Der Bruder des Wolfs (Weitseher 2) : Weitseher

  • von Robin Hobb
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Serie: Weitseher
  • 31 Std. 31 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Fitz Chivalric hat bei der Verteidigung seines greisen Königs seine Gesundheit und beinahe auch seinen Verstand verloren. Doch König Listenreich bietet ihm keine Rache oder wenigstens Genugtuung. Schließlich war der Drahtzieher hinter Fitz' Verletzungen dessen eigener Onkel, der Sohn des Königs. Und der hat seine Pläne, um den Thron an sich zu reißen, nicht aufgegeben! Verzweifelt bemüht sich Fitz, die Intrigen des Prinzen zu durchkreuzen - und ahnt nicht, dass sein Schicksal längst besiegelt ist.

Dieses Hörbuch war bisher unter dem Titel "Der Schattenbote" erhältlich.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Geschichte gut - Sprecher und Schnitt schlecht

Bisher hatte ich mich noch nie gemüßigt gefühlt eine Rezension zu schreiben.
Die Bücher waren gut oder nicht - immer eine Geschmacksfrage - aber da greift man auch beim geschriebenen Buch mal daneben.

Was aber nun eben ein Hörbuch aus macht ist das gesprochene Wort. Und so steht und fällt das ganze Buch (und mag die Geschichte auch noch so gut sein) mit dem Vorleser und der akustischen Bearbeitung.

Ob einem der Sprecher passt oder nicht kann man ja wenigstens noch durch die Hörprobe entscheiden. Es gibt Bücher die ich nie hören werde nur weil ich die Stimme oder die Art des Sprechers auf Dauer nicht ertrage.

Herrn Lühn lauschte ich schon bei "Die Lügen des Locke Lamora" und den folgenden Teilen und empfand ihn als „ok“. Seine Art zu lesen ist etwas speziell, aber er hatte bei den Folgen der „Gentleman Bastard“ noch Lust die Wörter fertig zu sprechen.

Jetzt ist es damit vorbei. Bei Teil 1 und 2 der Weitseher Trilogie werden von Herrn Lühn so viele Worte ohne Endung gesprochen, das es nur noch nervt. So wird aus Kopf – Kop oder endlich – endli … usw.

Kann sein, dass ich da besonders empfindlich bin, aber wenn ich z.B. Simon Jäger, David Nathan, Andreas Fröhlich, Detlef Bierstedt ... zuhöre fallen mir solche Eigenarten nicht auf.

Bei Teil2 reicht das aber noch nicht. Hier ist auch der Schnitt grottenschlecht. Versprecher von Herrn Lühn sind einfach drin geblieben. Die Beste Stelle bisher ist aber in Kapitel eins bei 19:45 :
„ Aber Hochdame Modeste war dort. Hochdame? Modeste, der spielt doch beim FC Köln.“

Ich bin noch mitten drin im 2. Teil der Trilogie…. wer weiß, vielleicht kommen noch bessere Schnitzer ;-)

Auf jeden Fall hatte ich bisher noch nie ein so akustisch schlecht bearbeitetes Hörbuch!!!

Ich warte gerne etwas länger auf den 3. Teil, wenn sich Herr Lühn mehr Zeit nimmt um die Wörter fertig zu sprechen und die Nachbearbeitung dann auch passt.
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- Odetta

Royal Assassin (1996) Des Königs Meuchelmörder

Wer Fantasy liebt, in der Menschen mit Wölfen in Verbindung stehen und starke junge Herrscherinnen vorkommen, der ist hier richtig!
Dieser zweite Band ist nicht in sich abgeschlossen, wenigstens nicht nach meiner Definition, aber zumindest versteht man am Ende viele Zusammenhänge, ich hätte ihn "Der Intrigant schlägt zurück" genannt und hoffe auf "Die Rückkehr der Begabten" in Band 3, der auf etwa 40 Stunden kommen dürfte.

Es ist mir etwas peinlich, dass meine Überschrift der zum ersten Band ähnelt, "Des Königs Mörder" hatte ich gewählt, weil der Begriff "Königsmörder" zurzeit in der Fantasy in Mode ist, beim obigen dagegen handelt es sich um den Titel der deutschen Erstausgabe. Es ist nicht ganz die Übersetzung des Originaltitels, welcher "Königlicher ..." bedeutet, was auch darauf hinweist, dass Fitz ja königlicher Abstammung ist.

Der Oberbösewicht, den ich hier nicht namentlich nennen möchte, ist für einen Fantasyroman ungewöhnlich, da er selbst keine magischen Fähigkeiten besitzt, jedoch über magisch begabte Helfer verfügt, andererseits jedoch ist er für Fitz unantastbar, da dieser es seinem König geschworen hat. Wie kurz wäre die Weitseher-Saga doch, wenn es anders wäre, wie sehr wünscht man sich, dass er einfach Kurzen Prozess machen würde!
Wieder möchte ich den Klappentext der Erstausgabe zitieren: "Der junge Fitz hat seine erste gefährliche Mission als des Königs Meuchelmörder überlebt, doch der Preis, den er zahlen musste, ist hoch. Kaum mehr als ein Krüppel, zerschunden und verbittert, schwört er, im Bergreich zu bleiben, obwohl sein Treueschwur von ihm verlangt, nach Bocksburg und zu seinem König zurückzukehren. In der Zwischenzeit sind die Korsaren nicht untätig geblieben und haben ihre Angriffe auf die Küstenregionen der Sechs Provinzen fortgesetzt. Auch innerhalb des Palastes herrscht Unruhe: der alte König siecht dahin, und um seine Nachfolge spinnen sich gefährliche Intrigen. Bald wir deutlich, dass nur Fitz die Rettung für das Land bringen könnte." (c) Lübbe
Dieser Text legt mindestens eine falsche Fährte, und die Intrigen sind nur dem Umfeld des Königs bekannt, ihr ganzes Ausmaß wird erst zum Ende hin deutlich. Lange war mir unverständlich, wie ein Einzelner solch ein Netz weben konnte, darunter Wallace, der Page des Königs, der diesen ausspioniert und Besucher nach eigenem Gutdünken abwimmelt, wie kann der König sich dies nur gefallen lassen?
Fitz leidet zunächst dermaßen unter den Nachwirkungen der erlittenen Misshandlungen und Vergiftungen, dass er sich für unfähig hält, seinem König von Nutzen zu sein, und angesichts des nahenden Winters beschließt er zunächst im Bergreich zu bleiben und seinen Ziehvater Burrich alleine ziehen zu lassen. Freilich kehrt er später zurück, aus Sorge um seinen König, und um seine beste Freundin Molly, in die er heimlich verliebt war und von der er träumt, dass sie bei einem Angriff der Korsaren ungekommen wäre. Später wird er von seinem König einer anderen vesprochen. Fitz leidet sehr darunter, seine Geheimnisse auch Freunden, selbst seiner späteren Partnerin, verheimlichen zu müssen, teils aus Pflichtgefühl, teils um sie zu schützen, und besonders seine "alte Macht", mit Tieren kommunizieren zu können, gilt allgemein als Abscheulichkeit. Burrich hatte ihn ja davor gewarnt, dass er damit riskiere, zu einem Tier zu WERDEN, anscheinend aus eigener Erfahrung.
Fitz kämpft zu Wasser und zu Lande gegen die Korsaren, die jedoch im Winter ihre Angriffe einstellen müssen. "Entfremdete" nähern sich scheinbar zielgerichtet der Hauptstadt und müssen darum gejagt werden, und Fitz wird von Visionen eines Weißen Schiffes heimgesucht. Steckt dieses hinter dem geheimnisvollen Phänomen der "Entfremdung"? Das bleibt zunächst offen, wie ich mich auch frage, ob ihre Angriffe mit dem Bösewicht abgekartet sind oder nur von ihm genutzt werden. Der Thronfolger Veritas forscht nach den "Uralten", im Original "Elderlings", nach ihnen nennt man die gesamte Fantasywelt, in der inzwischen fast 20 Romane spielen. Naja, ich will nicht zuviel verraten, die verschrobene Stiefmutter Philia und den Narren des Königs habe ich noch gar nicht erwähnt, sie sind wichtiger, als sie nach außen scheinen. Und am Ende bieten die Herzöge der anderen drei Küstenprovinzen dem jungen Fitz ihre Unterstützung zur Thronfolge an. Wen das an Game of Thrones erinnert, der sollte bedenken, dass dies hier ein paar Jahre früher veröffentlich wurde.

Ich verstehe absolut nicht, was sich der Heyne-Verlag bei der Neuausgabe gedacht hat. Der Begriff "Schattenbote" im Titel ist mir auch im Nachhinein schleierhaft, und das Cover, ein Mann im Umhang mit Schwert, ist ein Genreklischee und hier eher unpassend: Zwar wurde Fitz im Schwertkampf ausgebildet, im Ernstfall jedoch verliert er seine Waffe mit schöner Regelmäßigkeit und überlebt oft mit erheblich mehr Glück als Verstand. Wie ich inzwischen festgestellt habe, entsprachen hingegen die Lübbe-Cover denen der Originalausgabe, nur das zu Band 3 gespiegelt. Das Cover zu Band 2 zeigt Fitz beim Versuch die Welt zu umarmen, unter einer perspektivisch überdimensionierten Mondsichel, die neben ihm ein Wolf anheult. Sehr treffend, denn nachdem die Hunde aus Band 1 verstorben sind, geht Fitz nun eine mentale Verbindung mit einem Wolf ein.

Es stimmt, dass in den ersten 7 Stunden zahlreiche Versprecher (samt Korrektur) übersehen wurden, das wird hoffentlich bald korrigiert, außerdem wird der Roman am Anfang und Ende "Der Weitseher" genannt, was mir aber lieber ist als der offizielle Titel. Dem Sprecher ziehe ich einen Stern ab, weil er eben doch nicht jeden Satz korrekt betont, sondern sich zu sehr auf die Theatralik konzentriert. Die Hörbuchkapitel entsprechen wieder den Buchkapiteln mit einer Länge von durchschnittlich einer Stunde.

HÖRBUCH-TIPS (bitte auch in meinen anderen Rezensionen stöbern):
Besonders die in meinem Einleitungssatz genannten Punkte erinnern mich an DAS RAD DER ZEIT, ohnehin eines meiner liebsten Fantasy-Werke: Einer der drei männlichen Haupt-Protagonisten entwickelt eine ähnliche Beziehung zu Wölfen, und Frauen spielen darin als Magierinnen und Herrscherinnen - und auch Bösewichtinnen - eine so starke, gleichberechtigte Rolle wie in keinem anderen "klassischen" Fantasyroman, den ich bisher kenne, auch wenn dieser Zyklus humorvoll mit Geschlechterklischees spielt. Die 14+1 Bände sind in Originalfassung bei Audible ungeteilt erhältlich, sie sind in einfacher Sprache verfasst, die deutschen Fassungen verkraftbar aufgeteilt, nur die Bände 17-26 sind allzu kurz, da wurde der Fehler des Buchverlages übernommen.
Selbstverständlich bin ich auch Fan vom "Lied von Eis und Feuer", habe dieses aber auf CD gekauft und genossen, wie auch "das Geheimnis der Großen Schwerter" von Tad Williams, welches eines der Vorbilder dazu bildet. Beide werden einfach großartig gelesen, von Reinhard Kuhnert bzw Andreas Fröhlich (was man vom Vorleser vom Rad der Zeit leider nicht sagen kann).
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- Viktor

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2016
  • Verlag: Ronin - Hörverlag