Der IS und die Fehler des Westens

  • von Nicolas Hénin
  • Sprecher: Erich Wittenberg
  • 5 Std. 47 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Nicolas Hénin weiß, wovon er spricht. Denn er berichtete nicht nur als ARTE-Journalist von allen großen Kriegsschauplätzen im Irak, Libyen und Syrien. Als Geisel verbrachte er rund zehn Monate in den Händen des "Islamischen Staats", was ihm tiefe Einblicke in die Ziele, vor allem aber in die Gedankenwelt der Dschihadisten ermöglichte.Wer wissen will, inwiefern der Westen selbst dazu beiträgt, seine größten Feinde hervorzubringen, was die Dschihadisten mit Attentaten wie dem von Paris bezwecken, was sie antreibt und wovor sie sich am meisten fürchten, wird an diesem scharfsinnigen Buch nicht vorbeikommen.

Die terroristische Bedrohung ist längst bei uns angekommen. Sowohl durch den Einmarsch in den Irak 2003 als auch durch die Nicht-Intervention in Syrien seit 2011 haben wir zur Radikalisierung beigetragen. Und wir heizen diese Entwicklung weiter an. Indem wir mit Diktatoren diplomatische Kompromisse schließen, indem wir uns weigern, das Leid der Bevölkerung zu hören, indem wir es nicht schaffen, einen Gegendiskurs zu fördern.

Wie entstehen die terroristischen Vereinigungen? Wie kam es dazu, dass wir das Spiel des "Islamischen Staates" mitspielen und seine Propaganda auch noch verbreiten, sodass es ihm möglich ist, auch bei uns immer mehr Freiwillige zu rekrutieren, die bereit sind, für ein Zerrbild des Islam zu kämpfen? Wie ist es zu erklären, dass der IS unsere Bomben kaum zu fürchten scheint?Eine Streitschrift gegen den Westen, der mit seinen Fehlern und seiner Untätigkeit zu diesem Fiasko beigetragen hat. Und ein Denkanstoß, um vielleicht zu retten, was noch zu retten ist.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Interessanter Bericht mit klischeehafter Analyse

Was genau hätte man an Der IS und die Fehler des Westens noch verbessern können?

Ob es der ideologischen Brille des Autor geschuldet ist oder sein Hintergrundwissen zu lückenhaft ist, jedenfalls sind Analysen bei denen allgemein vom Westen oder gar das Wir als homogene Gruppe für Ursachenforschung herangezogen wird, wertlos, da zu undifferenziert. Und wie er selbst schreibt, es gibt kein syrisches Volk, weder ethnisch noch kulturell, warum er dann immer schreibt, was die Syrer wollen, ist nicht nachvollziehbar. Es scheint eher sein Wunschgedanke zu sein, als die Realität. Und das ist das große Manko des Buches.


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- Georg Schuh

Unterm Strich: Alles unsere Schuld

Man muss schon ziemlich viel Abstraktionsvermögen haben um die Entwicklung des IS fast ausschließlich 'unseren Fehlern' zuzuschreiben. Die Logik schwächelt auf weiten Strecken der Argumentation / Folgerung leider.
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- Lars

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2016
  • Verlag: Audible Studios