Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

  • von Sebastian Niedlich
  • Sprecher: Matthias Keller
  • 9 Std. 38 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern - und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann...

Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

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Beschreibung von Audible

Mein Freund, der Tod: Zwiegespräche mit einem ungewöhnlichen Besucher"Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich ist kein gewöhnliches Hörbuch. Denn hier wartet eine ganze Wagenladung skurriler Ereignisse auf die Zuhörer: Am Sterbebett seiner Großmutter hat Martin nicht viel Zeit für Trauer, denn der Tod selbst tritt in Erscheinung - glücklich darüber, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Und er hat Martin rasch als seinen neuen Kumpel auserkoren.
Der Tod nimmt seine Aufgabe als bester Freund todernst. Im Laufe der Geschichte taucht er immer dann bei Martin auf, wenn dieser ihn am wenigsten bei sich haben möchte. Brisant wird das, als Martin endlich eine Frau kennenlernt, die sich ernsthaft für ihn zu interessieren scheint.
"Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" ist ein Angriff auf die Lachmuskeln, den Sie Minute für Minute genießen werden. Humorvoll vorgetragen von Matthias Keller ist dieses Hörbuch eine der wohl ungewöhnlichsten Geschichten der letzten Jahre.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Hmmmmm ...

Schwer über das Buch zu schreiben, vermutlich wird jeder etwas Anderes darin sehen.
Eine Inhaltsangabe erspar ich mir, gibt es bei den anderen Rezensionen schon genug.

Also lustig, komisch oder humorvoll fand ich das Hörbuch nicht - eher in Richtung die ernsten, uns alle zwangsläufig betreffenden Themen - Sinn des Lebens und Tod (auf die es keine rationalen Antworten gibt) - stellenweise amüsant betrachtet. Martin kann den Tod sehen und sich mit ihm unterhalten. Tod mischt sich in sein Leben ein, will ihn für seinen Job gewinnen. Will Martin liebevoll bis eigennützig, streckenweise lästig, auf seine Seite bringen. Der Tod ist in dem Buch nicht der Sensenmann, der Schnitter, der die Menschen aus dem Leben holt. Tod ist ein sympathischer, eher jugendlicher Endzwanziger/Dreißiger, mit blassem Gesicht und Dank dem Vorleser einer unglaublich angenehmen, betörenden Stimmer. Er tötet nicht, er sammelt nur die Seelen der Verstorbenen, in Form von Schmetterlingen ein.

Philosophische Komponenten kann man in Martins Lebensgeschichte hineininterpretieren, ist Geschmackssache - mir wären die Ansätze dafür aber zu dünn und das Ende zu versöhnlich. Glaube auch nicht, dass der Autor dem Leser etwas sagen will, außer: Alles wird irgendwie gut. Und dabei sollte man es auch belassen.

Ohne dass der Plot an sich so unglaublich spannend wäre, wird man in die Geschichte hineingezogen. Ein Stilmittel des Autors sind die klare Sprache und kurze, schnörkellose Sätze. Geht eher in Richtung Berichterstattung. Passt aber, nachdem es nur eine Handlungsebene gibt.

Mir hat das Buch gefallen - genial der Vorleser Matthias Keller als Tod.
Das Hörbuch geht auch in Richtung "Der Liebe Gott macht blau", von Arto Paasilina.
Wem "Tod" gefallen hat, der mag auch "Gott" ;-)).
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- eva christine

Interessante Story, sehr humorvoll geschrieben

Eins vorneweg. Dieses Hörbuch hat mich sehr gut unterhalten, ich musste – trotz des ernsten Hintergrundes – sehr oft laut lachen. Denn es ist insgesamt äußerst humorvoll geschrieben.

Martin hat eine seltene Gabe. Er kann den Leibhaftigen sehen. Der Tod findet das ausgesprochen interessant und möchte Martins Freund werden. Denn es gibt ja sonst niemanden, mit dem er sich unterhalten kann. Außerdem ist er der festen Überzeugung, dass Martin sein Nachfolger werden soll. Schließlich macht er den Job schon seit 500 Jahren, es reicht ihm langsam. Fortan setzt er alles daran, Martin das Leben zu versauen. Schon in der Grundschule sorgt er dafür, dass Martin ein Einzelgänger wird. Beim Sportunterricht lenkt er das Schicksal so, dass Martins Freund Gerrit von einem Speer tödlich verletzt wird und nicht Martin. Gerrit war Martins einziger Freund. In Martins erster Beziehung mit einem Mädchen taucht er immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten auf und bringt Martin immer komplett aus dem Konzept, was zur Folge hat, dass sich seine Freundin von ihm trennt. Doch Martins größte Liebe ist sowieso Anja. Leider hat er bei ihr zunächst überhaupt keine Chancen.

Martin ist über die erzwungene Freundschaft zum Tod nicht sehr glücklich. Doch dieser ist sehr aufdringlich und kommt immer wieder vorbei, mal zum Schach spielen, mal einfach nur zum Quatschen, mal um ihn ja in seiner Isolation zu belassen. Martin setzt alles daran, dem Tod seine Stirn zu bieten. Denn er will und kann einfach nicht glauben, dass das Leben der Menschen vorbestimmt sei und dass der Todeszeitpunkt von jedem Menschen bereits feststeht. So wird er zunächst Rettungsschwimmer beim DLRG und studiert später Medizin, um die Menschen zu retten und ihnen zu helfen, wo er nur kann. Hier gibt es urkomische Situationen, in denen Martin um das Leben eines Menschen kämpft und der Tod schon parat steht, um die Seele des Menschen einzufangen.

Ich kannte die Karikatur des Todes bisher nur mit einem schwarzen Kapuzenumhang und einer Sense in der Hand. In diesem Buch trägt der Tod zwar auch einen schwarzen Kapuzenumhang, jedoch keine Sense. Hier ist er mit einem Köcher “bewaffnet” mit dem er die Seelen – hier in Form von Schmetterlingen – einfängt, um sie sicher an ihren Bestimmungsort zu bringen. An manchen Tagen hat der Tod besonders viel zu tun. So z. B. bei dem Terroranschlag vom 11.09. auf das World-Trade-Center. Hier flattern sehr viele Schmetterlinge durch die Luft und der Tod benötigt dringend Martins Hilfe, um alle Schmetterlinge einfangen zu können.

Nach und nach bekommt Martin die Fähigkeiten, die der Tod besitzt, übertragen. So kann er z. B. an zwei Orten gleichzeitig sein, kann innerhalb einer Sekunde von einem Ort an einen anderen springen, kann über das Wasser gehen und er kann auch sehen, wer wann an was sterben wird. Gar nicht so einfach, mit solch einem Wissen durchs Leben zu gehen.

Doch mehr will ich über den Inhalt nicht erzählen, auch wenn es noch ganz viele Erlebnisse in Martins Leben gibt. Insgesamt ist das Buch äußerst humorvoll. Und auch wenn es sich um ein sehr ernstes Thema handelt, wirkt es durch die lockere Erzählweise nie niederdrückend.

Die verschiedenen Charaktere fand ich ganz toll dargestellt. Besonders natürlich Martin und der Tod haben es mir angetan. Aber auch alle anderen wurden sehr lebensecht und glaubhaft beschrieben.

Von mir gibt es für dieses Hörbuch eine klare Hörempfehlung. Denn auch der Sprecher Matthias Keller passte sehr gut zu dieser skurrilen Story.
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- Ute

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 06.08.2015
  • Verlag: Audible Studios