Wer wir waren

  • von Roger Willemsen
  • Sprecher: Christian Brückner
  • 1 Std. 11 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Im Sommer vor seinem Tod arbeitete Roger Willemsen an einem neuen Buch: "Wer wir waren" sollte es heißen. Er sah sich unsere Gegenwart an, als wäre er schon viele Jahre weiter in die Zukunft gereist: Was machen wir gerade mit dieser Welt und unserem Leben? Warum machen wir das? Und warum machen wir es nicht anders, obwohl wir wissen, dass wir so in die Katastrophe schlittern? Roger Willemsen arbeitete an diesem Buch mit großer Entschiedenheit und Leidenschaft.

"Wer wir waren" sollte im Herbst 2016 erscheinen, aber Roger Willemsen hörte auf zu schreiben, als er von seiner Krankheit erfuhr. Er trat auch nicht mehr auf. Kurz vorher hatte er im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eine Rede von mitreißendem Furor gehalten, in der er den Kern von "Wer wir waren" formuliert hat. Sie war für ihn von großer Bedeutung und ist es für uns umso mehr: Es war sein letzter Auftritt, es ist sein letzter Text.

Uns haben viele Briefe erreicht, in denen Roger Willemsens Leserinnen und Leser fragen, ob wir wissen, was er zu den politischen und sozialen Entwicklungen unserer Tage gesagt hätte. Diese Rede gibt darauf Antworten. Auch deswegen haben wir uns entschlossen, sie zu veröffentlichen. Ihr Aufruf, sich nicht einverstanden zu erklären, lässt uns alle spüren, wen wir verloren haben. Und was wir ihm und uns schuldig sind.

weiterlesen

Das könnte Ihnen auch gefallen:

Hörerrezensionen

Hilfreichste

Kristallklare Vision einer zweifelhaften Zukunft

Auf Ludwig Hirschs großartigen Album "Komm, großer schwarzer Vogel" gibt es einen Titel mit dem Namen "1928". Darin überlebt nur ein alter zerbeulter Filmprojektor den großen, allerletzten Knall, den wir Menschen auf der Erde verursachen.
Die, die dann kommen und den Projektor anstellen werden einen Mickey Mouse Film sehen und sagen: "Sie waren lustig, diese Menschen".

Roger Willemsen geht nicht so weit, sich die, die nach uns kommen vorzustellen, doch er reflektiert aus einer ähnlichen Perspektive über unsere Werte, unsere Träume und Wünsche und vor allem über das, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind, bzw. waren.

Sicherlich haben wir mit Roger Willemsen einen der größten zeitgenössischen deutschen Denker (viel zu früh) verloren. Eigentlich sollte "Wer wir waren" ein Buch werden.
Bedingt durch Krankheit und Tod ist es zumindest eine überaus tiefsinnige Schrift geworden, die man durchaus mehr als einmal hören sollte. Auch, wenn einen dieses Werk zurecht in eine melancholische Stimmung zu versetzen weiß.
Volle Punktzahl für Gedanken, Weißheit und Vortrag!
Lesen Sie weiter...

- Jan

Ein unschätzbar, wertvolles Vermächtnis

Ich habe soeben das Hörbuch gehört. Zutiefst berührend. Mit Roger Willemsen hat die Welt einen wichtigen Verteidiger der Kultur und der Humanistischen Bildung verloren. Er veranlasst zum Nachdenken...wer waren wir ...Menschen, die sich effektiv selbst ausbeuten und sich ausbeuten lassen? Wo waren unsere Werte? Respekt,Achtung,Selbstachtung, Verantwortung,Wertschätzung, Mitgefühl,Verständnis...Ich kann nur sagen:Tolles Hörbuch!Das zum Nachdenken anregt und trotz allem den Funken Hoffnung nicht sterben lässt👍
Lesen Sie weiter...

- Dorothée Fischer

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 29.12.2016
  • Verlag: tacheles! / Roof Music