Der Fürst des Nebels : Nebel-Trilogie

  • von Carlos Ruiz Zafón
  • Sprecher: Rufus Beck
  • Serie: Nebel-Trilogie
  • 5 Std. 47 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Max und seine Familie ziehen in ein altes Haus am Meer, auf der Flucht vor dem Krieg. Hier herrscht Frieden, so scheint es zunächst. Doch schon bald legt sich ein dunkler Schatten über den Zufluchtsort, als Max erfährt, dass der Sohn der ehemaligen Bewohner unter mysteriösen Umständen ertrunken ist. Eine geheimnisvolle Macht scheint das Leben seiner Familie zu bedrohen...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Für Zafon enttäuschend

Die Erwartungen waren sehr hoch, im Vorfeld schon, als ich nach "Der Dunkle Wächter" vom Folgeroman des Spaniers Zafon hörte.
Mit Beck als Sprecher würde dies, zweifellos, ein wahrer Hörgenuss werden.
Als nun ein Relaxwochenende anstand und mir mein bester, mich begleitender Freund freudig mitteilte er habe "Fürst des Nebels" erstanden war klar, daß wir die Hotelabende nicht nur an der Hotelbar verbringen würden.
Gleich am ersten Abend begannen wir uns den BeckŽschen Lesequalitäten hinzugeben. Schon nach recht kurzer Zeit wurde klar, daß "Der Fürst des Nebels" nicht annährend an die qualitative Substanz von "Der Dunkle Wächter" heranreichen würde. Die Story erinnert am Anfang frappierend an den vorhergehenden Roman. Der Inhalt selbst wirkt unausgegoren, schriftbildliche Details betreffend Landschaft und Situationen, gar diverser Emotionen der Romanfiguren, wirken abgedroschen und wenig ausgearbeitet.
Zur Geschichte selbst lässt sich sagen: Es ist eben eine Phantasygeschichte mit zeitweise recht annehmbaren Ideen aber einer fast schon fahrigen Umsetzung.
Zudem wirkt der Roman gekürzt, auch wenn er das nicht ist, wie mir Beck bestätigte.
Wäre dieser Roman von einem anderen Sprecher als Beck vertont worden, hätte dieser wahrscheinlich nach kürzester Zeit in unserem Player den Gnadentot sterben müssen.
Auch wenn das Script noch so schlecht war, Beck hat es dann doch geschafft uns einigermaßen "interessiert" durch den Roman zu leiten.
Fazit: Gegenüber "Der Dunkle Wächter" ist "Der Fürst des Nebels" eine schnell verblassende Erinnerung. Der Auftritt eines "Nebelfürsten", leider so ganz ohne "Schall und Rauch"!
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- jfrequency

Beide - Autor und Vorleser - enttäuschen

Bis Zafóns neuer Roman Marina erscheint, ist es ja noch einige Zeit hin. Das Warten wollte ich mir deshalb mit Zafóns Jugendromanen verkürzen. Diese sind schon etwas älter - und das merkt man ihnen an, denn an Den Schatten des Windes können sie einfach nicht heranreichen.

Inhalt:
Der Zweite Weltkrieg zwingt Max und seine Familie dazu, aufs Land zu flüchten. Sie ziehen dort in ein leer stehendes Haus am Rande eines kleinen Fischerdorfes, das ein dunkles Geheimnis birgt: Der Sohn der Vorbewohner ist unter ungeklärten Umständen ertrunken. Mit der Zeit kommen Max und seine Schwester Alicia dem Rätsel auf die Spur.

Durchschaubarkeit und Langeweile:
Was zunächst ganz ruhig und harmlos, ja sogar sehr idyllisch-naiv beginnt, kehrt sich später ins Schaurige um. Dennoch hat mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt. Alles scheint so durchschaubar, als würde der Text selbst Zafóns Konstruktionspläne, die hinter der Geschichte stehen, offenbaren.

* die "Geheimnisse" des Hauses drängen sich einem von Anfang an förmlich auf: es ist ziemlich klar, dass alles darauf hinausläuft, die Geschichte um Jacob zu lüften
* die Eltern verschwinden plötzlich (warum, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten) und die Kinder werden einfach sich selbst überlassen, sodass sie nun ungestört das Geheimnis lüften können und sich Spannung entwickeln kann
* dass der Leuchtturmwärter ausgerechnet Max seine Geshichte erzählt, obwohl er sie jahrelang verschwiegen hat, finde ich ebenfalls sehr konstruiert

Vertont ist der Fürst des Nebels recht solide von Rufus Beck. Die einzelnen Kapitel werden durch Musikeinlagen abgetrennt, die der jeweiligen Stimmung im Buch entsprechen. Irritierend fand ich allerdings, dass Beck dem englischen Leuchtturmwärter einen norddeutschen Dialekt verleiht und so wohl versucht, den Leuchtturmwärter wie einen echten "Seemann" klingen zu lassen.

Fazit:
Ein durchwachsenes Jugendbuch, das aber für Leser seiner Zielgruppe sicherlich sehr spannend sein kann!
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- blauraum

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2010
  • Verlag: Argon Verlag