Die Zeit der Sieben (Thondras Kinder 1) : Thondras Kinder

  • von Aileen P. Roberts
  • Sprecher: Jacob Weigert
  • Serie: Thondras Kinder
  • 18 Std. 49 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Vor fünftausend Jahren hat der Kriegsgott Thondra sie auserwählt: die Sieben, die die Welt vor der Zerstörung retten sollen. In einem ewigen Kreislauf werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen, doch bisher konnten sie die dunklen Mächte nie ganz besiegen. Auch Rijana, das Bauernmädchen, und Ariac, der Steppenjunge, könnten Kinder Thondras sein. Doch erst, wenn sie an ihrem siebzehnten Geburtstag eines der magischen Schwerter berühren, wird sich zeigen, ob die Zeit der Sieben gekommen ist...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Kinderbuch?

Ja, die Geschichte ist… nett. Inhaltlich ist das Buch ok. Aber der Schreibstil ist so wie man ihn aus Schulaufsätzen kennt – also handwerklich hätte man den Inhalt um einiges besser (lebendiger) gestalten können. Ich weiß nicht, ob ich immer kritischer werde, je mehr fantastisch gearbeitete und umgesetzte HB ich in die Ohren bekomme, aber meine Freude hielt sich hier in Grenzen.

Der Sprecher, Jacob Weigert, hat eine angenehme Erzählstimme. Allerdings spricht er die Dialoge krächzend, langgezogen oder weichlich. So kommt es, dass Niemand in diesem Roman eine angenehme Stimme hat. Das macht mir die interessanten Figuren nicht sympathischer.

Fazit: Nette Unterhaltung für zwischendurch aber auch nicht mehr.
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- Emily

Mittelmäßiger Schulaufsatz, würde ich sagen.

Bei diesem Hörbuch war ich mir eine Weile nicht sicher, wie ich es einordnen sollte: Es wird nicht als Kinderbuch verkauft und inhaltlich eignet es sich auch nicht dafür. Für ein Jugendbuch ist der Erzählstil zu platt und lieblos. Es gibt keinen Hauch von Selbstironie, es scheint also wirklich ernst gemeint zu sein. Da bleibt mir nur, den Vergleich mit einem mittelmäßigen Schulaufsatz treffend zu finden.

In der Ausdrucksweise unterscheiden sich die einzelnen Charaktere kaum – egal ob kleines Mädchen, alter Mann oder Naturgeist – und auch der Wortschatz der Autorin ist extrem begrenzt. Ich hätte mitzählen sollen, wie oft Sätze wie „Ach Du meine Güüüüüüte!“ vorkamen. Bei diesem speziellen Satz würde ich auf sicher mehr als 50 Mal tippen. Bei Hörspielen wie John Sinclair kann das Teil des Reizes an der Sache sein, hier ist es einfach nur nervig.

Traurig ist auch das Schubladendenken: Mädchen und Jungen werden miteinander und von früher Jugend an zu Kriegern ausgebildet, in der Hoffnung, dass die Sieben darunter sind. Mit 17 ist die Ausbildung beendet und durch einen Test wird überprüft, ob sie auserwählt sind. Wenn nicht, gehen die Jungs wieder nach Hause oder werden Soldaten. Mädchen werden – je nach Ausbilder – Kammerzofen für Adelige oder einfach umgebracht, weil sie dann ja wertlos sind. Selbst die Mädchen unter den Auserwählten sind ständig ängstlich, werden rot, sind unsicher und verlegen, aber dafür unwahrscheinlich hübsch. Sie lehnen sich bei jeder Gelegenheit an beliebige Männer an, werden in den Arm genommen und allerseits mit „ach, mein liebes Kind!“ angesprochen, unabhängig vom Alter. Jedes Mal, wenn sie im Kampf bestehen, wird auf irgendeine Art hervorgehoben, wie ungewöhnlich das doch für ein Mädchen ist. Die männlichen Auserwählten hingehen sind von Eifersucht gebeutelt, stark und breitschultrig, mutig und ach-so-männlich. Und damit man nicht vergisst, wer gut und wer böse ist, sind die Bösen vorsichtshalber lieber furchtbar böse.

Besonders schlecht kann ich verstehen, dass ständig von Frauen erzählt wird, die vergewaltigt und ermordet werden. Es gibt nicht allzuviele Männer, deren Tod erwähnt wird, aber sicher mehr als 30 Vergewaltigungen und Morde an Frauen, so ganz nebenher, als wäre das ganz selbstverständlich. Es gibt auch kaum eine andere Thematik, in der die Autorin abwechslungsreicher formuliert. Das finde ich schon sehr befremdlich.

Die Stimme des Sprechers ist zwar im Allgemeinen nicht unangenehm, aber er spricht oft sehr langsam. Da die Handlung und die Dialoge oft schon alleine schleppend und holprig sind, fällt das zusätzlich auf. Charaktere, die sprechen, als würden sie unentwegt gähnen oder die nur beim Einatmen sprechen, könnten in einem anderen Buch vielleicht sogar lustig sein, hier haben sie nur zum zweifelhaften Gesamteindruck beigetragen.

Am Ende des Hörbuches geht die eigentliche Handlung erst los. Dass ich nun trotz allem überlege, mir den zweiten Band zu kaufen, irritiert mich ohne Ende.
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- Cornelia

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2012
  • Verlag: Der Hörverlag