Inhaltsangabe

Der junge Herr von Schnabelewopski verlässt seine Heimat, um sich im niederländischen Leyden dem Studium zu widmen. Doch es verschlägt ihn zuerst nach Hamburg und Amsterdam. Auf seinen Reisen widmet er sich mehr den sinnlich-weltlichen Genüssen als ernsthaften Studien. Er stellt dabei allerlei unterhaltsame und humoristische Betrachtungen an über das weibliche Geschlecht, die kulinarischen Eigenheiten Deutschlands und die Menschen im Allgemeinen.
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Matthias Am hilfreichsten 18.07.2011

Im Schatten von Westphal

Der burleske Text Heines - wie oft bei ihm ein grotesker-Ich-Monolog, zwischen großartigen Einfällen, banalem Schnickschnack und tiefen philosophischen Einsichten hin- und herpendelnd, ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen hat wohl hier Wagner seine anregung zum "Fliegenden Holländer her", zum andern enthält es einige der lustigsten, aber auch bittersten und traurigsten Passagen des gesamten Heine-Werkes.
Ich liebe Kaminski, und er ist sicher ideal besetzt für diesen Text. Doch ich erinnere mich, daß ich bei Wesphals Wiedergabe der erschütternden Beschreibung der schreienden Hamburger Schwäne wirklich geflennt habe - das ist bei Stefan kaminski nicht so beklemmend. Dafür ist er unschlagbar in den komischen Momenten, etwa in heines durchgeknallter Theorie, die Frauen verschiendener Nationalitäten hätten dieselben Eigenschaften wie die Nationalgerichte. Wunderbar auch, wie er -für die 1820er Jahre erstaunlich freizügig, erzählt, daß er mit seiner Gasthaus-Wirtin schlafen muß, um gutes Essen zu bekommen, und, wenn er es nicht tut, alle Gäste nur miesen Fraß vorgesetzt bekommen.
Aus eigener Erfahrung aus vielen Gesprächen wieß ich - die meisten Deutschen ahnen gar nicht, daß Heine einer der lustigsten und vielseitigsten Prosa-Schriftsteller war, die je gelebt haben. Viele kennen nur ein paar Gedichte aus der Schulzeit. Auch das wieder ein Hörbuch, das Lust macht auf mehr Heine-Prosa!

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4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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