American Sniper

  • von Chris Kyle, Scott McEwen, Jim DeFelice
  • Sprecher: Roman Roth
  • 6 Std. 25 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Chris Kyle diente von 1999 bis 2009 bei den US Navy SEALs und verzeichnete in jener Zeit die höchste Zahl an tödlichen Treffern in der amerikanischen Militärgeschichte. 160 gezielte Liquidationen schreibt ihm das Pentagon offiziell zu. Seine Kameraden nannten ihn "Die Legende", seine Feinde "Teufel"...

In dieser eindringlichen Autobiografie erzählt der geborene Texaner, der 2013 erschossen wurde, die Geschichte seiner außergewöhnlichen Karriere. Nach dem 11. September 2001 wurde er im Kampf gegen den Terror an die Front geschickt und fand seine Berufung als Scharfschütze. Hart und ehrlich spricht Kyle über die Schattenseiten des Krieges und das brutale Handwerk des Tötens.

"American Sniper" ist das Psychogramm eines Scharfschützen und ein fesselnder Augenzeugenbericht aus dem Krieg, den nur ein Mann erzählen kann.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Erklärungsbedürftig

Was hat Ihnen am meisten an American Sniper gefallen? Was am wenigsten?

Das Buch war ein Bestseller (…in den USA) und lieferte bekanntermaßen die Vorlage für den gleichnamigen Film von Clint Eastwood (6 Oscar-Nominierungen, ein Oscar für den Tonschnitt). Unverständlicherweise präsentiert das Hörbuch nur die gekürzte Fassung. Das Original auf englisch ist drei Stunden länger und bietet damit wesentlich differenziertere Einblicke in das Seelenleben des Scharfschützen. Doch zurück zu dieser Fassung…

Aus der Perspektive eines Deutschen ist dieses Buch verstörend. Wer hierzulande in einem Buch verkündet, seine grundlegenden Werte im Leben seien Glaube, Vaterland und Familie, wie Kyle es gleich zu Beginn tut, gerät sofort in Generalverdacht. Wer er dann noch im Brustton tiefster Überzeugung hinzufügt, das Töten von Feinden Amerikas (Kyle: "Wilde") mache ihm wirklich Spaß, erntet im besten Fall Stirnrunzeln. Kyle hat offiziell 160 Iraker erschossen, vermutlich sogar mehr als 200. Jeder dieser Todes-Schüsse, so sagt er, würde sogar vor Gott im Jüngsten Gericht nicht als Sünde gewertet, weil er jedes Mal nur einen Bösen erwischt habe, der selbst einen Mord an einem seiner Seal-Kameraden plante. Harter Tobak.

Einordnung: In den USA spielen Soldaten gesellschaftlich eine völlig andere Rolle als bei uns. Das uneingeschränkte, öffentliche Bekenntnis zum Militär und die Solidarität mit den Soldaten gehören dort zum Grundkonsens der bürgerlichen Gesellschaft. Kyle's kompromisslose Haltung – so erschreckend wir sie hierzulande empfinden mögen – gibt deshalb aus Sicht der weitaus meisten Amerikaner Anlass zu Beifall. Insofern ist dieses Buch für uns vor allem eine Anregung, sich mit einer alternativen Sichtweise auf Krieg, Nationalstolz, der Profession des Soldaten und gesellschaftlichem Selbstverständnis auseinander zu setzen.

Schriftstellerisch ist dieses Buch eine Katastrophe. Hauptsatz an Hauptsatz. Wie ein misslungenes Tonbandprotokoll. Zudem, ausweislich des Vorworts, von US-Militärzensoren bearbeitet. Darum, und nicht aus moralischen Gründen, nur zwei Sterne für die Geschichte.

Mein Rat: Der Film schlägt das Buch um Längen. Denn er zeigt viel eindrücklicher, wie Kyles Haltung zu Gewalt geformt wurde und welche seelischen Folgen die Einsätze im Irak für ihn hatten. Im Anhang des Hörbuchs kommen Kyles Witwe Taya und Drehbuchautor Jason Dean Hall zu Wort. Darin wird klar, wie intensiv sich Regisseur Clint Eastwood und Hall auf ihren Film vorbereitet haben – und dabei Facetten aufdeckten, die in diesem Hörbuch durch die Kürzungen verloren gingen.So lohnt der Download dieses Buches eigentlich nur dann, wenn man aus cineastischem Interesse erforschen möchte, wie Eastwood und Hall aus diesem Stoff, der eigentlich nur Rohmaterial war, einen Oscarprämierten Film gemacht haben.


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- Flyboy01

Sehr intressantes Buch mit mässigem Sprecher

Man muss sich bei diesem Buch über ein Paar Dinge im klaren sein.
- Es wurde von einem texanischen Navy SEAL geschrieben und durch diese Kombination trieft es nahezu vor Patriotismus
- Der Autor ist extrem ehrlich was seine Beweggründe und seine Menthalität im Bezug auf den Krieg angeht. Ich war selber Zeitsoldat und kann dadurch viele, wenn auch nicht alle Ansichten nachvollziehen oder teile sie sogar. ABER sie entsprechen keiner Ritterromantik, folgen keiner Hollywood Vorstellung und sind sehr sehr unverblümt.

Egal ob man die Ansichten des Autors nun gut oder schlecht findet, finde ich es doch sehr gut und mutig diese so unzensiert niederzuschreiben und sich eben nicht an gesellschaftlichen Richtlinien zu orientieren. So zumindest meine Meinung.

Vom Schreibstil her ist das Buch eher Mittelmaß, ich finde die Handlung manchmal zu sprunghaft und erwecken sehr oft den Eindruck, das dem Autor beim Schreiben noch ein paar Geschichten und Anekdoten eingefallen sind, die er irgendwie unterbringen wollte.

Das größere Manko ist jedoch der Sprecher. Dieser passt zwar von der Stimme ziemlich gut, aber liest gerade die traumatischen, emotionsreichen oder grausamen Stellen sehr emotionslos und monoton.
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- Michael

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2015
  • Verlag: Riva Verlag