Inhaltsangabe

Gerry Fegan galt als der harte Mann der IRA. Wegen zahlreicher Morde hat er zwölf Jahre im Gefängnis gesessen. Als er wieder herauskommt, hat die Welt sich verändert. In Nordirland ist der Frieden verkündet worden. Seine einstigen Weggefährten haben sich mit der neuen Zeit arrangiert. Nur Gerry Fegan gelingt das nicht - er wird verfolgt, Tag und Nacht. Die Geister seiner zwölf Opfer scheinen ihm nachzustellen - unschuldige Männer, Frauen und Kinder. Und sie erteilen ihm Befehle. "Wenn du willst, dass ich verschwinde, musst du die töten, die dir die Befehle zum Töten gegeben haben." Sein erstes Opfer ist Michael McKenna, ein alter Freund, der nun Politiker geworden ist und die Strippen zieht. In Belfast bricht Unruhe aus. Wer könnte einen alten verdienten IRA-Mann getötet haben? Sind gewisse Kräfte dabei, die alten Konflikte wieder aufleben zu lassen? Fegan macht weiter - noch elf Geister verfolgen ihn.
Atmosphärisch dicht erzählt Stuart Neville von einem zerrissenen Land. Ausgezeichnet als bester Thriller des Jahres.

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©2011 Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin. Deutsche Übersetzung von Armin Gontermann (P)2013 Audible GmbH
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Kritikerstimmen

Ein Buch, das mehr ist als ein Krimi und doch so spannend wie die besten Beispiele für dieses Genre.
-- NDR
Vor dem genau recherchierten Hintergrund der Kämpfe in Nordirland spielt sich dieser wirklich spannende, mit einer wohldosierten Prise Übernatürlichkeit gewürzte Krimi ab.
-- FAZ.net
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Flyboy01 Am hilfreichsten 19.11.2013

Bittere Botschaft

Wir erinnern uns nur noch dunkel an den steten Strom der Nachrichten aus Nordirland: Kaum ein Tag verging ohne Bombenattentate, blutige Straßenschlachten, Tote und Verletzte. Es fiel sehr schwer, die Gründe für diesen Horror zu verstehen. In "Die Schatten von Belfast" macht Stuart Neville schonungslos klar: Vielen ging es mitnichten um Religion oder politische Selbstbestimmung, sondern um Macht und Geld. Männer, von der Propaganda zu mutigen, selbstlosen Heroen stilisiert, werden als skrupellose Gangster und Mörder entlarvt.

Einer von ihnen ist Gerry Fegan. Er hat zwölf Menschen auf dem Gewissen. Als er vorzeitig aufs dem Gefängnis entlassen wird, folgen ihm die Toten als Schattenwesen, die nur er in seiner Phantasie sehen kann. Sie verlangen stumm: Töte alle, die Schuld an unserm Tod tragen. Und das sind allesamt gefährliche, äußerst brutale Funktionäre der "Partei". Neville spricht an keiner Stelle von der IRA oder ihrem politischen Arm, der Sinn Féin, aber es ist ganz offensichtlich, wen er meint.

Fegan, von Schuldgefühlen gequält und desillusioniert, folgt dem Befehl der Schatten, die ihre Zielpersonen markieren, indem sie mit einer zur Pistole geformten Hand auf deren Köpfe zielen. Zu Fegans Entsetzen zählt auch ein Priester dazu, der weg sah, als verwundete Soldaten des Ulster Defence Regiments von Fegan erschossen wurden, statt ihr Leben durch seine priesterliche Autorität zu retten.

Helmut Krauss erzählt die Geschichte ungerührt mit sonorer Stimme. Er verzichtet auf jede Inszenierung, selbst dramatische Dialoge klingen beiläufig und seltsam emotionslos. Schade, da war mehr drin.

Neville schafft eine düstere, bedrohliche Atmosphäre in der Angst, Verrat, gewissenlose Gewalt auch gegen Frauen und Kinder, Folter, Erpressung und schließlich erbarmungslose Morde zu einem gnadenlos grausamen Finale eskalieren. Nevilles bittere Botschaft: Die "politischen Unruhen" in Nordirland waren hinter den Kulissen primitive Machtkämpfe ohne jede Moral und Rechtfertigung. Und ein tödlicher Teufelskreis für jene – wie Fegan – die das nicht rechtzeitig erkannten.

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9 von 12 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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