Mein Amerika

  • von Bill Bryson
  • Sprecher: Oliver Rohrbeck
  • 9 Std. 5 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Ich komme aus des Moines. Irgendjemand muss es schließlich tun. Als der kleine Bill einen mottenzerfressenen Pullover mit aufgenähtem Blitz im Keller findet, hat er dafür nur eine Erklärung: Er ist gar kein Erdling, sondern ein Abgesandter des Planeten Elektro. Sein Verdacht erhärtet sich, als er in hellgrünen Caprihosen eingeschult wird, die nur seine Mutter geschmackvoll findet. Endgültige Gewissheit erlangt der sechsjährige Bill dann, als er aus genau dem Einweckglas, in das er immer pinkeln soll, wenn es schnell gehen muss, Dessertpfirsiche serviert bekommt. Bill Bryson reist in seinen einzigartigen Erinnerungen zurück in das Amerika der 1950er-Jahre, wo die ersten elektrischen Dosenöffner, die ersten Kugelschreiber und Mikrowellen und der erste Sohn der Familie Bryson Begeisterung auslösten. Wie DDT und Fertiggerichte, Zigaretten, Pressgemüse und radioaktiver Niederschlag übrigens auch. >> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

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Kritikerstimmen

Wie Bryson eine ganze Epoche zum Leben erweckt, ist einmalig - mit einer Mischung aus Einfühlungsvermögen, Witz und Authentizität.
--The TimesBryson erzählt uns mehr über die Merkwürdigkeiten des amerikanischen Way of Life als ein Dutzend Expertenkommissionen.
--IndependentBitte lesen: Bill Bryson schreibt wie ein Engel.
--Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Langweilige Geschichte toll erzählt

Bill Brysons 'Kurze Geschichte von fast allem' gefiel mir außerordentlich gut. Zudem wusste ich, dass Bryson ein guter Reisebuchautor ist, weshalb mir die Idee, dass Bryson über seine Heimat Amerika schreibt, spontan zusagte. Die Heimat mit dem Blick eines Reisenden zu sehen ist ja ein spannendes Konzept, erlaubt dieser 'fremde Blick' die Eigenheiten und Konventionen eines Landes doch in all ihrer Lächerlichkeit zu sehen. Da sich Bryson zudem das Amerika der 50er Jahre vorgenommen hat, geht die Rechnung auch voll auf. Über die Naivität, den bedingungslosen Zukunftsglauben und das Fehlen jeglicher kritischer Distanz gegenüber dem eigenen Tun der amerikanischen Nation dieser Zeit, kann man heute wirklich lachen. Und Bryson versteht es, dieses Lachen durch seine Lausbubengeschichten zu provozieren. Er ist schlichtweg ein begnadeter Erzähler. Doch so nett seine Geschichten auch sind, viel spannender wären sie natürlich, wenn sie in unserer Heimat, der jungen Bundesrepublik Deutschland geschehen wären. Denn dann würden wir uns nicht nur über Brysons Geschichten freuen dürfen, sondern würden uns an unsere eigene Kindheit, oder die unserer Eltern erinnern. Dann wäre der persönliche Bezug hergestellt, der uns hinsichtlich der amerikanischen Geschichte leider fehlt. Deshalb wird 'Mein Amerika' auf Dauer auch etwas langweilig. Die vielen Referenzen zu Personen und Ereignissen des Amerika der 50er Jahre (z. B. Baseballspiele, Fernsehmoderatoren oder TV-Serien), bei denen gewiss jedem Amerikaner das Herz aufgeht, lassen uns kalt. Daher ist es kaum möglich, die neun Stunden, die das Hörbuch dauert, mit gleichbleibendem Interesse bei der Sache zu sein, zumal Bryson mit seiner Erzählung kaum über die 50er Jahre hinaus kommt.
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- Rene Wynands

Interessant und amüsant

Ich kenne alle Kurzgeschichten-Bücher von Bryson - aber nur in englisch von Bryson selbst oder William Roberts gelesen. Mal eine deutsche Fassung zu hören war etwas ungewöhnlich. Trotzdem bin ich angenehm überrascht.
Der Humor wird trotz Übersetzung übermittelt und ich habe jede Minute des Hörbuchs genossen. Die Erzählungen sind nicht nur mit seinem typischen amerikanisch-britischem Humor gewürzt - sie sind sehr gut beobachtet, mit einer wundervollen ironischen Leichtigkeit erzählt und einfach nur zum Schmunzeln. Selbst wenn man nicht in den USA gewohnt hat, erkennt man sich selbst in einigen Geschichten wieder - sei es die peinliche Kleidung, in die einen die Eltern steckten, die Beziehungen, die man als Kind knüpfte, die Wünsche und Hoffnungen oder die Sorglosigkeit. Die 50er Jahre in den Staaten werden sowohl in politischer, wie auch in sozialer und ökonomischer Hinsicht anschaulich porträtiert. Und doch wird alles aus einer menschlichen Sicht heraus erzählt. Die eigenen Freunde und die Familie sind Ausgangs- und Mittelpunkt der Betrachtungsweise.
Beispiel: zur Werbung sagt er '<i>Nie vorher oder nachher klang Werbegesülz so seidenweich, verhieß so orgiastische Glückszustände mit ein paar simplen Materialien.</i>' Und in diesem Stil geht es weiter.
Eine Hommage an seine Kindheit, fast wie ein kleiner Lebenslauf eines Jahrzehnts. Ein Mensch, der sich erinnert und ein wenig der Unschuld, der Naivität und dem kleinen Glück von damals auf der Spur ist.
Der Sprecher ist leider nicht ganz mit dem Herzen dabei - zumindest scheint es so. In diesem Sinne werde ich wohl zukünftig weiterhin bei den englischen Originalen bleiben. Ich gebe trotzdem mehr Sterne. Er vermittelt den Inhalt trotz Distanziertheit überzeugend.
Positiv ist auch die Vollständigkeit des Hörbuchs. Eine gekürzte Version wäre nicht zu empfehlen.
<b>Fazit: auf jeden Fall hörenswert.</b>
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- museion

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2008
  • Verlag: Audible Studios