Den Tod im Blick (Numbers 1) : Numbers

  • von Rachel Ward
  • Sprecher: Laura Maire
  • Serie: Numbers
  • 6 Std. 8 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Jem weiß, dass nichts ewig dauert. Und seit dem Tod ihrer Mutter weiß sie auch, was die Zahlen bedeuten, die vor ihrem inneren Auge auftauchen, sobald Jem jemanden ansieht. Es ist das Todesdatum ihres Gegenübers. Das mit den Zahlen ist ihre Sache, findet Jem und behält ihr Geheimnis für sich. Und geht anderen lieber aus dem Weg. Das ändert sich, als der hyperaktive Spinne in Jems Leben platzt und gar nicht daran denkt, sie wieder in Ruhe zu lassen. Gemeinsam machen sie einen Ausflug zum London Eye. Doch dann entdeckt Jem in den Gesichtern der Touristen in der Warteschlange die immer gleiche Zahlenfolge...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ungewöhnlich - atemberaubend

Es ist, als ob wir das Abenteuer der Heldin Jem und ihres Freundes Spinne live miterleben. Durch die Sprecherin Laura Maire werden wir nicht nur Zuhörer - wir sehen wie Jem die Zahlen, die für die anderen den Tod bedeuten.
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- daxerer

Das Nichts im Blick

(Achtung: Spoiler) Es hätte so spannend sein können, ein sozial benachteiligtes Mädchen, das das Todesdatum ihres jeweiligen Gegenübers in dessen Augen lesen kann... Leider gleitet die Geschichte nach spannendem Anfang in etwa so spanned dahin, wie das Leben eines Teenagers im sozialen Wohnungsbau. Dabei beschreibt die Autorin genau. Wenn ich die Teenager, die es aus den Vororten in die Londoner Innenstadt zieht, in der U-Bahn beobachte, dann sind sie genauso wie Jem: laut, auffällig, ihr Leben scheint instabil und ausweglos. Und oft beschleicht mich der Gedanke, dass das auch sicher so ist. Jems Leben ist instabil und ausweglos. Was mich an diesem Buch stört, ist dass Jem NICHTS aus ihrer Gabe macht. Und die Autorin lässt sie in dieses Messer hineinlaufen. Dass es nun mal so ist, wird dem Leser Seite um Seite in endlosen inneren Monologen und dem ein oder anderen fruchtlosen Dialog bestätigt: "Für Leute wie uns gibt es kein Glück." Es reicht nicht, eine innovative Grundidee zu haben, soziale Fragen aufzuwerfen und eine gemischtrassige Liebesbeziehung zu inszenieren, die immerhin recht hübsch daherkommt, wenn über dem ganzen nur diese eine Aussage steht.

Etwa ab der Mitte der Geschichte passiert nichts mehr, was sie noch vorntreiben würde. Ausgerechnet als Jems Flucht zum Ende kommt, fällt der Autorin nichts mehr ein. Das merkt man auch der Auflösung an. Jem wiederholt sich, Jem wird lästig. Vielleicht auch der Autorin, die sie damit bestraft, dass sie ihr keinerlei Charakterentwicklung zubilligt. Am Ende der Geschichte ist Jem genauso weit wie am Anfang, nur um ein neues Problem reicher. Und für den Leser ist klar: genauso wird es jetzt weitergehen. Für die Teenager in der U-Bahn und für Jem.

Es war eigentlich nur Laura Maires Stimme, die mich durch die Trostlosigkeit dieses Hör- und Leseerlebnisses getragen hat. Ich war so dumm, mir parallel auch den Roman zu bestellen, da sich die Geschichte so interessant anließ. Hätte ich nur das Buch gelesen, ich hätte es sicher nicht bis zum Schluss geschafft. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kürzung des Hörbuches der Geschichte nichts Gutes tut, denn sie schneidet unter anderem in die extrem wenigen Szenen hinein, in denen Jem und Spinne zusammen sein dürfen. Wer die Geschichte in seiner vollumfänglichen Depression wahrnehmen und vielleicht wenigstens die Liebesgeschichte wirkich verstehen möchte (denn die ist gut beschrieben), der greift zum Taschenbuch. Wer an einem Problem wachsende Charaktere und eine intelligent aufgebaute Geschichte sucht, greift lieber zu einem anderen Titel. Meine aktuelle Mystery-Empfehlung: Schattengrund von Elisabeth Herrmann.
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- Stefanie

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 12.04.2010
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH