Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

  • von Richard David Precht
  • Sprecher: Bodo Primus
  • 12 Std. 48 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

In seiner faszinierenden Reise in die Welt der Philosophie führt Richard David Precht mit Hilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse kompetent und unterhaltsam an die großen Fragen des Lebens heran. Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein? Eine Einladung, lustvoll und spielerisch über das Leben und seine Möglichkeiten nachzudenken!

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Beschreibung von Audible

Philosophie zum Gernhören: "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?"Nachdenken, nach dem "Warum?" fragen, innere geistige Freiheit finden, das "richtige Leben" begreifen wollen: Wenn Sie wie Richard David Precht Antworten auf die großen Fragen des Lebens suchen, machen Sie sich mit ihm auf seine philosophische Reise! Hören Sie seine Ausführungen zu Themen, die bestimmt auch Sie beschäftigen: Was ist Wahrheit? Wie funktioniert unser Gehirn? Was sind Gefühle? Richard David Precht macht in der Hörbuch-Ausgabe von "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" komplexe philosophische Themen für jedermann verständlich.
Bodo Primus ist die ideale Besetzung als Sprecher. Kompetent und glaubwürdig begleitet er die Hörer auf Prechts Reise durch die Philosophie. "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" ist in jeder Hörminute kurzweilig, spannend, unterhaltsam und unwiderstehlich geistreich. Ein Hörbuch, das Sie zum Mit- und Nachdenken anregt und das Sie immer wieder gerne hören!
Audible wünscht gute Unterhaltung!

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Kritikerstimmen

Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan.
-- Elke Heidenreich

Diese herausragende Denk-Fibel trifft den Nerv der Zeit. Precht speist uns nicht mit simplen Guru-Weisheiten ab, sondern gibt differenzierte, verständliche Antworten auf Lebensfragen.
-- Nürnberger Nachrichten

Ein fantastisches, ein brillantes Buch!
-- Markus Lanz, ZDF

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Für das Denken begeistern

Ein echter Audible-Coup! Der Longseller von Richard David Precht als ungekürzte Lesung! Prechts Buch ist ein Meisterwerk der Verständlichkeit. Spannend, unterhaltsam, unwiderstehlich geistreich. Zum immer wieder hören. Hinreißend schon die Eröffnung mit den berühmten ersten Sätzen aus Nietzsches "Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne". Richard David Precht ist ein großartiger Übersetzer. Über die Jahre bin ich im Umgang mit rühmenden Klappentexten sehr vorsichtig geworden. Aber die Hörenden die Prechts Buch jetzt in den Händen halten und nocheinmal die Buchrückseite lesen werden nach dem Genuß dieser großartigen Lesung sich zur Zustimmung bereit finden: Prechts Buch ist von ganz besonderem Reiz! In meiner unersättlichen Bildungsgier kann ich nicht umhin das Audible Team mit einem großen Wunsch zu bestürmen: Möge auch "Der Kunst kein Egoist zu sein" die Ehre einer vollständigen Lesung zuteil werden. Eine textkritische, ehrenrettende Anmerkung muß sein: Bei 1:58:40 "zitiert" Precht den großen Virchow mit seinem berüchtigten Wort "Ich habe schon tausend Leichen seziert aber dasbei noch keine Seele gefunden!".Rudolf Virchow hat sich gegen diese aphilosophische Plattheit immer wieder leidenschaftlich verwahrt. Aber wieder und wieder wird dieses "Zitat" kolportiert. Für einen so kritischen Geist wie Precht eine erstaunliche Läßlichkeit. Sei es drum. Energischste Hörempfehlung! Vielen herzlichen Dank an das Audible-Team. Beglückend!
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- doktorFaustus

Eine Selbstdarstellung, schwer zu ertragen

Um es vorweg zu nehmen. Ich kann die sehr guten Bewertungen für dieses Buch nicht nachvollziehen. Es ist eine Aneinanderreihung von Philosophen, gefolgt von abstrusen Behauptungen und den vermeintlichen, wissenschaftlichen Beweisen.

Precht scheint von Biologie und Psychologie sehr angetan zu sein. Zumindest nutzt er vermeintliche Erkenntnisse aus diesen Bereichen, um Behauptungen als unumstössliche Tatsachen darzustellen. Es versteht sich, dass er genau diejenigen heraussucht, die seine Behauptungen untermauern.

Wissenschaftliche Studien können durchaus ein Beweis für eine Tatsache liefern. Beispielsweise die Tatsache, dass ein Apfel der Gesundheit förderlich ist. Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden, sind es in der Regel nicht. Beispielsweise der Glaube, dass die gesundheitlich förderliche Wirkung durch die "guten" Stoffe, wie Vitamine und Antioxidantien, im Apfel erfolgt. dem entgegen können es genauso gut die Gifte im Apfel sein, die den Körper stressen. In der apfelfreien Zeit fhrt das dazu, dass sich der Körper stärker aufbaut um besser gegen den nächsten Giftangriff gewappnet zu sein.

Ein Beispiel aus dem Buch gefällig? Precht behauptet, dass im Genom des Menschen eine Moral verankert sei. Der Mensch wüsste also von Natur aus, was "gut" oder "böse" wäre. Als vermeintlichen Beweis liefert er dann eine Umfrage von Hauser. Hauser stellte folgende zwei Fragen:

1. Stellen Sie sich vor, ein unbemannter Zug rast auf 5 Gleisarbeiter zu. Sie haben die Möglichkeit, im letzten Moment eine Weiche zu verstellen, woraufhin der Zug auf ein anderes Gleis gerät und dort nur einen einzigen Gleisarbeiter tötet. Würden Sie die Weiche verstellen?

2. Selbe Situation, doch diesmal rast der unbemannte Zug auf einem Gleis ohne Weiche. Sie stehen auf einer Brücke, neben Ihnen ein sehr fetter Mann. Das Geländer ist niedrig. Würde dieser Mann auf die Gleise unten fallen, würde das den Zug stoppen und 5 Gleisarbeiter retten, die weiter hinten auf dem Gleis stehen.

Das Resultat aller Befragten war eindeutig. Nahezu alle würden im ersten Fall die Weiche betätigen, jedoch niemand den Mann hinunter stossen. Wobei nach Hauser beide Fälle gleich wären. Man würde eine Person zum Nutzen von 5 anderen Personen umbringen.

Hauser befragte Menschen aus verschiedenen Kulturen, auch Nomaden, so Precht. Und deshalb schlussfolgert Precht, dass alle Menschen die selbe Moral hätten und diese im Genom verankert wäre.

Ganz ehrlich, das ist unerträglich. Nicht einmal ich und meine Frau sind uns einig darüber, was "gut" oder "böse" wäre. Nur einmal als Beispiel. Töten soll böse sein. Doch was, wenn es so etwas wie den Tod nicht gibt? Schliesslich läuft alles in diesem Universum in Kreisläufen. Und das Leben soll eine Gerade sein? Sieht man von den Pflanzen ab, sind alle Lebewesen gezwungen zu töten um zu leben. Wäre dann nicht die Existenz ansich böse? Zumindest dann, wenn man an einen Tod glaubt. Ist es böse, wenn man als Soldat tötet? Oder man sich selbst verteidigt?

Und wer wurde überhaupt von Hauser befragt? Nomaden schön und gut. Sie kannten zumindest Eisenbahnen. Ist es verwunderlich, dass sich Menschen in einer derart globalisierten Welt immer weiter annähren. Auch mit Moral, die doch entgegen Prechts Behauptung nichts anderes, als ein Gedankenkonstrukt darstellt. Precht könnte gut als Priester durchgehen, denn mit seinem Glauben, könnte er auch von einem thronenden Gott sprechen, der als oberste moralische Instanz über das Schicksal des Menschen urteilt.

Und was ist mit den Kannibalen aus Papua Neuguinea? Fehlt denen die genetisch verankerte Moral? Wie liesse sich die Massentierhaltung mit einer genetisch verankerten Moral erklären?

Und wie sieht es überhaupt bei den Fragen aus, die Hauser stellte? Sind die so eindeutig? Wenn mir jemand diese Fragen stelen würde, wäre meine Antwort im ersten Fall sicher anders gewesen. Denn ich hätte die Weiche nicht gestellt. Ist man denn berechtigt, den Wert von 5 Menschen höher einzustufen, als den Wert des eines einzelnen Menschen. Wie wäre es denn, wenn dieser einzelne Mensch ein lieber Freun oder Verwandter wäre?

Und wie sieht es mit dem zweiten Fall aus. Wie kann ich denn sicher sein, dass der fette Mann den Zug wirklich stoppt? Die Wahscheinlichkeit, dass dem so wäre tendiert gegen Null. Und würde ich mich damit in den meisten Kulturen nicht des Mordes schuldig machen? Und genau da kommt man zur Essenz der Moral. Ein aufgestelltes Gedankenkonstrukt, dass uns früh vermittelt wird, um in einer Gesellschaft, nach unseren subjektiven Vorstellungen miteinander leben zu können.

Sie gehen damit nicht konform. Gut das sei Ihnen gestattet. Aber ich erhebe diese Behauptungen auch nicht zu unumstösslichen Tatsachen, wie es Precht tut. Und genau das machte dieses Buch unerträglich für mich.

Ich hätte das Buch wohl bis zum Ende gehört, wenn Precht seine Behauptungen nicht als Tatsachen hinstellen und von verschiedenen Sichtweisen beleuchten würde. So ist es nur eine Selbstdarstellung mit unhaltbaren Behauptungen.

Und glauben Sie bitte nicht, dass es sich nur um eine kurze Stelle im Buch handeln würde. Nahezu bei allen angesprochenen Themen empfand ich es als Werk eines dem Materialismus hinterherhechelnden Selbstdarstellers, der über den Tellerrand blicken sollte um seine Erkenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Der Buddhismus bietet beispielsweise viele Antworten auf seine rethorisch gestellten Fragen, die Precht aufzeigen könnten, wie weit er sich von der vermeintlich gefundenen Wahrheit entfernt befindet.

Ich werde dieses Buch in jedem Fall zurückgeben und bin Audible dankbar, dass sie das ermöglichen.
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- fosca

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 07.03.2012
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland