Was ich noch sagen wollte

  • von Helmut Schmidt
  • Sprecher: Hanns Zischler
  • 5 Std. 26 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Helmut Schmidt erzählt in seinem neuen Buch von seinen Vorbildern. Von den Menschen, die ihn so geprägt haben, dass er sich an deren Beispiel bis heute orientiert. Die frühe Lektüre von Mark Aurel und Cicero, die Beschäftigung mit Kant, Weber und Karl Popper waren entscheidend in der Entwicklung des Politikers, der in seiner aktiven politischen Zeit als ein Verfechter des Pragmatismus galt. Dennoch wurde seine Politik stets von einer sittlichen, tief verinnerlichten Grundorientierung geleitet, die er sowohl den großen Denkern als auch Begegnungen in der Schulzeit oder seiner Frau Loki verdankte. Einfühlsam gelesen von Hanns Zischler.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Herr Schmidt und wie er die Welt sieht


Der Altbundeskanzler erzählt von prägenden Ereignissen, Begegnungen und Lebensbüchern...Helmut Schmidt schreibt glasklar und wesentlich. Kindheit, Jugend, die "große Scheiße des Krieges", Nachkriegszeit, politische Karriere, Ehe, Freundschaften und Rivalitäten, Erfolge und Niederlagen.
Die Lebensleistung des Altbundeskanzlers finde ich bewunderungswürdig. Was für ein Arbeitspensum, welch eine Produktivität, welch ein unerschütterliches Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein! Am meisten Eindruck freilich haben mir die Passagen gemacht in denen Schmidt von Kummer und Leid, von Trauer und Ängsten,von Verfehlungen und Kränkungen, von Anfechtungen und Versuchungen schreibt. Gegen das Klischee des knochentrockenen Automaten der Pflicht, gegen das Klischee des hemdsärmeligen Machers, gegen das Klischee eines stets souveränen Staatsmannes der immer Herr der Lage war entsteht das Bild eines kulturell ungemein vielseitig interessierten, weltoffenen, gewissensgeplagten, toleranten, ja leidenschaftlichen und lebensgierigen Menschen der auch tief gelitten hat.
Es war ein großes Glück für Deutschland und seine Nachbarn das ein Mann von solchem sittlichen und intellektuellen Format einst Minister und Bundeskanzler war. Natürlich schreibt Helmut Schmidt gegen die Verklärung seiner Person als Weltweiser an. Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang das Interview das Klaus Harpprecht vor einigen Wochen im Spiegel gegeben hat.
Ich kann dieses leider viel zu kurze Buch nur nachdrücklich empfehlen. Hans Zischler ist selbst ein Meister des Wortes und ein wunderbarer Vorleser.
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- doktorFaustus "Lies, um zu leben!Mein großer Hörbuchtraum: Der Graf von Monte Christo - ungekürzt. Gespielt von Uve Teschner"

Kein Abschluss, aber ein Abschied

"Was ich noch sagen wollte" ist kein Vermächtnis und auch keine klassische Biographie. Es sind biographisch geordnete Gedanken zu Ereignissen, Erkenntnissen, aber vor allem zu Menschen mit denen Schmidt eben jene Gedanken verknüpft. Dabei entsteht ein biographisch orientiertes Gedankenkonstrukt das die Dokumentation "Helmut Schmidt - Mein Leben" an einigen Stellen um interessante Details bereichert.

Das Buch ist, wie könnte es anders sein, auch ein Ausdruck von Schmidts politischer Arbeit und seinen Überzeugungen. Die Länge, ein bisschen mehr als 5 Stunden ist sehr angenehm und eignet sich gut als Lektüre für einen Tag, oder kurze Reisen.

Für jemand, der Schmidts Arbeit näher kennenlernen möchte ist das Buch als Einstieg vielleicht nicht optimal. Der Titel lässt erahnen, dass hier zwar keine Schlussstriche gezogen werden - über sowas ist ein Herr Schmidt sowieso erhaben, aber es wird doch auf literarischem Wege verabschiedet wen es in Schmidts Augen zu verabschieden galt.

4 Sterne ingesamt, für ein interessantes Buch dass eine intelligente wie auch unterhaltende Lektüre war. Vielen Dank Herr Schmidt.
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- Jochim,

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 06.03.2015
  • Verlag: Der Audio Verlag