Inhaltsangabe

Am 23. August 2006 endete eine der spektakulärsten Entführungen in der jüngeren Geschichte. Natascha Kampusch gelang die Flucht aus dem Kellerverlies, in dem sie über acht Jahre eingesperrt war. Darüber hat sie ein viel beachtetes Buch geschrieben.
Zehn Jahre nach der Selbstbefreiung gewährt sie Einblick in ihr Leben nach der Flucht. Sie erzählt von ihren Erfahrungen, bitteren und schönen, von ihren Träumen und Alpträumen, von ihrem Alltag. Und davon, dass sie sich für traumatisierte Jugendliche engagiert und hofft, damit auch das eigene Trauma zu überwinden.
©2016 Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin / Hörbuch Hamburg HHV GmbH (P)2016 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von graphein Am hilfreichsten 27.09.2016

Ein Resümee der vergangenen 10 Jahre

Ich habe das Hörbuch durch Zufall entdeckt und ich war sofort aufrichtig daran interessiert, was sich dahinter verbirgt. Auch ich bin eine von vielen, die den Fall von Anfang an mitverfolgt hat. Damals war ich 21 Jahre alt, als Natascha mit 18 Jahren floh. Jede Sendung, jeder Bericht, sowie das Buch und der Film „3096 Tage“ haben mich aufs Neue herzlichst berührt und mich innerlich mit all dem zutiefst verbunden.

Die Erzählung „10 Jahre Freiheit“ ist eine Art Resümee verschiedener Erlebnisse, die Natascha und ebenfalls ihre Familie mit- und durch(er)lebten. Da bekommt der gewählte Titel einen nachdenklichen Beigeschmack, da sich Natascha wohl jeden Grad an Freiheit bis heute müßig zu erkämpfen hat. Ihre Odyssee erinnert an die Quintessenz der Geschichte „Der Esel, der Vater und der Sohn“.

Einige vergangene Thematiken wurden aufgegriffen, zurechtgerückt und noch mal klargestellt, andere wiederum ergaben einen neuen Einblick in das, was sie unterdessen bewältigt, geleistet, geschafft, Ziele in Angriff genommen- und jene verwirklicht hat. Beeindruckend und eine wirklich großartige Leistung, auch wenn ihr eigener Wissensdurst und ihre Ansprüche an sich selbst noch nicht gestillt sind.

Den Einblick, den Natascha zu dem Film „3096 Tage“ gab, fand ich aufschlussreich und (er)klärend. Schade, dass die Verfilmung nicht wie gewünscht umgesetzt werden konnte. Die Sprecherin -Sascha Icks- hat eine Ähnlichkeit zur Nataschas Stimme. Die angewandte Eloquenz hat mir besonders gut gefallen, auf sie wurde großen Wert gelegt.

Leider wird man den stets reellen Eindruck nicht los, dass sich Natascha immer noch für vieles rechtfertigen und erklären muss. Was mir und natürlich auch anderen als vollkommen klar, logisch und verständlich aufgrund von vorhandener Empathie und Authentizität erscheint, scheint für einen anderen Teil der Gesellschaft immer noch abstrus und nicht greifbar zu sein. Das, was sie zum Teil nach der „Befreiung“ durchlebt hat, ist einfach nur beschämend, unverständlich, widerlich und ungerecht! Fakt ist, dass sie eine geheuerliche Bürde zu tragen hatte und immer noch zu tragen hat. Diese wird zusätzlich von Außen geschürt und immer wieder von neuen Ungerechtigkeiten reproduziert, verursacht durch ein inhumanes Klientel. Zudem darf man nicht außer Acht lassen, dass man oftmals oder gar keinen Einfluss darauf hat, welches Leben man zu leben- und welchen Weg man zu gehen hat. Entweder man nimmt ihn an, sofern man die Stärke und Resilienz besitzt oder man resigniert und das hat sie auf eine beachtliche, menschliche, geduldige und vor allem nachhaltige Art und Weise nicht getan.

Zu erwähnen gilt noch, dass dieses Hörbuch genauso das Gute aufzeigt. Sei es die Dankbarkeit, für all die ehrliche Anteilnahme, die Erfahrungen, die mannigfaltigen Begegnungen und die Erlebnisse, die Natascha erlebte. Es gibt Stellen an denen man sich einfach mit ihr mitfreut und anteilnehmend mitlacht. Des Weiteren hat sie tolle Dinge ins Leben berufen und großherziges, teilendes, auf eine altruistische Art und Weise für Andere getan.

Ich wünsche Natascha mit aller Aufrichtigkeit und von ganzem Herzen, alles erdenklich Liebe, Zuversichtliche, Wertvolle, Positive und Schöne! Vor allem Ruhe (innen, wie außen), Friedfertigkeit und tatsächliche, gespürte, sowie gelebte Freiheit!

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6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von monerl Am hilfreichsten 12.01.2018

Ein wichtiges Buch

Nachdem ich vor kurzem Natascha Kampuschs erstes Buch "3096 Tage" gehört habe und dieses mich sehr berührt hat, wollte ich unbedingt ganz bald ihr letztes Buch, das in 2016 erschienen ist, lesen. Ein Leben in Freiheit, zehn Jahre nach der Selbstbefreiung, doch wie erging es Natascha wirklich? Was hat sie erlebt, mit was musste sie sich auseinandersetzten?

Diese und noch mehr Fragen hatte ich im Kopf und sie wurden allesamt in diesem Buch beantwortet. Natascha Kampusch redet sich einiges von der Seele und erzählt über ihre zehn Jahre Freiheit, die gar nicht so frei, schön und glücklich waren, wie sie es sich vorgestellt hat und wie ich es ihr gewünscht hätte.

Das Buch gibt eine gezeichnete, enttäuschte, verletzte und doch immer und immer wieder positiv gestimmte junge Frau wieder.

Ich will hier nicht den ganzen Inhalt preisgeben, obwohl das meiste bereits aus der Presse bekannt ist, wenn man sich mit "dem Fall Kampusch" bereits eigenständig befasst hat.

Wichtig ist mir jedoch zu sagen, dass alle dieses Buch lesen sollten. Vielleicht wird den Hassern, Zweiflern, Verschwörungstheoretikern, Neidern... klar, was sie Natascha in all den Jahren angetan haben, und dass sie sie, obwohl in Freiheit, wieder hinter dicke Mauern gesteckt haben.
Es fällt mir sehr schwer in Worte zu fassen, wie sehr leid mir das alles tut, was Natascha nun von 18 Jahren bis 28 Jahren in Freiheit alles erleben, durchleben und ertragen musste! Nicht, dass ihr ihre Kindheit und Jugend vom Täger gestohlen wurde, nun ist sie auch eines jungen Erwachsenenlebens beraubt worden. Man lässt sie nicht zur Ruhe kommen! Jeder Mensch ist anders, jeder pocht auf seine Individualität, doch wenn es um Natascha Kampusch geht, hat jeder eine vorgefestigte Meinung, ein Bild vor Augen, wie sie aussehen und wie sie sich verhalten müsste, damit man sie endlich akzeptieren könnte.

Ich sage, LASST DIESE JUNGE FRAU LEBEN, SO WIE SIE WILL! Lasst sie sich entwickeln, Erfahrungen sammeln, ihre Möglichkeiten ausloten, ohne dass sie in ein Land auswandern muss, um endlich als normaler Mensch angesehen zu werden. Sie wurde aufgrund einer schrecklichen Tat berühmt, auf die sie und jeder andere gerne verzichten möchte! Das kann sie nicht ausradieren. Doch wenn sie es schafft, diese Vergangenheit zu überwinden, sollte es uns allen möglich sein, sie ihre eigene Zukunft gestalten zu lassen.

Ich habe den Film zu ihrer Geschichte nicht gesehen. Nachdem ich nun dieses Buch gehört habe, werde ich aber auch davon absehen. In einem großen Abschnitt erzählt Natascha Kampusch, wie die Filmrechte gekauft wurden und welchen Kampf sie mit Bernd Eichinger hatte, der ihr Buch "3096 Tage" verfilmen wollte. Alles war auf einem guten Weg, bis Eichinger plötzlich im Januar 2011, ohne den Film vorher vollendet zu haben, gestorben ist. Sehr zum Leid von Natascha Kampusch, denn Sherry Hormann, die dann die weitere Regie führte, hat dem Film eine ganz andere und nicht abgesprochene Note gegeben, mit der Natascha letztendlich sehr unglücklich war. Dieser Punkt hat mich sehr getroffen! Wenn man sich versucht vorzustellen, man hätte das alles durchlebt, was Natascha widerfahren ist, und jemand bringt dieses auf die Leinwand, ohne dass es ihn wirklich interessiert, wie es auf die betroffene Person wirkt und ob sie sich damit wohlfühlt, da frage ich mich dann wirklich, sind wir nur noch auf Sensation, Gier und Persönlichkeitsverletzungen aus? Ist es das, was die Masse sich wünscht? Voyeure zu sein?

Zum Hörbuch:
Auch hier kann ich das Hörbuch absolut empfehlen! Mit viel Empathie in der Stimme, gelingt es Sascha Icks dem Hörer Nataschas Worte näher zu bringen.

Fazit:
Es ist gut, dass Natascha Kampusch in diesem Buch auf einige Vorwürfe und ihr Bild in der Öffentlichkeit eingehen konnte. Ich wünsche mir, dass sie sich mit diesem Buch befreit und das Schlechte ziehen lässt. Ebenso wünsche ich mir, dass einige Menschen aufwachen und darüber nachdenken, wie verletzend Taten und Worte sein können.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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