Inhaltsangabe

Als Karl May von 1884-1886 seinen Kolportageroman "Der verlorene Sohn" schrieb, gelang ihm eine wunderbare Mischung zwischen den Genreelementen Drama, Gesellschafts-, Detektiv- und Liebesroman. Vielerorts hören wir darüber hinaus Kritik an den sozialen Verhältnissen der arbeitenden Bevölkerung. Insbesondere die zweite Abteilung "Sklaven der Arbeit" weiß den Leser oder in unserem Fall den Hörer zu fesseln. Anschaulich beschreibt die Vertonung dieses Romanteils die Not der Weber in Karl Mays Heimat und schildert eine Intrige, die vor langer Zeit passierte und der sich nun der geheimnisvolle "Fürst des Elends" annimmt. Wer ist dieser moderne Robin Hood der sehr viel Verständnis für die Sorgen und Nöte der Angestellten des gierigen Kaufmanns Fritz Seidelmann besitzt, der auf noch unbekannte Weise mit den Ereignissen von einst verbunden zu sein scheint. Welche Rolle spielt der gutmütige Förster Wunderlich und wird es dem 2Fürst des Elends" gelingen, lang gehütete Geheimnisse ans Tageslicht zu holen?
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Saarpirat Am hilfreichsten 01.04.2014

Wenig bekannter Karl May

Dem Titel nach würde man eher Karl Marx als Karl May als Autoren vermuten. Warum für dieses hervorragende Hörspiel dieser Titel gewählt wurde, kann ich nicht sagen. Das unbekanntere Original heißt "Der verlorene Sohn" und ist in dem Band "Das Buschgespenst" enthalten, was für dieses Hörspiel aber auch nicht so ganz passend ist, da das Elend der erzgebirgischen Weber und Bergleute (die ja in der Tat Sklaven der Arbeit waren) im Mittelpunkt steht. Karl May war aber sicher kein Sozi.

Die Hörspielproduktion (aus dem Jahr 1977) ist aber sehr professionell mit vielen erstklassigen Sprechern gemacht und fesselt von Anfang an. Karl May typisch ist das Ende nicht unvorhersehbar, aber trotzdem ist die Erzählung spannend und bietet fast drei unterhaltsame Stunden.

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4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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