Der Klang der Lüge

  • von Liv Winterberg
  • Sprecher: Gabriele Blum
  • 9 Std. 51 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt.

Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine "ketzerische" Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ein schöner historischer Roman

Von Liv Winterberg habe ich bisher das Hörbuch “Vom andere Ende der Welt” gehört. Dieses hatte mir sehr gut gefallen. Somit fiel die Entscheidung leicht, als ich “Der Klang der Lüge” bei Audible entdeckte.

Wie auch schon in “Vom anderen Ende der Welt” haben wir es auch in dieser Geschichte mit einer starken Frau zu tun, die sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Völlig ausgehungert kommt sie mit ihren ehemaligen 2 Herren (sie arbeitete bei ihnen als Magd) in dem Dorf Pamiers an. Dort werden die drei herzlich aufgenommen und Alissende bekommt auch gleich eine Arbeit, da die alte Magd die ganze Arbeit alleine nicht mehr so recht schafft.

Alissende sind Relgionen völlig egal. Ihr sind die Menschen wichtiger, als ihre religiösen Ansichten. Somit stört es sie auch nicht, dass sie hier in einem Dorf gelandet ist, das religiös gesehen dem Bischoff leider missfällt. Alisende will einfach nur glücklich sein, ihre Arbeit machen und das besondere i-Tüpfelchen für sie ist natürlich Simon der Hirte, in den sie sich auf Anhieb verliebt hat. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie bemerkt, dass Simon die gleichen Gefühle für sie hegt. Ein Groschenroman würde hier wahrscheinlich sein Ende finden. Doch damit haben wir es hier ja ein Glück nicht zu tun.

Der Bischoff hat sich in den Kopf gesetzt, das Böse in dem Dorf auszumerzen. Somit verhört er einige wenige Leute und verspricht ihnen dafür das, was sie sich schon immer gewünscht haben. Der Bischoff ist eben ein guter Menschenkenner und ist auch äußerst gut über die Lebensumstände der Befragten informiert. Es ist für ihn also ein Leichtes, an die Informationen zu kommen, die er haben möchte. Da konnten sich die Befragten noch so sehr vornehmen, dass sie nur dies oder das erzählen und niemals jemanden verraten würden. Doch durch die vielen Bruchstücke kann sich der Bischoff sehr wohl ein Bild machen und zieht seine eigenen Schlüsse daraus. Die Folgen sind furchtbar. Alle Erwachsenen aus dem Dorf werden eingekerkert, manchen droht die Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

Durch die Hilfe des halbwüchsigen und sehr cleveren Paul gelingt Alissende die Flucht, als die Männer des Bischoffs das Dorf stürmen. So bleibt Alissende alleine mit einer Horde von Kindern zurück, deren Eltern allesamt mitgenommen wurden. Alissende wollte zwar eigentlich nur ein schönes Leben führen, doch nun kann und will sie sich nicht mehr aus allem heraushalten. Nun muss sie Farbe bekennen und ihr Bestes geben, damit alle überleben können. Und sie wächst schier über sich selbst hinaus…

Auch “Der Klang der Lüge” hat mich wieder bestens unterhalten. Die Protagonisten waren gut beschrieben und glaubhaft dargestellt, die Erzählweise sehr flüssig und die Story insgesamt interessant. Doch so ein kleines Tüpfelchen von Leidenschaft hat mir trotzdem gefehlt. Das hatte mir bei “Vom anderen Ende der Welt” besser gefallen.

Doch nichtsdestotrotz ist “Der Klang der Lüge” wieder eine sehr schöne Geschichte, bei der die Zeit im Nu vergeht und bei der man keine Minute Langeweile hat. Liv Winterberg versteht es einfach sehr gut, Geschichten mit historischem Hintergrund spannend zu erzählen.

Dieses Hörbuch wurde wieder von Gabriele Blum gesprochen. Und auch hier hat sie mir sehr gut gefallen.
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- Ute

Selten ein langweiligeres Buch gehört

Vorab: Ich habe es bis zum Schluss durchgehört weil ich immer noch auf ein spannendes Ende hoffte.
Gabriele Blum hat als Sprecherin die Geschichte auch nicht spannender machen können.
Lesen Sie weiter...

- Franz

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 24.07.2014
  • Verlag: Audible Studios