PROFIL

Astrid

Berlin, Deutschland
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5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.03.2017

Spannende Einblicke zur aktuellen Forschungslage

Ohne Erwartungen war ich an das Hörbuch herangegangen, und wurde positiv überrascht. Brian Hare beschreibt in einer sehr unterhaltsamen Art und Weise, welche Forschungen es zum "Genius of Dogs" gibt, welche Märchen überholt sind und welche Verhaltensweisen beim Hund noch vollkommen unklar sind. Seine Theorie, dass es bei Hunden nicht um "Survival of the fittest", sondern um "Survival of the friendliest" geht, regt an nachzudenken. Oft habe ich mich in den letzten Tagen dabei "erwischt", wie ich aus dem Buch erzählte, von Studien und Tests, und versuchte sowas bei unserem Hund zu beobachten. Besonders gut gefällt mir, dass man ihm den Wissenschaftler anmerkt. Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, und wenn es keine Kontrollgruppe gibt, wird dies auch deutlich gesagt. So hat man als Hörer die Möglichkeit, selbst zu hinterfragen und nicht alles als gesetzte Wahrheit zu verstehen, sondern als Diskurs.

Ich empfehle dieses Hörbuch uneingeschränkt, ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und habe viel gelernt.

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5 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.10.2016

Wunderbares Hörbuch, macht süchtig

Vorweg: Ich habe diesen Titel gekauft, weil er von Matthias Koeberlin gesprochen wird und weil ich "Fargo" die Serie super fand. Die Erwartungen waren also hoch - und wurden übertroffen.

Matthias Koeberlin spricht wieder so nuanciert, so wunderbar, dass ich garnicht mehr aufhören wollte, ihm zuzuhören. Ein absoluter Genuß und seit "Der Distelfink" mein Lieblingssprecher.

Aber auch die Geschichte hat mich gefesselt. Die Geschichte ist oberflächlich eine schnell erzählte. Ein Flugzeugabsturz, zwei Überlebende, Medienrummel, Ursachenforschung. Aber es geht um all das, was wir in den modernen Medien kennen. Nicht das Unglück ist die Meldung, sondern alles, was man über die Menschen, die involviert sind, ausgraben kann. Mich erinnerte dies tatsächlich sehr an den Sbsturz der Germanwings-Maschine im Frühjahr 2015 und tatsächlich, wird dieser auch genau ein einziges Mal erwähnt. Besonder gefiel mir die Darstellung der einzelnen Figuren. Am Anfang nur ein Gewusel, ein kurzes Hallo, dann Absturz. Dann erfahren wir die Lebensgeschichte eines jeden Einzelnen und fügen die Puzzleteile selbst zusammen, geführt durch einen Erzähler, der auch als moralische Instanz wirkt. Wir erleben, wie bigott die Berichterstattung ist, wie wild die Medien sind, wie wenig Wahrheit in allem steckt. Am Ende bleibt man zurück mit der Erinnerung, an all diese Menschen, die nur Fiktion sind, aber genau so tatsächlich existieren können. Und Scott, der überlebte, und nun lernt, "Der Überlebende" zu sein. Ein wundervolles, bewegendes Hörbuch.

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4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.11.2015

Der "klassischste" Vampirklassiker entstaubt

Carmilla war immer mein liebster Vampirklassiker. Eigentlich mochte ich sonst auch kaum einen, außer Bram Stokers "Dracula". Vielen unbekannt nimmt Stoker in "Dracula" sogar Bezug auf "Carmilla" und stellt die durch Carmilla durcheinander geratene patriarchale Weltordnung wieder her. Das erst nach Stokers Tod veröffentlichte erste Kapitel von "Dracula" bezieht sogar ganz explizit Carmillas Grab ein und spielt in der Steiermark. Und wie wir wissen: Am Ende von "Dracula" sind alle bösen VampirInnen beseitigt, die Männer triumphieren und Wissenschaft siegt über Gefühl.

Carmilla bietet genau das Gegenteil.

(SPOILERALARM) Im Dunkeln tappende Generäle, die in abgelegenen Burgen wohnen, kluge Frauen, die genau wissen, wie sie ans Ziel kommen und sehr viel schwülstige Liebe. Da diese Novelle schon knapp 150 Jahre alt ist, wird die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonistinnen nicht explizit genannt, aber... obwohl. Doch. Wer das nicht checkt, dass die beiden was miteinander haben, dem ist nicht zu helfen.

Dank der Neuvertonung als Hörspiel schlackern einem da schon manchmal die Ohren. Es ist ein Heidenspaß, der geschwollenen englischen Sprache des viktorianischen Englands zu lauschen, die in verworrenen Bildern ein orgiastisches Spiel zwischen beiden Frauen schildert. Die Sprecher bringen nicht nur Feuer in die Geschichte, sondern sehr, sehr viel Spaß und Humor. Trottelige alte Männer versus junge Vampirlesben. Ich habe meine Zeit schon weniger spannend verbringen müssen.

Ich glaub ich hör das gleich nochmal...

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2 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.01.2015

Langatmiges Gedöns

Warum habe ich mir das bis zuletzt angehört? Es war wirklich sehr langweilig und nichts von dem, wasmir mal an Hornby gefallen hat, hab ich wiedergefunden. Kaum Witz, keine interessanten Ideen oder Personen, nur eine chronologische Darstellung einiger Personen in den 60ern in London. Super.
Der Sprecher hat kaum geschafft, den Figuren eine eigene Note zu geben, oftmals musste ich raten, wer gerade spricht.
Ich war froh, als es vorbei war.

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0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

2 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.08.2014

Langeweile, nicht mein Humor

Nachdem ich bereits einen Titel von John Niven gelesen hatte ("Kill your Friends") und nicht begeistert war, war ich skeptisch, aber folgte einer Empfehlung. Ich habe ca. 2 Stunden durchgehalten, dann war ich so gelangweilt und von dem Fäkalhumor abgetörnt, dass ich aufhören musste. Ist wohl einfach nicht mein Humor.

Die Idee, Jesus in die Gegenwart zu verpflanzen, ist nicht neu. Und hier besonders albern umgesetzt. Keine Hörempfehlung von mir.

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5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.12.2013

Perfekter Thriller auf Hitchcock-Niveau

Vom ersten Kapitel an war ich gebannt von der Geschichte, habe den Verdächtigungen gelauscht, selbst angefangen zu kombinieren und dank der immer enuen Wendungen nie die Lust verloren, weiterzuhören. Ich war immer richtig traurig, wenn ich abends zuhause ankam und nicht mehr weiterhören konnte. Als ich naxh 16 Stunden durch war, war ich dennoch nicht am Ende. Das geschehene wabert noch immer in meinem Kopf umher und ich erwische mich dabei, wie ich manches mal darüber sinniere, was dort geschehen ist. Es hat irgendwie etwas von Hitchcock, der auch immer ein fan davon war, den Zuschauer irgendwann einzuweihen und mitfiebern zu lassen und nicht den Überraschungsmoment zu nutzen. Ich glaub, ich werd es nochmal hören.

Eigentlich bin ich kein Fan von Detektivgeschichten oder Thrillern, aber das hier, das hat mich gefesselt. Vielleicht ist das auch ein bisschen der Verdienst von Matthias Koeberlin und Christiane Paul, die wirklich auf sehr, sehr hohem Niveau gesprochen haben und mich stets verblüfften, wie konstant sie bestimmte Figuren präsentierten. Hammer! Absolut empfehlenswert, absolute 5 Sterne in jeder Kategorie.

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2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.12.2013

Die Leiden des jungen Alex

Jungsromantik - das trifft es hier ganz gut. Ich kenne oder kannte viele Jungs, die dieses Buch in ihren Teenager- oder "Twen"-Zeiten total gut gefunden hätten, aber hätte es länger als 4 Stunden gedauert, ich hätte vorm Ende aufgehört.

Alex - will Poet sein, ist Melancholiker, Musikvernarrt. Tausendmal gelesen, mal besser bei Hornby, mal lebensnaher bei Rocko Schamoni, mal schlecher hier. Er nervt einen, man denkt sich nur, dass natürlich eine gestandene Frau wie Esther es nicht mit ihm aushalten kann, nein, sie muss sogar schreiend davonlaufen, die Türen verriegeln und die Nummer ändern, wenn es real und kein Roman wäre. Es ist keine Person dabei, die nicht ganz einfach heternormativ gestrickt ist. Die Jungs sind die Helden oder Anti-Helden, Frauen nur Beiwerk und notwendiges Schlepptau für die Geschichte. Sie sind entweder tussig, burschikos oder perfekt. Und natürlich immer hinter den Jungs her, denn die sind ja die, um die es hier geht. Frauen finden nur statt, weil Männer stattfinden. Und Frauen sind entweder nymphoman weil geisteskrank oder "nur" allzeit bereit die Jungs "ranzulassen". Selbst die Burschikosen massieren den nervigen Helden dieser Geschichte ungefragt den Nacken, obwohl dieser sturzbesoffen und gewalttätig ist. Ja, da amüsiert man sich doch. Oder auch nicht.

Achja, die Männerfreundschaft... die kommt natürlich groß raus. "Bro comes before Ho" fällt mir da nur ein. Jaja, schon beneidenswert, so ein Freundeskollektiv, das zusammenhält, obwohl sie doch schon seit 3 Jahren nicht mehr in der Schule sind und ja eigentlich doch quasi irgendwie bestimmt erwachsen sind. Brechwürg. Da macht es nichts, dass der eine Kumpel dem anderen die Frau ausspannt, während der andere beim dritten ist, weil der verprügelt im Krankenhaus liegt. Nö, ja klar.

Matthias Koeberlin hat als Sprecher alles rausgeholt, was geht. Wegen ihm hatte ich den Titel gekauft und für ihn gibt es 5 Sterne, hätte ich das Buch selbst gelesen, ich hätte es wohl nach 20 Seiten verbrannt oder aus dem Haus geworfen. Mit guter Literatur hat das reichlich wenig zu tun.

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5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.11.2013

Kinder lieben Disney Cars

Gut gesprochen, verständliche handlung, die für auch kleinere Kinder nachvollziehbar ist und schöne Vertonung. Ein perfektes Kinder-Hörbuch.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.11.2013

Ödipus Oh Ödipus...

Hätte ich gewusst, dass es sich schlicht und einfach um Ödipus in den USA der 1960er bis 2000er Jahre handelt, hätte ich das Hörbuch nicht runtergeladen. Ich hab ca. 1 Stunde vor Ende aufgegeben, ich habe weder Sprecher noch Geschichte weiter ertragen können. Und was ist die "Moral" oder die "Essenz"? Wenn man schlecht ist, gibt man es weiter? Vererbungslehre? Hä? Nature vs. Nurture oder wie? Zwischendurch fühlte ich mich ansatzweise gut unterhalten, aber das hat sich dann leider wieder gelegt. Interessante Ideen werden zu schnell abgehandelt, Langweiliges ewig ausgedehnt.

Der Sprecher hat es mir nicht leichter gemacht der Geschichte zu folgen. Gelesen wie eine Stefan-Raab-Show, musste ich mich anfangs wirklich überwinden, auch nur weiter als 10 Minuten zu hören.

Ich hab zwar noch einen zweiten "David Guterson" in meiner Bibliothek, aber den werd' ich mir wohl sparen.

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.10.2013

Alles schon irgendwie in Teil 1&2 gehört

Vorneweg: Carolin Kebekus macht das toll. Ich könnte ihr stundenlang zuhören, wie sie die Schüler der jüngeren Klassen spricht und dank ihr hab ich nach Teil1 auch Teil2 und 3 gehört. Absolute 5 Sterne für sie, die aus einem mittlenmäßigen Aneinandergereihe von teilweise doch eher langweiligen Anekdoten etwas durchaus Unterhaltsames zaubert.

Viel Neues passiert in diesem Teil eigentlich nicht. Ich würde sogar soweit gehen, dass garnichts Neues passiert. Es passiert Altes anders beschrieben. Daher 2 Sterne für die Geschichte, die eigentlich keine Geschichte ist. Wer weder Lehrerin noch täglich mit Schulkindern in Kontakt ist (wie ich), der ist wahrscheinlich irgendwann etwas gelangweilt.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich