Fairarscht: Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen

  • von Sina Trinkwalder
  • Sprecher: Yara Blümel
  • 4 Std. 54 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Aufgeklärte Verbraucher möchten durch bewussten Konsum die Welt verändern. Warensiegel für ökologischen Anbau, faire Produktions- und Handelsbedingungen geben dem Kunden ein gutes Gefühl. Doch die Mechanismen funktionieren nicht, den Erzeugern der Handelswaren werden die Erträge mit dem guten Gewissen vorenthalten.

Sina Trinkwalder, eine der profiliertesten und streitbarsten deutschen Unternehmerinnen, spricht Klartext: Wer profitiert? Wie werden Bauern und Handwerker tatsächlich behandelt? Was sind die blutigen Seiten des Gutmenschenbusiness?

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Kritikerstimmen


Ein sehr ernüchterndes, aber wichtiges Buch, das in gut verständlichen Worten im besten Sinne aufklärt.
-- Augsburger Allgemeine, 07.08.2016

Das neue Buch der Augsburger Sozialunternehmerin (..) konzentriert sich auf die altbekannte these, dass Wirtschaft und Handel den Konsumenten für dumm verkaufen. (...) Geht man davon aus, dass steter Tropfen den Stein höhlt, kann man das ruhiger wieder mal sagen."
-- enorm , 01.07.2016

Die streitbare Augsburger Unternehmerin Sina Trinkwalder rechnet in ihrem neuen Buch mit Warensiegeln von "Fair" bis "Bio" ab."
-- Welt am Sonntag, 19.06.2016

Sina Trinkwalder, eine der profiliertesten und streitbarsten deutschen Unternehmerinnen spricht Klartext!

Care-Energy-Magazin-Grüne Medientipps, Nr. 31/ Mai - Juni 2016

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Sehr gut mit gewissen Einschränkungen

Das Buch von Frau Trinkwalder enthält sehr viele wichtige und richtige Informationen, die den Konsumenten darauf aufmerksam machen, wie er mit seinen Kaufentscheidungen die Art des Wirtschaftens mitgestalten kann und worauf zu achten ist, insbesondere die Warnung for dem "Greenwashing" vieler Hersteller.
Ich beschäftige mich im Rahmen meines Studiums selbst viel mit den Themen nachhaltige Wirtschaft und Umweltökonomie und stimme in vielen Punkten mit Frau Trinkwalder überein, ich finde z.B. auch dass insbesondere im Textil - und Lebensmittelbereich unangemessen hohe Gewinne beim Modekonzern bzw. beim Supermarkt hängen bleiben, während beim Hersteller um jeden Cent geknausert wird, insbesondere dann wenn dieser klein ist und/oder im Ausland liegt und den großen Konzernen mit ihren riesigen Marktanteilen wenig entgegenzusetzen hat, so dass diese ihm mehr oder weniger ein "take it or leave it" Angebot unterbreiten können. Riesige Konzerne wie Nestle, die auf allen Kontinenten agieren und eine enorme Marktmacht haben, sind der Gesamtwohlfahrt definitv nicht sehr zuträglich und sollten zerschlagen werden, schade, dass es kein supranationales Kartellamt gibt, dass sich um solche Themen kümmern könnte.
An einigen Stellen ist mir das Buch aber zu schwarz und weiß, also zu wenig differenziert. So bin ich zum Beispiel nicht der Meinung das einzig und allein Konsumreduktion zur Verbesserung der Umwelt beiträgt, sicherlich ist das hilfreich, aber nicht der einzige Weg - energiesparende Elektrogeräte, Recyclingmethoden mit hohem Wirkungsgrad und ähnliche umwelttechnische Innovationen sind ebenfalls Mittel, mit denen sich etwas für die Umwelt tun lässt. Eine ausgeglichene Mischung aus Konsumreduktion und Investition in nachhaltige ressourcensparende Technologien ist ein guter Mittelweg und wird übrigens auch von vielen führenden Forschern aus dem Fachbereich Umweltökonomie empfohlen. Das "grundsätzlich ist immer weniger besser, egal wovon und generell alternativlos" das im Unterton der Autorin mitschwingt, ist mir einfach ein bisschen zu kurz gesprungen. Sie kritisiert, dass auf der Gegenseite "mehr ist besser, die Wirtschaft soll immer weiter wachsen" propagandiert wird, was ich auch verstehe und wichtig finde, schlägt aber selbst genau das Gegensätzliche in gleichartig vehementer und undifferenzierter Art und Weise vor. Wörter wie "immer" und "alternativlos" haben meiner Meinung nach in einer ausgeglichenen fundierten Analyse nichts zu suchen, egal auf welcher Seite der Argumentation man sich bewegt, die einfache klare Lösung gibt es eben nicht, auch wenn wir das gerne hätten. Auch mit der Aussage, dass regional immer besser ist, macht es sich die Autorin meines Erachtens etwas zu einfach, da sie keinerlei Einschränkungen ihrer These vornimmt. Bei vielen Produkten hat sie Recht - so sehe ich auch nicht ein, wieso ich Eier aus den Niederlanden kaufen sollte - Hühner halten kann man hier genauso gut und der weite Transport ist daher einfach ökonomischer Blödsinn und verpestet lediglich die Umwelt. Bei vielen anderen Produkten sehe ich das aber anders - zwar kann man z.B. Tomaten oder T-shirts auch hier produzieren, aber in Ländern mit wärmerem Klima wachsen Tomaten eben besser und brauchen kein energieschluckendes Gewächshaus und arbeitsaufwendige Textilien sind in einem Land in dem es eine große junge Bevölkerung und viel Arbeitslosigkeit gibt vielleicht doch besser aufgehoben. Natürlich werden die Arbeiter dort ungerecht behandelt und bekommen zu wenig Lohn, das sollte sich wirklich ändern, aber die Produktion dort einfach zu beenden und alles wieder zu Hause zu produzieren hilft den Näherinnen in Bangladesh auch nicht, dann haben sie überhaupt keine Arbeit mehr und verdienen gar nichts. Deswegen finde ich es wichtig, sich eben doch für verbesserte Produktionsbedingungen in diesen Ländern einzusetzen statt ein resigniertes "Das wird sich doch eh nie ändern, deswegen geben wir auf und ziehen uns alle wieder in unser nationales bzw. regionales Schneckenhaus zurück" von sich zu geben, auch wenn dieser Weg sicherlich steinig und kompliziert ist und sehr lange dauern wird, weil so viele Menschen und Organisationen daran beteiligt sind.
Schlussendlich kann ich sagen dass mir dieses Hörbuch gut gefallen hat und ich auch anderen empfehlen würde, sich die Position von Frau Trinkwalder einmal anzuhören - nur sollte man dabei die Dinge auch selbst kritisch hinterfragen und nicht die Meinung von Anderen übernehmen, weder die der Autorin noch die der konventionellen Industrie.
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- Tanja Cem

Sollte jeder lesen, um so mehr, um so besser!

Man bekommt einen Einblick über den Realismus von Bio und Fair Trade. Unbedingt lesen! Und die Welt mit anderen Augen sehen.
Lesen Sie weiter...

- joma

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 09.02.2017
  • Verlag: Audible Studios