Wir schaffen das - aber so nicht

  • von Gerd Pfitzenmaier, Lukas Diringshoff
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • 5 Std. 10 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Eine Katastrophe mit Ansage: Wer die Welt aufmerksam beobachtete, wusste schon lange, was auf Europa und auf Deutschland zukommt. Das Versagen der Politik: Wer sich jetzt vom Flüchtlingsstrom überrascht zeigt, der seit Sommer 2015 zu uns kommt, ist ein Heuchler. Die Reaktion der Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft auf die neue Lage im Land ist mehr als fragwürdig. Abschottung und Abschiebung können das humanitäre Problem nicht lösen, das zum Großteil unsere eigene, arrogante Politik verursacht, die über Jahre nicht die Menschen, sondern den Mammon in den Fokus rückte.
Terror und Hass: Seit 2015 verbreiten sie auch in Deutschland und Europa Angst und Schrecken. Die Unsicherheit schürt den Unmut. Er macht sich in Attacken gegen Flüchtlinge Luft. Die andere Seite der Medaille: Die Recherchen zu diesem Hörbuch zeigen neben der Gefahr durch den Terror des Islamischen Staats auch, wie ihm zu begegnen ist. Ernsthafte Integration, der Wille zur Gemeinsamkeit und ein offenes Aufeinander-Zugehen können Hass dämpfen und Terror verhindern. Gefordert sind beide Seiten: So sicher es ist, dass Abschottung und Abschiebung das Flüchtlingsproblem nicht lösen werden, so treffend gilt auch, dass ein Zusammenleben nur funktioniert, wenn Flüchtlinge und Deutsche voneinander lernen und aufeinander zugehen. Die Vision von der Zukunft unseres Landes entwickeln wir am besten gemeinsam.

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Wir schaffen das

Wir schaffen das - wenn wir uns solidarisch auf unsere zivilgesellschaftliche Stärke besinnen. Die BRD ist wohl eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Wir können langfristig mit unseren Werten, unseren Traditionen und dem immensen kulturellen Reichtum des vereinigten Deutschland überzeugen. Parlamentarische Demokratie, Gleichberechtigung von Mann und Frau, sexuelle Selbstbestimmung,Rechts- und Sozialstaat, Gewaltenteilung, Trennung von Staat und Kirche. All diese großen Errungenschaften stehen nicht kulturrelativierend zur Disposition, sondern sind unverhandelbar. Die Vorstellung eines Nationalstaates dessen Volk ethnisch homogen ist, ist eine geschichtslose - mit Verlaub - naive Fiktion.
Die Fluchtbewegung von weltweit schätzungsweise 60 Millionen Menschen ist eine unhintergehbare Realität der sich die mächtigen und reichen Staaten der Welt stellen müssen.
Multikulti ist nicht gescheitert, Multikulti ist das Erfolgsmodell schlechthin:
"Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor –seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. –Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant –das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt –und –und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven, und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald, und –ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen." (Carl Zuckmayer - Des Teufels General)
Dieses kompakte Hörbuch spricht Klartext. Hier wird sehr deutlich von gravierenden Problemen und skandalösen Mißständen als auch von Chancen und hoffnungsvoll stimmenden Perspektiven gehandelt. Ein erhellender, argumentativ starker Diskussionsbeitrag.
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Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2016
  • Verlag: ABOD Verlag