It's teatime, my dear! Wieder reif für die Insel

  • von Bill Bryson
  • Sprecher: Oliver Rohrbeck
  • 14 Std. 46 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

How to be british

Vor zwanzig Jahren beschloss der Amerikaner Bill Bryson, England zu seiner Wahlheimat zu machen. Damals brach er auf zu einer großen Erkundungsreise quer über die britische Insel. Inzwischen ist er ein alter Hase, aber dennoch entdeckt er immer wieder Neues, was ihn fasziniert und amüsiert. Kein Wunder also, dass es ihn reizt, diese Insel erneut ausgiebig zu bereisen. Von Bognor Regis bis Cape Wrath, vom englischen Teehaus bis zum schottischen Pub, von der kleinsten Absteige bis zum noblen Hotel, Bryson lässt nichts aus und beantwortet zahlreiche Fragen. Wie heißt der Big Ben eigentlich wirklich? Wer war Mr. Everest? Warum verstehen sich Amerikaner und Engländer nur bedingt? Bill Bryson will noch einmal wissen, was dieses Land so liebenswert macht, und begibt sich auf den Weg - schließlich ist er wieder reif für die Insel!

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Wieder ganz der alte!

Jaja, es wird wieder viel geschimpft auf Brysons Geschimpfe. Angeblich ist er ja nun giftiger geworden. Find ich nicht. Auch seine frühen bücher wurden schon von Lesern/Hörern heftig angegriffen. Man sehe sich die empörten Hörermeinungen zu einem seiner frühen Bücher, "Steifzüge durchs Abendland" an, die sich hier bei audible finden. Neenee, der Bryson bleibt sich treu. Ich frage mich dagegen - werden seine Leser immer humorloser? Vieleicht ändern ja eher sie sich als der Autor und reagieren verschnupfter als noch vor 20 Jahren. Warum soll er nicht auf das schimpfen, was uns doch fast alle ärgert - das Zubauen der Städte, unfreundliche Verkäufer, verkorkste Stadtplanungen... ich habe keine wirklich ungerechtfertigte Bosheit gehört - und was ihn selbst betrifft - so bringt er immer eine gehörige Portion Selbstironie mit. Ich freue mich, dass er so frech ist - mal ehrlich, wer wagt es denn heute noch, zu provozieren im Reisebuch. Oft wird da immer hübsch apologetisch und politisch höchst korrekt erklärt, warum alles so toll ist und das höflich gerechtfertigt, das nicht so toll ist. Bryson ist erfrischend boshaft, etwa wie der späte Twain, der seine Zeitgenossen auch auf die Palme gebracht hat.
Sonsten - wie auch bei Twains Reisebüchern - ist dies wieder eine einzige herrliche Abschweiforgie. Man versuche nicht, einen Faden zu finden - es gibt ihn nicht. Bryson berichtet, wie es ihm in den Sinn kommt, über englische Orte - meist echte Geheimtipps, schwärmt von ihnen oder schimpft auf die pseudomodernisierung der Städte. Manchmal trauert er um den Verfall der englischen Tradition. Als Amerikaner darf er das, ohne dass ihm britische Konservativität vorgeworfen werden kann. Dass er so laut und rüpelhaft trauert, kann eigentlich nicht über den wehmütigen Grundton hinwegtäuschen, der unter allem liegt und der mir gut gefällt.
Dazwischen gibt es wieder viele Episoden aus seinem Leben, in denen er durchaus nicht immer als Held dasteht. Erstaunlich, dass Leser die Fähigkeit, sich selbst die Narrenkappe aufzusetzten, zum 1:1-Bekenntnis eines verbitterten alten Mannes umdeuten können.
Oliver Rohrbeck - er ist zurück! Hurra! Ich habe zwar immer wieder auch andere Bryson-Sprecher ganz nett bis super gefunden, aber Rohrbeck ist für mich einfach der beste. Diese herrlich mäandernde Geschwätzigkeit Brysons - kein andrer bringt sie so authentisch und sympathisch rüber.
Kurz: als Reisesachbuch ungeeignet. Wer Twain, Tucholsky, & co. mag, wird großen Spaß haben.
Man muß den ersten Teil "Reif für die Insel" nicht kennen. Ist aber empfehlenswert, weil einfach ein wunderbares Buch.
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- Matthias

Ausgereift - So long, Bill!

Ich mag die Bücher von Bill Bryson, besonderes die Hörbücher. Es wird immer einer gewaltige Hördauer geliefert, daher greife ich bei Bryson auch gerne zu. Das Buch "Reif für die Insel" hat seine Zeit überlebt, insofern war es folgerichtig, einen neuen Versuch zu starten. Das ist an sich eine nette Idee, aber der Autor ist auch älter geworden und gibt das zu erkennen. Die heutige Welt gefällt ihm in vielen Teilen nicht mehr, er versteht manches der zeitgenössischen Kultur nicht mehr und will das auch gar nicht erst. So sind doch für ihn erstaunlich viele Idioten unterwegs - eine Beobachtung, die er selbst treffend dem eigenen Alter zuschreibt.
So bleibt das Buch eine bunte Mischung von aneinandergreihten Beliebigkeiten, Beobachtungen, Erlebnissen. Einen richtigen roten Faden hab ich nicht erkennen können, aber das braucht's bei der Plauderei auch nicht. Man kann irgendwann das Buch einschalten und vorspulen und wäre dennoch weiterhin im Thema.
Bill Bryson hat schon klügeres und besseres gemacht, da gibt es für mich keinen Zweifel. Das vorliegende Werk ist klug kalkulierter Verkaufserfolg, wie der Autor ja selbst auch zugibt. Will man das ihm verdenken? Ich finde nicht wirklich. Aber etwas mehr Journalistik und tiefgründige Recherche über die sozialen und politischen Verhältnisse der Gegenwart wären wünschenswert.
Es plätschert so dahin - na, das ist ja auch was wert.
Rohrbeck liest gut und routiniert, das macht das Zuhören leicht!
Fazit: Viel Nebenbeiunterhaltung für's Geld - wirklich klasse aber nicht...
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- Klaus

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 22.04.2016
  • Verlag: Der Hörverlag