Inhaltsangabe

Robert Harris' "Pompeji" war ein internationaler Triumph. Der Autor versteht es wie kein Zweiter, als Gegenwart zu beschreiben, was zweitausend Jahre zurückliegt. Auch "Imperium" spielt in der Antike und bietet erneut eine spannende Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. Im Mittelpunkt steht ein gerissener, mit allen Wassern gewaschener Anwalt und geborener Machtpolitiker:
Marcus Tullius Cicero.
(c)+(p) 2006 Random House Audio Deutschland
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Kritikerstimmen

Christian Berkel erfüllt seine Sprecherrolle aufs Beste: Er ist absolut präsent, moduliert jede Rolle haargenau und schafft damit einen erstaunlichen Hörgenuss.
--hr2 Hörbuch-Bestenliste Robert Harris ist ein Genie
--The Sunday Times
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Werner Heinicke Am hilfreichsten 17.10.2006

Robert Harris: Imperium

'Imperium' ist nicht nur gut geschrieben, sondern auch von großer historischer Authentizität - was bei sog. historischen Romanen leider allzu oft nicht der Fall ist.
Das Leben des großen römischen Redners und (letztlich gescheiterten) Politikers Marcus Tullius Cicero in dem fiktiven Bericht seines ehemaligen Sklaven und Sekretärs Tiro ist sehr spannend beschrieben
- ein wirklicher Lese- bzw. Hörgenuss - sehr empfehlenswert!
Ein weiters 'Plus' dieses Hörbuches: die lateinischen Namen
werden - von wenigen Ausnahmen abgesehen - korrekt ausgesprochen
(was durchaus keine Selbstverständlichkeit ist...)

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38 von 41 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von folgren Am hilfreichsten 24.03.2008

Die Macht der Worte

Für die hohe Kunst der Debatte, die Finessen politischer Intrigen steht der Name Marcus Tullius Cicero. Nicht adlig geboren verdankt er seinen Aufstieg dem Geschick, im entscheidenden Moment jegliche Moral und Grundsätze ruhen zu lassen, um sich nicht mit den Machthabern zu überwerfen, die er nicht besiegen kann. Jenen, über denen er sich einen Sieg zutraut, wirft er sich mutig, rhetorisch brillant entgegen. Ein Machtmensch also. Wer die Verstrickungen heutiger Politik, die ständige Suche nach Mehrheiten und die Geschäfte verdammt, in denen die eine Hand die andere wäscht, ist in Robert Harris Roman Imperium bestens aufgehoben. Bei der Politik, ob sie im römischen Reich zu Cäsars Anfängen spielt oder sich Bundestag schimpft, geht es steht's um das, was durchsetzbar erscheint. Das dient selten dem Fortschritt, noch seltener der Gerechtigkeit. Dass Cicero uns heute als Philosoph erscheint, liegt vor allem daran, dass er nicht plump vorgegangen ist, dass er seine Reden fulminant untermauerte, dass seine Schliche ausgekocht geplant wurden, dass seine Gegner sich in seinem Netz verfingen. Harris beschreibt den Aufstieg Ciceros, ohne ihn zu beschönigen. Der Einäugige ist unter den Blinden der König. Wenn man sich die heutige Politikergeneration anschaut, fehlt diese Brillanz. Es wirkt eher provinziell, wenn sich Landesfürsten, wie Bundesprominenz auf dem Bildschirm zeigen. Der nüchterne Sachzwang diktiert das Geschehen. Wohl auch, weil es im Gegensatz zu damals, nicht ständig ums Ganze geht. Wer im Imperium zu viel wagt, dessen Karriere ist ruiniert, wenn er nicht gar um sein Leben fürchten muss. Robert Harris beschreibt die Gesetze einer Herrschaft, die sich scheinbar demokratischer Abstimmungen bedient, um diktatorischer Regentschaft den Weg zu ebnen, und zieht mit der Gefahr, die sich Rom von außen nähert und gegen die es scheinbar nur ein Gegenmittel gibt: Die Macht in den Händen eines Feldherren zu konzentrieren, eine erschreckende Linie zu 9/11 und dem Irak.

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5 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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