Der Turm der Welt

  • von Benjamin Monferat
  • Sprecher: Wolfgang Berger
  • 27 Std. 5 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung nähert sich ihrem Ende. Menschenmassen strömen in die Lichterstadt, das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen. Die brisante weltpolitische Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur. Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft. Benjamin Monferat verwebt wie bereits im erfolgreichen Vorgänger "Welt in Flammen" auf meisterhafte Weise historische Ereignisse mit fiktionalen Elementen.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Gute Ansätze, Umsetzung teils mangelhaft

"Der Turm der Welt" wirkte auf mich wie eine Art historisches Sittenbild des späten 19.Jhdts. mit einem riesigen Figureninventar und großen Ideen, an deren Umsetzung Stephan m.Rother alias Benjamin Monferat leider teilweise scheitert.

Positiv:--> Schöne Beschreibungen von Paris und seiner Weltausstellung 1889;
--> Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren historischen Romane (vor allem Follett) vermeidet Monferat es, zu viel nervige Sex-Szenen einzubauen, wenngleich diese natürlich vorhanden sind (aber auch gut zum Kontext passen wenn sie denn vorkommen)
--> Das letzte Viertel des Buches ist wirklich sehr gut gelungen, die Message wohlverpackt und das Ende lässt einen nachdenklich zurück, gut gemacht
--> Sprachlich nicht ganz so trivial wie manch anderer Autor
--> Die Darstellung der Erzählzeit mittels einer Art Countdown fand ich einen guten Coup
--> Schöne Zeichnung eines Sittenbildes einer Welt im Umbruch inkl. ungebrochem dominanten blinden Fortschrittsglauben, der sog. "Zeitgeist" wurde gut eingefangen

Negativ:
--> Die meisten Figuren bleiben blass, was aufgrund der großen Zahl von Figuren nicht weiter überrascht, hier wäre weniger mehr gewesen
--> Die Zusammenhänge wirken äußerst unnatürlich und sehr konstruiert, auch hier wäre weniger mehr gewesen
--> Wirkliche Spannung - obwohl es sich im Wesentlichen um einen Krimi handelt - mag nicht so recht aufkommen, zumindest bei mir nicht, die ersten 10-12 Stunden zogen sich wahrlich und werden dem guten letzten Drittel bzw. Viertel des Buches nicht gerecht.
--> Am Ende tritt der unnatürliche Zeithorizent des Erzählers massiv in den Vordergrund, hier hätte er sich ersparen zu können so explizit auf die (aus der Sicht von 1889) mögliche Zukunft zu verweisen, das wäre auch implizit beim Leser problemlos angekommen.
--> Es gab sowohl sprachlich als auch handlungstechnisch in Relation zur Länge des Werkes nur wenige Momente, bei denen ich wirklich begeistert war von dem was ich hörte

Zum Sprecher:
Gut gelesen, gut intoniert, aber stimmlich nicht das was ich persönlich bevorzuge (das ist aber Geschmacksache), technisch einwandfrei natürlich

FAZIT: Letztlich bleibt ein ambitioniertes Werk, welches trotzdem den Durchschnitt nur selten übertreffen kann, bei dem ich finde, dass man es historisch dichter, kürzer, prägnanter und dynamischer hätte gestalten können, ohne auf 2 wesentliche Ziele des Buches - nämlich Darstellung des "Zeitgeistes" im ausgehenden 19.Jhdt. sowie einen Abriss der Technikgeschichte der Zeit - verzichten zu müssen.
Leider eine kleine Enttäuschung
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- M. Harb

Historisierendes, häppchenweise...

Benjamin Montferrat springt also auch auf den Zug der historisierenden Romane auf, wie Ken Follet, Jeffrey Archer und Konsorten - und das macht er gar nicht schlecht.
Natürlich ist die Geschichte etwas an den Haaren herbeigezogen, aber unterhaltsam und manchmal auch spannend ist sie allemal.
Was mich allerdings sehr genervt hat (und dafür kann der Autor gar nichts) war, dass ich 12 (!) Teile herunterladen musste und alle zwei Stunden von "Auf Wiedersehen bei audible, der nächste Teil liegt schon in ihrer Onlinebibliothek für sie bereit" im Hören unterbrochen wurde.
Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht, liebes audible-Team? Einmal war die Zäsur sogar mitten im Satz! Das hat mein Hörvergnügen wirklich nachhaltig beeinträchtigt und wäre der Sprecher nicht im Grunde sehr gut (wobei auch er an nicht deutschen Namen und Bezeichnungen noch arbeiten könnte), ich hätte das Hörbuch vermutlich abgebrochen.

Fazit: Eine unterhaltsame und spannende Geschichte mit leicht hanebüchenem Einschlag, nachhaltig beeinträchtigt durch die Zwei-Stunden-Häppchen beim Hören. Wer das aushält, wird aber ganz gut unterhalten.
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- sisyphos

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2016
  • Verlag: Audiobuch Verlag OHG