Inhaltsangabe

Olivier Passan, Polizeikommissar und Einzelgänger, steht kurz davor, einen raffinierten Serienkiller zu stellen, der es auf schwangere Frauen abgesehen hat. Zugleich versucht er zu begreifen, warum die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko offenbar gescheitert ist. Als in ihrem gemeinsamen Haus bedrohliche Dinge geschehen, vermutet Passan zunächst einen Racheakt des Killers. Doch dann stellt sich heraus, dass die Anschläge mit der geheimnisvollen Vergangenheit Naokos zu tun haben.
©2013 Bastei Lübbe (P)2013 Lübbe Audio
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Stephan Am hilfreichsten 28.07.2013

Guter Thriller, aber Klappentext nicht lesen!

Grangé reift sichtlich heran, sein neuer Thriller ist vielschichtig und bricht gekonnt mit einigen Genre-Standards. Das Hin und Her zwischen hartem französischen Cop-Thriller und den Lebensgeschichten seiner Protagonisten ist gekonnt in Szene gesetzt. Der Plot und natürlich auch die tolle Lesung von Ditmar Wunder erinnern an die besten Lincoln-Rhyme-Krimis von Jeffery Deaver. Das alles könnte also äußerst spannend sein. Ist es aber dann doch nicht.
Der finale Dreh der Story wird nämlich schon im Klappentext verraten. Die ersten zwei Drittel der Story weiß man, dass es doch noch anders kommt. Danke. Wer schreibt sowas? Redakteure, die auf den Textbaustein "doch dann stellt sich heraus, dass ..." auch nicht verzichten können, wenn sie damit bis ins letzte Fünftel der Story vorspringen?
Da macht ein Autor wie Grangé einen wirklich guten Job - und dann wird das Lesevergnügen von einem ignoranten oder ahnungslosen Lektor ruiniert.
Mir ist klar, dass Audible die Klappentexte der Verlage übernimmt (wahrscheinlich übernehmen muss, da eigene Texte zu viel Aufwand erfordern würden und 95 % der Verlagstexte sind ja auch okay). Aber bei diesem an sich tollen Thriller ist es echt eine Schande …

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27 von 28 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

1 out of 5 stars
Von Hans-georg Hennemann Am hilfreichsten 16.08.2013

Oh, oh, oh ...Herr Grange...

..was war das denn!?

Ich erinnere mich mit wohligem Grusel an Thriller wie "Der Flug der Störche", "Das Herz der Hölle", "Die purpurnen Flüsse", "Das Imperium der Wölfe", die einem nervenzerfetzende Spannung boten, eine mythisch-dämonische Handlung und in jedem Fall ein äußerst kurzweiliges Hör/Lesevergnügen bei einer - bis auf das traditionell etwas schwache Finale - ausgeklügelten Story. Schon kurz danach kam mit "Der steinerne Kreis" eine echte Gurke. "Choral des Todes war auch noch interessant, wenn auch nicht spannend und "Der Wald der stummen Schreie" interessant aber "verlesen". Mit dem "Ursprung allen Bösen"s kam dann ein sehr untypischer Grange, den man noch immer gut hören konnte, der aber auch nicht mehr super spannend war, aber eine interessant konstruierte Story hatte.
Aber das hier,...!?
"Die Wahrheit des Blutes" ist Ausschuß. Die Story beginnt bemüht mit einer gewollte wirkenden Personenbeschreibung. Grange versucht zu seinen schon fast geschmacklosen Mordszenen der ersten Romane wieder an altbewährtes anzuknüpfen, scheitert aber kläglich mit purer Einfallslosigkeit bei Motivation und "Durchhaltevermögen" des Killers. Offenabr hat der Autor das auch selbst gemerkt und das uder komplett rumgeworfen: Ganz plötzlich ändert sich der Schwerpunkt der Geschichte vollkommen, ohne daß es auch nur den geringesten Zusammenhang mit der Eröffnung geben würde. Die dann für die neue Situation konstruierte Erklärung darf der Protagonist auch nicht etwa durch penible Polizeiarbeit entdecken, sonder sie wird einfach mal so in einem Monolog doziert... Die tatsächlichen HIntergründe sind für Grange-Verhältnisse furchtbar banal. Die darum gestrickte Wahnsinns-Story wirkt dann auch noch so unmotivert, daß man sie sich auch sparen könnte.
Dietmar Wunder ist um diesen Leseauftrag nicht zu beneiden. Er gibt sich zwar größte Mühe, den Stoff dramatisch zu lesen, aber wo nichts ist, kann er auch nichts hinzaubern.
Schade, schade. Die frühen Granges waren wirkliche Nervenzerfetzer. Die letzten paar waren besetnfalls ..."ok"... und jetzt..?

Das war nichts. Lohnt die Zeit nicht. Beileid für Wunder.

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17 von 20 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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