Der Junge im gestreiften Pyjama

  • von John Boyne
  • Sprecher: Ulrich Matthes
  • 5 Std. 12 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Berlin 1942: Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, werden gerade alle seine Habseligkeiten in Kisten verpackt. Sein Vater wurde befördert und die Familie muss umziehen, an einen weit entfernten Ort, wo es niemanden gibt, mit dem er spielen kann. Ein hoher Zaun trennt ihn von den seltsamen Menschen in gestreiften Anzügen in der Ferne. Aber Bruno beschließt, dass es mehr an diesem verlassenen Ort geben muss, als es den Anschein hat. Er trifft auf einen Jungen, dessen Lebensumstände ganz anders als seine eigenen sind. Die beiden Jungen freunden sich an - und das hat Folgen.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Beklemmend und dicht - mit einigen Schwächen

Brunos Vater wird zum Kommandanten von Auschwitz befördert und zieht mit der ganzen Familie aus dem Berliner Stadthaus in ein Haus, das direkt neben dem KZ steht. Die damit verbundenen Veränderungen, die Diskussionen zwischen den Eltern und mit den Großeltern werden aus der Perspektive des Neunjährigen erzählt. Über all die Vorkommnisse spricht jedoch niemand mit Bruno. Er ist getragen von dem kindlichen Vertrauen in die gute und wichtige Aufgabe seines Vaters. Auf der Suche nach Abenteuern bzw. Freunden trifft Bruno auf den gleichaltrigen Schmuel, der "auf der anderen Seite des Zaunes" lebt. Die beiden freunden sich an und treffen sich regelmäßig.
Die Geschichte von dem kleinen Bruno ist zweifellos berührend und fesselnd, birgt aber auch einige Brüche und Schwächen. So mutet es seltsam an, wie genau Bruno einerseits die Stimmung im Elternhaus erfaßt und wie wenig das wahre Geschehen zu ihm durchdringt. Das macht einerseits die beklemmende und oft dichte Atmosphäre der ganzen Geschichte aus, wirkt andererseits aber auch störend und manchmal sehr unrealistisch. Dem englischen Original ist geschuldet, daß Bruno immer nur vom "Furor" spricht - aber welches deutsche Kind hat Probleme mit den Umlauten??? Auch daß er nicht in der Lage ist, die falsche Aussprache von "Auswisch" zu korrigieren ist sehr unrealistisch und wird irgendwann nervig.
Ulrich Matthes hat mir gut gefallen, wenn er den polnischen Sträflingen seine Stimme lieh. Ansonsten war ich nicht immer so begeistert von seiner Vortragsweise.
Insgesamt wäre es sicherlich eine gute Idee, das Buch auf englisch zu hören. Ich gebe 4 bis 3 Sterne!
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- casspeia

Realistisch oder nervig naiv?

Auch wenn der Protagonist lieb und nett und wohlerzogen und reflektiert ist, so fehlt ihm doch das bauchgefühl. Die Geschichte hat mich unberührt gelassen, aber gelesen war sie toll.
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- Tamara

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2009
  • Verlag: Argon Verlag