Neverwhere [Adaptation]

  • von Neil Gaiman
  • Sprecher: Christopher Lee, James McAvoy, Natalie Dormer, David Harewood, Sophie Okonedo, Benedict Cumberbatch, Anthony Head
  • 3 Std. 48 Min.
  • Radio/TV

Beschreibung

Neil Gaiman was the WINNER of the BBC Audio Drama Award 2015 for Outstanding Contribution to Radio Drama
A BBC Radio six-part adaptation of Neil Gaiman's best-selling novel, starring James McAvoy as Richard and Natalie Dormer as Door.
Beneath the streets of London there is another London. A subterranean labyrinth of sewers and abandoned tube stations. A somewhere that is Neverwhere....
An act of kindness sees Richard Mayhew catapulted from his ordinary life into the strange world of London Below. There he meets the Earl of Earl's Court, faces a life-threatening ordeal at the hands of the Black Friars, comes face to face with the Great Beast of London, and encounters an Angel called Islington.
Adapted for radio by the award-winning Dirk Maggs, this captivating dramatisation features a stellar cast including David Harewood, Sophie Okonedo, Benedict Cumberbatch, Christopher Lee, Anthony Head and David Schofield.
Contains over 25 minutes of additional unbroadcast material, including extended scenes, bloopers and outtakes.
The full list of narrators includes: James McAvoy, Natalie Dormer, David Harewood, Sophie Okonedo, Benedict Cumberbatch, Christopher Lee, Anthony Head, David Schofield, Bernard Cribbens, Romola Garai, George Harris, Andrew Sachs, Lucy Cohu, Johnny Vegas, Paul Chequer, Don Gilet, and Abdul Salis.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Mit Neil Gaiman in London's schräge Unterwelt

NEVERWHERE ist eigentlich eine mehrteilige Fernsehserie, von Neil Gaiman 1996 für die BBC geschrieben. Im gleichen Jahr wandelte Gaiman die TV-Serie in einen Roman um. Wie er selbst sagt, gab ihm das die Möglichkeit, einzelne Elemente und Passagen auszuweiten und auszuschmücken – sein ‘director’s cut’ in Buchform. 2005 folgte die Adaption in eine Comic-Reihe. 2013 schließlich wurde NEVERWHERE als 6-teiliges Radio-Hörspiel für die BBC produziert und ausgestrahlt.

Ebendieses Hörspiel ist das, worum es hier geht. Soweit, so gut.

Ohne Gaiman-Erfahrung sollte man sich nicht in dieses Abenteuer stürzen. Und auch nicht ohne wirklich gutes englisches Hörverständnis. Mein Glück, dass ich beides habe, als ich mich mit Richard ins ‘London Below’ begebe! Dessen unterhaltsames und authentisches Schottisch bringt mich allerdings erstmal an meine Grenzen, und einhören ist gefragt.

Dafür bleibt allerdings wenig Zeit. Die Geschichte ist ebenso haarsträubend wie schnell. Wie eine Wundertüte, die einem um die Ohren fliegt: Da wird jemand unsichtbar, in der U-Bahnstation Earl’s Court gibt es einen tatsächlichen Earl, Old Bailey ist wie üblich voller Tauben, dafür aber lebendig, und Angel Islington hat statt Rolltreppen Flügel und spricht mit der Stimme von Benedict Cumberbatch.

Neil Gaiman ist ein Meister im Erschaffen von Parallelwelten. Man rutscht mit einem Fuß ab (und das kann man hier sogar wörtlich nehmen – mind the gap!) und fällt durch die Ritzen der realen Welt in eine, die nebenher existiert, und wo Namen, Dinge und Orte eine andere Bedeutung annehmen. Es ist aberwitzig, es ist schillernd, voller Phantasie, sehr englisch und ziemlich verrückt. Neben Komik weht ein Hauch Düsternis durch die Geschichte – auch das kennt man von Gaiman. Das Böse ist nie weit weg.

Den Plot hier zu besprechen, ist relativ sinnlos. Zum einen besteht der nämlich aus wirklich nur lose zusammen hängenden Episoden, zum anderen ist vieles davon eher das Bestaunen seltsamer Begebenheiten als tatsächliche Handlung. Richard’s Suche nach dem Rückweg und Door’s Flucht vor ihren Häschern sind ein wirklich mühsam zusammengezimmertes Gerüst, das dem Ganzen eine Art Bogen verleiht.

Wer Gaiman’s skurrile Art nicht mag, der wird nur den Kopf schütteln und wieder gehen. Wer noch nie in London war, der sollte zumindest kurz eine Karte des U-Bahn-Netzes konsultieren. Ich selbst schlage beim Hören ein paar Namen nach und mache das gerne. Geht ja nicht jedem so.

Zur Hörspielumsetzung sollte ich noch was sagen, oder? Es ist die BBC, Leute. Die machen keine halben Sachen! Soundqualität, Sprecher, Geräusche, Atmosphäre – alles stimmt. Es hallt, wenn es soll, plätschert, wenn es nass ist, und keiner der Sprecher scheut sich davor, wirklich alles zu geben. Etwas nervig ist nur, dass zwischen den einzelnen Episoden jedesmal wieder der ganze ‘Nachspann’ gelesen wird – Cast, Produzenten etc. Das hätte wirklich einmal gereicht.

Zu den Sprechern:

Als Hauptfigur macht James McAvoy alles richtig: Er ist sympathisch, authentisch – und schottisch. Heidenei, was für ein unterhaltsamer, aber erstmal schwer zu verstehender Akkzent. Kann man sich aber reinhören und dann genießen, also bloß keine Angst.

Auf jeden Einzelnen weiter einzugehen, würde zu Endlosigkeit führen. Ich persönlich finde Sophie Okonedo als ‘Hunter’ besonders prägnant und eine starke Frauenstimme – erlebt man so nicht allzu oft. Christopher Lee wird im Cast gerne hervorgehoben, hat allerdings so starke Konkurrenz, dass sein pompöser Earl of Earl’s Court auch nur eins von vielen Sprecher-Highlights ist. Besonderes Leckerchen: Benedict Cumberbatch als Angel Islington. Seinem ohnehin sonoren Bariton verleiht die Technik noch ein bisschen mehr oomph! und macht damit ‘Sherlock’-Fangirls wie mir die Knie weich.

Fazit:

Für Gaiman-Fans ein Muss. NEVERWHERE enthält alles an Neil-typischer ‘urban fantasy’, was man von ihm gewöhnt ist. Eine Hommage an London’s Untergrund, lässt der Brite in dieser Hörspielversion der TV-Serie mal wieder alles an schrägem Einfallsreichtum los, was er zu bieten hat. Kritisch betrachtet, wirkt die Hörspielversion komprimiert und dadurch ein wenig gehetzt. Dem ohnehin verwirrenden Plot kann man so nicht gut folgen. Es gibt auch keinen Erzähler – die Handlung erschließt sich nur aus den Dialogen und Geräuschen. Mehr als einmal denke ich, dass es ratsam wäre, erst den Roman zu lesen – obwohl er nach der Serie entstanden ist.

Hörspieltechnisch ist NEVERWHERE allerdings ein absolutes Highlight. In bester Qualität atmosphärisch produziert, reichen sich ausschließlich hochkarätige Sprecher das Mikro. Ein Erlebnis.

Wer mit ‘urban fantasy’, britischem Humor und einem absoluten Freak wie Neil Gaiman nichts anfangen kann, dem rate ich allerdings ab. Für NEVERWHERE muss man ein Stück Paradiesvogel im Blut haben.
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Neil Gaiman & The Cast of This Production Are Fab

Wonderful full-cast dramatisation of "Neverwhere" by the BBC. Neil Gaiman invites you and the main character Richard Mayhew (James McAvoy) to the amazing world of London Below. Meet Door (Natalie Dormer), the crooks Croup (Anthony Head) and Vandemar (David Schofield), the Hunter (Sophie Okonedo), the Marquis de Carabas (David Harewood), the Earl of Earl's Court (Christopher Lee), the Beast of London, the Angel Islington (Benedict Cumberbatch) and many more fantastic creatures living below London. A beautifully told story. The sounddesign is stunning and underlines the story perfectly. You'll find yourself in London Below in no time. The whole setting will feed your imagination and you will be able to easily imagine the pictures of where you are and what's happening. Neil Gaiman proves again that he is one of the best fantasy writers ever. If you loved Sandman and the Graveyard Book, you gonna love this. Next time you'll see a rat, you'll be thinking of the world of London Below.
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- MissLokisdottir

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2013
  • Verlag: BBC Worldwide Limited