sehr gut eingelesen, seine Stimme ist eingängig und unterhält auf unauffällige Art.

Eine Frage hätte ich da allerdings noch an Übersetzer und Verlag: Warum werden fast generell alle Eigennamen übersetzt wie in “Game of Thrones”? Ich habe mich damals schon geärgert, dass John Snow plötzlich John Schnee hieß. Auch in diesem Buch sind nicht nur reine Ortsnamen wie Flussbrücke vorhanden, wir begegnen auch Rusco Vielfraß und z.B. Ana Holzfäller, die orientalischen Namen sind stattdessen orientalisch geblieben.

Gefallen hat mir das Buch aber richtig gut, und darum gebe ich auch 08/10 Punkte.

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4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.04.2018

Ein spannender dritter Teil mit Schwächen

Der Titel in seiner Übersetzung ist meines Erachtens nicht so wirklich gut gewählt, denn mit einem Labyrinth hat es wenig zu tun und auch Zeitsprünge geschehen nur mittels einer Entität namens “Anzapfer”, um in der Erinnerung etwas klarer zu sehen bzw. mehr zu erfahren. Der Originaltitel “Deep Sky” macht da mehr Sinn.

Patrick Lee führt seinen gewohnten Stil voller Action, Spannung und rasanten Wendungen innerhalb einer durchdachten Story fort, so dass es Spaß macht, sich wieder mit Travis Chase und Paige Campbell bei der autark agierenden Organisation “Tangent” einzufinden. Dieses Mal reisen die beiden in ihren eigenen Erinnerungen zurück, Paige um nähere Informationen zu einem Geheimprojekt “Skalar” von ihrem Vater zu erfahren, Travis, um als Kind einem verlorengegangenen Notizbuch hinterher zu jagen und dem Rätsel von dubiosen “Anweisungen” auf den Grund zu gehen. Und natürlich agieren sie unter Zeitdruck, weil “das Ende der Straße” angekündigt wurde.

Der Plot ist typisch amerikanisch, die Protagonisten bekannt und fast immer nur in Action, daher bleibt wenig Raum für Zwischenmenschliches. Die Antagonisten allerdings bleiben ohne wirklich erkennbares Motiv seltsam blass. Und das Ende hat es dann so dermaßen in sich, dass man schon ins Grübeln kommen kann ob der moralisch folgenschweren Entscheidung, der sich Travis stellen soll.

Matthias Lühn spricht mit viel Pathos und Empathie, was mir teilweise etwas zu überzogen erscheint. Und leider neigt er immer noch dazu, ganze Worte oder Silben fast ohne Stimme zu lesen. Beim Lesen im Auto wirklich ein no-go.

Für den Abschluss der Trilogie gebe ich 08/10 Punkte.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.04.2018

Korruption und Verrat?

Ein interessanter Fall steckt hinter diesem 11. Band. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und hat es offenbar auf Polizisten abgesehen. Er mordet brutal und taucht die Ausweise der Polizisten in deren Blut, hinterlässt Silbermünzen am Tatort. 30 Silberlinge? Ist das ein Preis für Verrat? Waren die Polizisten korrupt? Eve Dallas geht der Sache nach und zieht ihren Mann ganz offiziell mit ins Boot. Zusammen können sie erreichen, was sie ohne den anderen vielleicht nicht zuwege gebracht hätten.

Tanja Geke hat wieder wunderbar gelesen und zeigte mir erneut, wie wichtig es ist, laut und deutlich zu sprechen, da ich meine Hörbücher meist unterwegs im Auto höre. Sie spricht gewohnt gleichmäßig, professionell und mit viel Gefühl, dabei aber so, dass man jedes Wort verstehen kann.

Mir hat das Hörbuch viel Freude bereitet und verdient eine 2+, also 08/10 Punkte.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2018

Humorvolle Action um Gottheiten versch Mythologien

Kevin Hearne schöpft aus einem scheinbar unerschöpflichen Vorrat an Fantasie, Gottheiten, Abenteuern und Verwicklungen. Inzwischen weiß ich ja, dass in dieser Fantasy-Reihe Wehrwölfe und Vampire vorkommen und komme damit besser klar als anfangs. Mit viel Humor, der fantastischen Virtuosität Stefan Kaminskis und einem fantastischen Abenteuer durch die verschiedenen Welten der Mythologien bietet diese Fantasy-Reihe einiges an Turbulenzen und Hörvergnügen. Da viele fremde Begrifflichkeiten auftauchen, bin ich froh, die Hörbücher hören zu können und nicht lesen zu müssen. Ich hätte beispielsweise nicht gewusst, wie man den gälischen Namen Atticus’ Schülerin aussprechen sollte.

Mir hat dieser vierte Teil sehr gut gefallen, ich gebe 09/10 Punkte.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

4 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.03.2018

in einem Wort? - BOAH !!!

Als allererstes muss ich ein riesengroßes Lob an den Sprecher Herrn Richard Barenberg loswerden! Was war das für ein genussvolles Hören! Ein Stimmenvirtuose, der nicht nur jedem Charakter eine separate Stimmennuancierung zubilligt, sondern auch Akzente so gekonnt herüberbringt, dass sie völlig authentisch wirken. Der französische von Giselle genauso wie der italienisch, russische… WAHNSINN! Und dass er das Bayrische bewusst draußen vorgelassen hat, untermauert meinen Respekt. Die Leistung ist einfach überwältigend und verdient 11/10 Punkte. Vielen Dank für diesen Genuss! Ich habe mir sofort auch das andere Buch von Brandhorst / Barenberg (siehe unten) gekauft und freue mich aufs Hören :D

Die Story selbst hat ein brandaktuelles Thema: Maschinenintelligenz (MI), nicht zu verwechseln mit der Künstlichen Intelligenz (KI). Brandaktuell deshalb, weil der Fortschritt mittlerweile rasante Formen angenommen hat, und diese Vorstellung vielleicht nur einen Katzensprung von der Realität entfernt ist. Ich erinnere mich noch an die Zeit der allerersten Handys – ich selbst war erst skeptisch und bin erst später zum Hype gekommen und habe mir ein Nokia 3210 gekauft – inzwischen lasse ich mich von Siri auf meinem iPhone und Alexa über das Echodot mit den neuesten Informationen versorgen, die ich benötige und mich unterhalten in jedweder Form. Selbst mein Lesekonsum hat sich verändert, denn ich lese zu 99 % nur noch digital. Was kommt als nächstes?

Die Vorstellung also, dass sich aus einem Programm heraus mit einem bestimmten Impuls ein Bewusstsein entwickelt, ist gar nicht so weit hergeholt. Was, wenn dieses Bewusstsein feindlich gesinnt ist? Was, wenn es unsere Welt übernimmt und wir die Kontrolle verlieren? Ist dann unsere Zivilisation gefährdet?

Mit so manch einer Wendung, viel Action, vielen Überlegungen und viel Individualität der agierenden Figuren hat mich das Hörbuch hervorragend unterhalten. Einziges Manko: die Charaktere bleiben Actionfiguren ohne große Tiefe und diskutieren meines Erachtens ein bisschen viel hin und her, was für Länge sorgt. Zum Ende hin dann allerdings wird es wirklich so richtig spannend, und man kann das Hörbuch dann nicht mehr abstellen, egal, wie spät es ist.

Daher gebe ich 09/10 Punkte

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31 von 32 Hörern fanden diese Rezension hilfreich