Inhaltsangabe

Reich an Glanz und voller Schatten ist die Geschichte der Familie Salz - im Zentrum dabei immer: das prächtige Hotel Fürstenhof in Leipzig. Herr Salz, der ehemalige Pächter des Löwenbräukellers in München, kauft es 1914; seine Tochter, die Schauspielerin Lola aber wird es lange nicht betreten - nicht im Zweiten Weltkrieg, nicht danach, als das Hotel Staatseigentum der DDR ist und Lola mit ihrer fragilen Tochter Aveline in München lebt. Erst Kurt Salz holt es nach 1989 wieder in den Familienbesitz zurück. Lola regiert endlich über das Hotel und immer noch über eine Familie, die zerrüttet ist - vom Wandel der Zeiten und den Versuchen, ein Leben jenseits des Fürstenhofes zu führen.

Der überraschende, faszinierende Roman einer höchst eigenwilligen Familie, in der sich die Schatten einer Generation auf die nächste legen - auch wenn jeder versucht, sein Leben in ein ganz neues Licht zu rücken.


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Kritikerstimmen


Besonders effektvoll sind Kloebles böser Witz und sein schnörkelloser Ton - umso lakonischer, je schrecklicher das Ereignis.
-- Doris Kraus, Die Presse am Sonntag (09.10.2016)

Wenn sie fesselnd geschrieben sind (...) verfügen Familiengeschichten über einen ganz eigenen Charme. Christopher Kloeble hat eine solche von der Familie Salz geschaffen.
-- Foyer-Kulturjournal (15.11.2016)
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Isabel Am hilfreichsten 31.08.2017

Gut aber etwas zu viel

Der Roman ist gut und bestimmt nicht langweilig, für meinen Geschmack aber etwas zu viel "Information und Geschichte" auf engem Raum.
Die ersten zwei Hörstunden empfand ich als eher Durchschnittlich und teils auch etwas merkwürdig, das änderte sich ins positive je länger ich hörte. Jedoch habe ich mich oft gefragt was der Autor mit der Geschichte bezweckte, man findet oberflächlich philosophische Segmente, plötzlich längere historische Passagen und dann wieder spannende oder Gesellschaftskritische Passagen. Das erweckt leider beim Leser (oder zumindest bei mir) den Eindruck der Autor versuchte all seine kreativen Ideen in einem Roman zu verpacken obwohl man der einzelnen auch einfach mehr Raum hätte geben können. Das ist ein wenig schade!
Trotzdem insgesamt gut!

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von Caroline Schumann Am hilfreichsten 29.11.2017

Nichts für leichte Gemüter

Wer die zivilen Kriegsgeschichten nicht hören kann, der sollte sich dieses Hörbuch nicht kaufen.
Hautnah werden Erlebnisse während des 2 WK einer Mutter mit 2 Kindern erzählt. Mit vielen Kriegsschrecken von denen man weiß oder erahnt. Sie werden generationsübergreifend verarbeitet. Der ein oder andere erkennt evtl seine eigene Familiengeschichte und es wird umso klarer warum Großeltern/Eltern so sind wie sie sind. Die Geschichte ermöglicht es jeder Generation ein Wiederfinden in den erzählenden Protagonisten. Das Verstehen (unserer Großeltern, Eltern und Kinder) wird durch die extrem lange Zeitspanne ermöglicht. So nimmt sie auch Bezug auf das Jetzt und kritisiert in leichter Weise unsere Gesellschaft ohne zu ausufernd zu werden.

Diese Geschichte ist unglaublich ehrlich und hart in ihrer Erzählweise, dass man mehrmals schwer schlucken muss um das Gehörte zu Verdauen.
Sie ist nötig und mutig!

Die Sprecher haben es gut vorgetragen. Die schattige Stimme verlieh dem schon weit älteren Kurt eine zu jungenhafte Stimme, so dass die zeitliche Einordnung schwer fiel bzw immer mal wieder in Vergessenheit geriet und ein straucheln beim Zuhören geschah.

Zusammenfassend eine durchaus spannende Geschichte, die zugleich aber auch so erschreckend ist, weil sie soviel grausige Wahrheit offenbart.
Sehr hörenswert!

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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