Inhaltsangabe

Die Kinder der Kriegskinder melden sich zu Wort

Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstands aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer sie sind und wohin sie wollen? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tiefsitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihre Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt?

Als Kriegsenkel verleihen Claudia Michelsen und Devid Striesow ihrer Generation eine Stimme.

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©2009 / 2014 Sabine Bode / Klett-Cotta - J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH (P)2015 Random House Audio
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
1 out of 5 stars
Von Heinemann Am hilfreichsten 17.05.2015

Viel Vermutung-wenig Konzept

Der Autorin ist zu danken, dass sie die Auswirkungen der traumatisierten Kriegskinder auf deren Kinder thematisiert. Anhand vieler Beispiele soll gezeigt werden, wie die Erlebnisse der Eltern zuerst die eigene und später durch Transmission die Gefuehlswelt der Kinder stark beeinflusste oder gar deformierte. Es wäre interessant gewesen, gerade das Verbindende in den Geschichten, den Transmissionsmechanismus herauszuarbeiten, was leider unterbleibt. Zudem bleibt unklar, ob das Verbindende in den Erziehungsstilen der Elterngeneration nicht auf Kriegstraumata zurückzuführen ist, sondern schlicht dem Erziehungsstil der Generation entsprach, den wir heute eben anders bewerten, was unserem Erziehungsstil als heutiger Elterngeneration entspricht. Weiterhin wird sehr pauschal ein Ursache-Wirkungsmodell zwischen Kriegstraumata und bisweilen doch recht heftigen emotionalen Stoerungen unterstellt. Damit bleibt offen, ob es sich um ein signifikantes Thema der Generation handelt oder um bedauerliche Einzelfaelle die in jeder Generation auftreten. Der Bogen wird völlig überspannt, als dann aus den Kriegstraumata der Kriegskinder und den Gefuehlswelten der Enkel eine angebliche Politikunfaehigkeit abgeleitet wird, die in einer möglichen "Amerikanisierung" der sozialen Verhaeltnisse münden könnte.

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6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars
Von EmmaZ Am hilfreichsten 02.02.2018

Eine vorgeformte Theorie ...

Es kommt mir vor, als habe die Autorin ihre vorgefasste Theorie auf jede Lebenssituation ihrer Studienobjekte gepresst, um ein weiteres Buch zum Thema schreiben zu können. Nach einer Weile wurde ich, selbst Kriegsenkel, sehr irritiert davon. Nicht jedes menschliche Problem passt in der Wirklichkeit in einen bestimmten Rahmen, so wie es hier grösstenteils dargestellt wird. Ich will bestimmte Problematiken nicht leugnen, sonst hätte ich mir das Buch wahrscheinlich nicht gekauft, aber derart vielerlei Verhaltensweisen immer wieder über diesen einen Kamm zu ziehen und den Text dazu auf eine sehr monotone Art vorzutragen hat mich persönlich eher vom Thema entfernt, als mich ihm nähergebracht.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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