Wintergeister

  • von Kate Mosse
  • Sprecher: Reinhard Kuhnert
  • 5 Std. 44 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

1933 reist der junge Engländer Frederick Watson ins französische Toulouse. Dort sucht er einen Antiquar auf, der die alte Sprache des Südens beherrscht: Okzitanisch. Denn in Fredericks Besitz befindet sich ein alter, geradezu antiker Brief, der in Okzitanisch verfasst ist. Seit fünf Jahren trägt Frederick diesen Brief mit sich herum, seit er in einem kleinen Dorf die geheimnisvolle Fabrissa kennengelernt hatte. Vom ersten Augenblick an schien zwischen ihnen etwas Besonderes zu sein, doch dann war sie plötzlich verschwunden. Niemand konnte sich an Fabrissa erinnern, und bei der Suche nach ihr war Frederick nur auf diesen uralten Brief gestoßen, der eindeutig für ihn bestimmt und das einzige Zeugniss ihrer Begegnung war...>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ein Roman wie Omas Stilmöbel

Beim Hören dieses Romans beschlich mich ein ganz ähnliches Gefühl wie in meiner Kindheit, wenn ich das Zechenhaus meiner Oma im Ruhrgebiet betrat. In einem Haus und einer Umgebung, in der Nierentische oder Gelsenkirchener Barock passend und erwartbar gewesen wären, fanden sich Stilmöbel, die altfranzösische Vorbilder kopierten. Diese erinnerten mehr an den Sonnenkönig als an den Kohlenpott, und ich wusste nie, ob ich das nun toll oder affenscheußlich finden sollte.

Ganz ähnlich ging es mir beim Anhören dieses Buches. Die (zeitgenössische) Autorin kopiert perfekt den Stil eines Novellenschreibers, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt haben könnte; eine Zeit, in der ja auch der Plot der Geschichte spielt. Und der Text kreist auch um eher gestrige Fragen, die am Beginn der Aufklärung oder auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution in der Literatur oft gestellt wurden: Gibt es Geister, oder sind die Geister, die uns erscheinen, nur Produkte unserer Einbildung in Folge von Fieber, Krankheit oder psychischem Leiden? Und kann man zukünftigen Krieg und Elend verhindern, indem man sich an vergangene Kriege und Elend erinnert? Dieser Roman bleibt am Ende auf alle seine wesentlichen Fragen die Antwort schuldig, denn er endet lapidar mit: kann sein, kann auch nicht sein; typisch postmodern halt.

Und so komme ich wieder zu den Stilmöbeln von Oma. Ich habe mich bei Saft und Kuchen zwischen den französischen Möbelimitaten eigentlich immer ganz wohl gefühlt. Und so ging es mir auch beim Hören dieses Romans: ganz unterhaltsam, gut vorgelesen, sprachlich so geschliffen, wie die Glanzoberfläche von Omas Kommode, aber irgendwie auch nicht wirklich in die Zeit passend und ein bisschen überflüssig ...
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- Schmiding

Nichts ist vergessen

Eine geheimnisvolle Geschichte von der Vergangenheit, die bis in die Zukunft reicht. Selbst traumatisiert von den Wirkungen des Krieges erlebt ein junger Engländer eine merkwürdige Geschichte während einer Reise durch Frankreich. Er wird so nicht nur mit der Geschichte des Dorfes konfrontiert, sondern findet über tiefe Gefühle der Liebe einen ganz persönlichen Weg aus seiner Lebenskrise.
Die Geschichte ist sehr liebevoll und ruhig erzählt und gut als Hörbuch geeignet.
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- Martina

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2010
  • Verlag: Audible Studios