1913: Der Sommer des Jahrhunderts

  • von Florian Illies
  • Sprecher: Stephan Schad
  • 6 Std. 20 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

1913 ist das Jahr, in dem unsere Gegenwart beginnt. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Proust sucht nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer - und in München stellt ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine Werke aus. Anfang und Ende, Triumph und Melancholie - alles verschmilzt, alles wird Kunst. Virtuos wie kein anderer entfaltet Florian Illies das Panorama eines unvergleichlichen Jahres und setzt der Geburtsstunde unserer Moderne ein literarisches Denkmal.

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Kritikerstimmen

In seinem Buch, einem brillanten Spiel aus Originalzitaten und Nachzeichnung, drückt er auf die Zeitlupe, und oft aufs Standbild und zaubert aus dem Jahr, das zur Katastrophe führt, ein Abenteuer der Gegenwärtigkeit. 1913 soll gelten, und nichts sonst. Pure Gleichzeitigkeit von Politik und Liebe, Skandal und Tratsch und Tod, eine raffinierte Montage, eine Mischung aus Einfühlung und Puzzlegeduld, immenser Lektüre und geistesgeschichtlichem Witz.
-- Der Spiegel

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

eine fasznierende Collage

Die Welt war auch vor hundert Jahren ein kleines Dorf, oder? Genau den Eindruck bekommt man beim Hören dieses einzigartigen Kallenders für das Jahr 1913. Von manchen Verbindungen zwischen den damaligen Akteuren auf der Kulturszene hat man gewusst oder geahnt, andere sind überraschend, auch die Spekulationen akzeptiert man sehr wohlwollend - denn die Collage von großen und kleinen, literarischen, persönlichen und historischen Details ist wirklich überzeugend. Alle (sehr viele!) Stränge zusammenzuführen erforderte nicht nur eine Riesenrecherche, sondern auch Mut und einen kreativen Überblick. Glücklicherweise hatte der Autor Florian Illies einen großen Topf davon. Es ist ein gelungener Mix entstanden!
Kulturgeschichte mit vielen Details und Einsichten mal leicht und doch tiefgreifend erzählt - diese Kombination verdient jede Menge Lob! Und ganz wichtig: man hat nie das Gefühl, dass es hier um Ereignisse geht, die hundert Jahre alt sind... Stephan Schad trägt wesentlich dazu bei, dass man die sechs Stunden als bildend, zeitnah und unterhaltsam empfindet.
Tolles Elebnis zum Jahreswechsel!
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- Kristina

Intelligent und spannend

Ein interessanter, kluger und fesselnder Text mit vielen Informationen über die damalige Künstler- und Literaturszene. Bis heute ist das Schaffen aus dieser Zeit in den Museen und Galerien dieser Welt zu spüren. Der Hörer lernt viel über die künstlerische und menschliche Seite der damaligen Maler und Literaten. Ihre emotionalen Verstrickungen und ihre menschlichen Abhängigkeiten untereinander und zueinander sind spannend beschrieben und dadurch versteht der Hörer so manches bekanntes Bild oder literarisches Werk viel besser. Das Hörbuch ist nur zu empfehlen - alleine schon wegen der hinreißend beschriebenen diversen Heiratsanträgen von Kafka an seine Geliebte und die künstlerisch-persönlichen Verstrickungen von Kokoschka....
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Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2012
  • Verlag: Der Audio Verlag