Beschreibung von Audible

Zwischen Anteilnahme und Abscheu: Die komplexe Frage "Was ist Schuld?" Ein Junge verliebt sich in eine gestandene Frau. Während er ihr aus den Werken der Weltliteratur vorliest, hütet sie ein Geheimnis, das Jahre später ihre Beziehung infrage stellen wird. Bernhard Schlinks "Der Vorleser" ist eine leise, fast philosophische Reflexion über die komplexe Frage "Was ist Schuld?"
Sprecher Hans Korte ist für das ungekürzte Hörbuch die ideale Besetzung. Seine reife Stimme und nahbare Erzählweise passen zu den Betrachtungen des Ich-Erzählers Michael Berg über seine Jugend mit Hanna Schmitz. Er findet die richtige Mischung zwischen distanzierter Betrachtung, Rechtfertigungsversuchen und Zweifeln, zwischen Anteilnahme und Abscheu.
"Der Vorleser" ist eine Geschichte, wie sie lebensnaher kaum sein könnte. Weil sie deutlich macht, dass Schuld in vielen Gestalten daherkommt. Weil sie schonungslos ehrlich und dennoch ohne übertriebene Effekte mit ihrem Thema umgeht. Und weil sie dem Hörer verdeutlicht, dass jede Begegnung fürs Leben prägt.
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Inhaltsangabe

Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er...und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
(c)+(p) 2007 Diogenes Verlag AG
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Kritikerstimmen

Aus dem international gefeierten "Vorleser" ist endlich ein fesselndes Hörbuch geworden. Mit der Stimme von Hans Korte.
--hr1.de Eine hervorragende Hörbuchfassung.
--Berner Zeitung
Sehr empfehlenswert, von Hans Korte glänzend gesprochen.
--Rheinische Post
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von folgren Am hilfreichsten 25.10.2007

Begegnung mit der Geschichte

Ein fünfzehnjähriger Junge verliebt sich in eine Frau von Mitte Dreißig. Das ist oft erzählt worden und ufert nicht selten in erotischen Finessen aus. Anders bei Schlink. Zwar widmet auch er sich dem ersten Mal, der aufschwellenden Leidenschaft eines Pubertären, den alles Rätselhafte an einer Frau fasziniert, die alle Fragen nach ihrer Vergangenheit dominant abschmettert. Als Hanna verschwindet, bleibt sie für immer in seiner Erinnerung haften. Wie das bei ersten Lieben halt so ist. Doch Schlink ist ein zu guter Autor, um es bei den Wirrungen eines Heranwachsenden zu belassen. Sein vermeintliches Liebespaar begegnet sich wieder. Im Gerichtssaal. Um dort miterleben zu müssen, wie der Schrecken der deutschen Vergangenheit seine Maske ablegt und hinter dem Schöne eine Fratze erscheint. Die Geliebte war KZ-Aufseherin, führt einen für sie plausiblen Grund an, warum der Weg für sie der einzig machbare war. Die Frage nach der Schuld ist umso erschüttender, jener weniger distanziert man sie betrachten kann, je mehr einem die Täter nicht wie abstrakter Scheusale nahe gebracht werden, je menschlicher sie einem erscheinen und einen Leser mit der Frage konfrontieren, wieso gerade sie. Das Dritte Reich hätte ohne dieses Fundament nicht existieren können. Fassungslos sehen wir mit Michaels Augen, daß wir nichts über die Menschen wissen. Nicht wie sie reagieren, nicht wie sie mit ihrer Schuld umgehen, nicht wie sie sich Masken anpassen, um zu jeder Zeit zurechtzukommen. Bernhard Schlink ist mit diesem schlanken Roman etwas gelungen, das nicht mit allen zu beantworteten Fragen der Geschichte belastet werden sollte. Würde man Hannas Hintergrund nicht kennen, handelte es sich doch nur um die Liebesgeschichte zwischen einem Fünfzehnjährigen und einer Frau. Oder? Und wie sähe die deutsche Nachkriegsgeschichte aus, wenn es uns nicht gelungen wäre, uns selber etwas vorzumachen?

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33 von 34 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von Leseratte Am hilfreichsten 22.11.2007

Schuld

Beim ersten Lesen habe ich den Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink verschlungen, das Hörbuch zwingt - und das meine ich wahrhaftig nicht negativ - zum genauen Zuhören und der ruhige, intensive Vortrag lässt kein Wort ungehört. Immer tiefer trägt die Geschichte und fesselt auch noch lange, nachdem man längst zu Ende gehört hat. Die alte Frage nach Schuld oder Verständnis bleibt im Kopf, die Täterin bekommt hier ein Gesicht und es ist Schlinks Schluss-Szene zu verdanken, dass man nicht ins Wanken kommt und sich für "schuldig" entscheidet. Aber die bohrende Frage nach dem "was wäre wenn...." bleibt offen und ist heute genauso brisant wie vor 70 Jahren.

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14 von 14 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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