Märchenland im Müll. Der Zauber des Elends

  • von Constanze S.
  • Sprecher: Constanze S.
  • 4 Std. 35 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Constanze S. schildert ihre Erlebnisse in der Punk- und Drogenszene, versteift sich dabei aber nicht auf die beliebten süffisanten Details hygienisch bedenklicher Exzesse, die man den jungen Wilden so gern andichtet. In den modrigen Winkeln zugeschissener Abrisshäuser versteift sich nämlich gar nichts mehr. Vielmehr geht es dann bereits ums nackte Überleben, sei es in Schlägereien, die sich aus haarsträubenden Missverständnissen und Getränkeunfällen gnadenlos emporschaukeln oder beim Kampf um den nächsten Schuss.Constanze S. arbeitet zudem ihre schleichende Erblindung auf, die sie auf die Straße trieb, die ihr aber auch zu Erkenntnissen verhalf. So erlebte sie diese Welt hautnah mit all ihren Höhen und Tiefen, ohne unter die Räder zu kommen. Was "Märchenland im Müll" dabei ausmacht, ist seine klare Sprache, weitestgehend ohne Plattitüden und Kraftausdrücke. Diese Story bietet viele echte Denkanstöße, vielleicht sogar Lösungen. Sie kann aufklären, denn im Verlauf der einzelnen, zum Teil erschütternden Episoden gelingt es Constanze S., den Weg des Heroins zu schildern und zugleich liebenswerte Eigenarten ihrer Gemeinschaft einfließen zu lassen.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Märchenland?

Ein Fragezeichen hinter dem Buchtitel wäre angebracht gewesen. Das einzige positive, das das Leben im Müll hervorbringt, ist wohl ein gewisser Zusammenhalt in der Szene. Ansonsten erfährt man nicht viel aus dem Leben von Constanze S. Sie beschreibt lediglich Geschichten bzw. Anekdoten aus der Zeit, die sie bei den Punks und Hausbesetzern verbrachte. Was sie in die Punkszene zog, blieb für mich unklar. Man erfährt auch nicht sehr viel von der Hauptperson selbst. Denn wenn es in ihren Erzählungen zu persönlich wurde, so hatte ich das Gefühl, ging sie nicht weiter darauf ein. Dass die Autorin dieses Buch selbst liest, gibt der ganzen Sache natürlich eine gewisse Authentizität. Jedoch wäre eine professionelle Sprecherin besser gewesen, denn das ganze erinnert doch manchmal sehr an den Vortrag einer Erlebniserzählung in der Schule.

Schlusssatz des Buches:
"Ich tauchte in den schwärzesten Schlamm, um am Grund den goldenen Gral zu finden, aus dessen Kelch ich das bittersüße Elixier der Erkenntnis schlürfe. Wenn dies schon kein Schlussstrich (das Buch. - Anm. d. Verf.) sein kann, dann doch wenigstens eine Ode an die Abgründigkeit des Lebens."

Dem ist nicht hinzuzufügen.

Hätte man mehr draus machen können.
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- Claus

Eine Ode...

... An den Bodensatz der Menschheit. Man fragt sich fortlaufend wie dumm und naiv ein Mensch sein kann (auch wenn es sich um einen Teenager handeln mag). Die Autorin führt uns in eine Welt welche sicherlich nicht jedem bekannt ist. Allerdings werden dabei Menschen und Taten glorifiziert welche dies mit sicherheit nicht verdient haben. Die Autorin verwendet haufenweise überzogene Phrasen welche mich während des gesamten Buches zum schmunzeln brachten, dennoch scheitert sie stellenweise an einfachster Grammatik.
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- thomas k.

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2009
  • Verlag: Silbenstreif