Bleak House III : Bleak House

  • von Charles Dickens
  • Sprecher: Gert Westphal
  • Serie: Bleak House
  • 13 Std. 19 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Rahmenhandlung dieses großen Gesellschaftsromans ist das Gerichtsverfahren Jarndyce gegen Jarndyce um eine Erbschaft. Der Roman lebt jedoch von Einzelgeschichten, die ineinander verwoben sind.

Da ist die Erzählung um das "Waisenmädchen" Esther Summerson, das nach dem Tod seiner Tante von John Jarndyce, einem Beteiligten des Erbschaftsstreits und reichen Oberschichtler, in Bleak House aufgenommen wird und dort als Haushälterin und Gesellschafterin arbeitet.

Weiterhin erfahren wir von Sir Leicester und seiner Frau Lady Dedlock, die sich als Mutter von Esther entpuppt, was jedoch geheim bleiben soll und schließlich zu deren Tod führt.

Schließlich wird das Verfahren Jarndyce gegen Jarndyce wegen Geldmangels eingestellt, Esther heiratet Allan Woodcourt und zieht aufs Land. Aber nicht nur in Bleak House wird die Hohlheit einer Adelsgesellschaft kritisiert, sondern, wie könnte dies bei Dickens fehlen, der Blick auch auf Großstadtnot, Wohnungselend und Vernachlässigung gerichtet, ausführlich geschildert und in dem Gassenjungen Jo zum Leben erweckt.

Der hier vorliegende Teil 3 umfasst die Lesung der Kapitel 40 bis zum Ende des Buches. Übersetzung: Richard Zoozmann, Regie: Peterpaul Schulz

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Hochform im Gerichtssaal

Ein über Jahre sich hinziehender Erbschaftsprozess, in den um die 50 Personen zwischen Upper Class und Proletariat im England des frühen 19. Jahrhunderts mehr oder weniger stark verwickelt sind, das ist Charles Dickens' "Bleak House", hier präsentiert als Lesung von über 37 Stunden Dauer. Hochspannend, urkomisch, tief traurig. Wirklich perfekt vorgestellt von Gert Westphal, der das Kunststück vollbringt, durch Intonation und Sprechakrobatik die Personen so voneinander zu unterscheiden, dass man sie als Hörer nie verwechselt. Höhepunkte sind sämtliche Auftritte des juristischen Personals, die Szenen vor Gericht, aber auch die Vorbesprechungen zwischen Anwälten und Mandanten. Es sei "Prinzip der englischen Justiz", kann Dickens sich an einer Stelle nicht beherrschen zu sagen, dass sie "für sich selbst und auf Kosten der Klienten" arbeite. Diese Klage hat wohl wenig von ihrer Berechtigung verloren, und auf England beschränken muss sie sich nun gar nicht. Überhaupt ist man als Hörer verblüfft, wie wenig sich in den letzten 200 Jahren verändert hat. Bei Dickens reisen Informationen noch per Postkutsche, heute tun sie das per Kabel – die Intentionen ihrer Inhaber sind die gleichen geblieben. Eine in Sachen Menschenbild eigentlich desillusionierende Erkenntnis, beim Gespann Dickens/Westphal ein literarisches Erlebnis vom Feinsten.
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- Claudia Kiel

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2014
  • Verlag: SWR Edition