Inhaltsangabe

Glühende Liebesbriefe waren ihm unangenehm, Widmungen von Musikstücken lehnte er ab, die Vermarktung seines Konterfeis mit Gipsbüsten duldete er ebensowenig wie eine "Hitler-Zigarette". In der Privatkanzlei des "Führers" wurden Tausende Briefe archiviert, viele persönlich gelesen und weiterbearbeitet. Unter Staubschichten von Jahrzehnten verbargen sich in einem Moskauer Archiv die authentischen Zeugnisse deutscher Mentalität. Henrik Eberle hat sie erstmals systematisch ausgewertet und kommentiert, eine Fundgrube für Psychologen, Historiker und Pädagogen. Bittbriefe, Gebete, Treueschwüre, Appelle und Hilferufe, nicht nur aus Deutschland, bilden ein Stimmungsbarometer der Jahre 1925 bis 1945, das einen schauern lässt. Die Menschen legten sich dem Diktator zu Füßen und wandten sich ab, als der Erfolg den "Führer" verließ. Die Briefe werden gesprochen von bekannten deutschen Stimmen: Jan Hofer, Gudrun Landgrebe, Mechthild Großmann, Nina Petri, Anna Thalbach, Katharina Thalbach, Dietmar Bär, Lion Geissler, Matthias Koeberlin, Uli Krohm, Volker Lechtenbrinck, Florian Lukas, Ulrich Pleitgen, Armin Rohde und Jürgen Prochnow.
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Kritikerstimmen

Höchst aufschlussreich und erschütternd zugleich.
-- Forum Politikunterricht
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Frank Jankowski Am hilfreichsten 26.12.2011

andere interessante Sichtweisen

Ich habe diese Buch gelesen und gehört.
Gute Arbeit der Sprecher. Und auch gute Arbeit des Autors. Wer Dr. Henrik Eberle nicht kennt, kann ihn googeln und findet heraus, das es kein Autor ist der einfach gefundene Briefe in einem Buch zusammenfasst sondern der weiß was er da geschrieben.

Warum haben die Menschen Probleme mit der Wahrheit? Diese Buch offenbart die Wahrheit auf eine andere Art und Weise als TV-Dokumentationen. Es zeigt den Fanatismus und den Personenkult der in der Vergangenheit der Geschichte seinen Nährboden fand.
Es sind zwischen den Originaltexten durchaus Erklärungen und Zusammenhänge beschrieben und darüber hinaus auch weiterführende Recherchen von Personen die Briefe an Hitler schrieben.
Natürlich muss erwähnt werden, das die Inhalte der Briefe jede Menge "braunen Mist" enthalten. Aber wer den Buchtitel liest erwartet sicher nicht das es Gedichte, Geschichten oder Huldigungen über Blümchen sind, die da beschrieben werden. Es sollte vielmehr als Sachbuch verstanden werden.
Man benötigt kein fundiertes Vorwissen über diese Zeit, um es zu verstehen, denn die Vorworte und Einleitungen sind gut erklärend und einführend in dieses Thema.

Ich finde diese Buch sehr emfehlenswert, für alle die sich für die ungeschnittene Wahrheit und das Phänomen des Personenkults um Hitler interessieren.
Für alle die in diesem Buch "braune" Propaganda sehen die es grenzwertig macht, sei gesagt das ein Sachbuch mit geschichtlichen Hintergrund zu einem Thema nur mit der Wahrheit, auch wenn es wehtut, zu einem guten Buch werden kann.

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4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars
Von Marco M. Am hilfreichsten 20.12.2013

Sehr guter Inhalt, furchtbare Sprecherleistung

Durch die Briefe wird deutlich gemacht, welche Verbundenheit die Leute mit Hitler empfanden. Sie zeigen den Alltag im Reich. Wir sehen heute durch die Schlote von Auschwitz auf diese Zeit; die Briefe zeigen, wie die Menschen damals gedacht haben, für die der Holocaust unbekannte Zukunft war.
Die Einteilung in die historischen Etappen der Geschichte der NSDAP erscheint sinnvoll. So wird deutlich, welche Entwicklung die Verbindung vom Volk zum Führer genommen hat.
Es ist ein sehr aufschlußreiches Buch und ein hervorragendes Zeitdokument, das dazu beiträgt, die Zeit damals zu begreifen.

Leider verderben die Sprecher die Freude. Zwar ist Jan Hofer als Erzähler sachlich und schlicht (und mithin aus der Kritik auszunehmen), aber die anderen lesen so affektiert und mit einem solch hochnäsigen Unterton (insonderheit die Schreiben von Heß usw.), daß man vorspulen möchte.
Die Lesung macht den Eindruck, als wollten sich die Sprecher von den Texten distanzieren und dem Hörer phonetisch einbleuen, daß hier Verbrecher zitiert werden, die zu verabscheuen sind. Der Hörer weiß das aber schon. Er will einen sachlich-nüchternen Vortrag; interpretieren kann er schon selbst.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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