Inhaltsangabe

Wie werden wir zu dem Menschen, der wir sind? Aus der Perspektive der Malerin Paula Trousseau erzählt Christoph Hein, mal in ausgreifenden Situationsschilderungen, mal im Zeitraffer, von den Selbstbehauptungen einer Frau, deren Lebensgeschichte in den Bann zieht: Wie sie sich - gegen Eltern und Ehemann - für das Kunststudium entscheidet, wie ihre Beziehungen zu Männern scheitern, wie das Grau in ihren Bildern zum dominanten Ton wurde. Ist ihre Herkunft dafür verantwortlich, die politischen Verhältnisse, die Geschlechterhierarchie, die kulturelle Situation? Mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen machen Christoph Hein als Autor, Sissy Höfferer in der Rolle der Paula Trousseau und Oliver Brod als deren Sohn die seelische Entwicklungsgeschichte dieser schillernden Person hörbar.
(c) + (p) 2007 Der Hörverlag
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
2 out of 5 stars
Von Jan Am hilfreichsten 05.03.2012

Eine merkwürdige Geschichte

Spätestens bei der Szene am Kaffeetisch des Schuldirektors mit den beiden halbwüchsigen Mädchen wurde ich stutzig: Das kann nicht sein! Sowjetische Soldaten bekamen nie Ausgang zum Besuch einer deutschen Familie. Zivilklamotten besaßen sie während ihres Aufenthaltes in der DDR nicht.
Daß die beiden "Russen" bei Kaffee und Kuchen in Anwesenheit der Eltern den beiden Töchtern unbemerkt unter den Rock fassen und anschließend mit ihnen Hand in Hand spazierengehen konnten, erscheint geradezu absurd.
Wenn ein Autor den Boden der Tatsachen verläßt, mißtraue ich ihm exemplarisch. Von "beeindruckendem Einfühlungsvermögen" habe ich nichts beim Hören verspürt, eher von einer psychologischen Grobschmiedearbeit ohne gültige Aussage.

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6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

2 out of 5 stars
Von Amazon Kundin Am hilfreichsten 01.05.2017

Ein Schmarrn

Selten habe ich eine Geschichte über eine derart unsympathische, meschugge Protagonistin gehört.
Nun sollte die Bewertung eines Romans nicht auf der Sympathie für die Protagonistin beruhen. Was mir hier im Laufe des Hörens immer unerträglicher wurde, hat, denke ich, mit Heins altväterlicher, betulich-piefiger Darstellung zu tun.
Mal wieder hat ein Mann versucht,ein Frauenschicksal zu beschreiben, ... wie er sich das so vorstellt. Geht oft, wie auch hier, schief. Man merkt sehr, wie das Konstrukt "Paula" von weit außen gebaut ist.
Die Kindheitsepisoden sind gut. Ich war immer ganz froh, wenn ein solcher Abschnitt kam. Aber der Rest, ... du liebe Zeit. Mir an keiner Stelle nachvollziehbar.
Und, besonders schlecht: die Beschreibung der "Sexszenen" zwischen den Frauen. Sowas von steif und unerotisch ... Mann oh Mann.

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