Der wiedergefundene Freund

  • von Fred Uhlman
  • Sprecher: Hans Korte
  • 2 Std. 11 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Die Geschichte spielt in Deutschland. Wir schreiben das Jahr 1933... Zwei 16-jährige Jungen besuchen die gleiche exklusive Schule. Der eine, Hans Schwarz, ist der Sohn eines Arztes, der andere, Konradin von Hohenfels, entstammt einer reichen Adelsfamilie. Zwischen den beiden entspinnt sich eine innige Freundschaft, die auf einem tiefen, magischen Einverständnis beruht. Bis ein Jahr später die Beziehung zerbricht.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Wiedergefunden - what a treat!

Eine Novelle, in der Fred Uhlman - ein Deutscher jüdischen Glaubens - mit seiner deutschen Geschichte "abrechnet" und seinen Frieden findet, nämlich in dem "Wiederfinden" seines Jugendfreundes, von dem er glaubte, ihn an die Nazis verloren zu haben. Eine Novelle, in der die deutsche Geschichte mit leisen Tönen individuell dargestellt und wunderbar vorgelesen wird von Hans Korte. Das Buch befand sich bereits in meinem Bücherregal - ignored -, aber das Hörbuch ist auf meinem MP3 Player, so daß ich es immer wieder hören kann.
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- Bookworm

Ein Stuck bewegender Zeitgeschichte...

Erzählt wird die Geschichte der auβergewöhnlichen Freundschaft zweier Klassenkameraden, Schüler eines humanistischen Gymnasiums: Hans Schwartz, Sohn eines jüdischen Arztes und der aus adligem Hause stammende Konradin von Hohenfels. Sie beginnt im Jahre 1932 in Stuttgart.
Während der Jude seinen adeligen Schulkameraden bewundert und ihn unbefangen mit zu sich nach Hause nimmt, versucht Konradin, den Freund von seinem Elternhaus fernzuhalten. Irgendwann muβ er sich allerdings erklären: Seine Mutter sympatisiert mit den Nationalsozialisten und haβt die Juden.
Die Wege der beiden jungen Männer trennen sich. Hans wird nach Amerika geschickt, um dort studieren zu können. In Deutschland herrscht der Nationalsozialismus und die Eltern von Hans begehen Selbstmord aus Furcht vor der drohenden Deportation in ein KZ. Hans beendet sein Studium, gründet eine Familie und lebt als Anwalt in Amerika. Er verachtet die Deutschen.
Durch eine merkwürdige Fügung bekommt er eine Liste der im Krieg gefallenen Mitschüler in die Hände und er findet auch den Namen von Konradin. Die in einer Fuβnote genannten Umstände zu Konradins Tod erschüttern ihn tief und er erkennt seinen Freund...
Die Novelle hat mich sehr berührt. Zeigt sie doch, daβ die Wurzeln einer Freundschaft, wie wir
sie heute nur noch aus Romanen kennen, viel tiefer gehen können, als es den Anschein hat. Gleichzeitig ergreift mich, der älteren Generation angehörend, ein wenig Wehmut, Traurigkeit: Wo finde ich heute in Deutschland noch humanistische Bildung? Hatte sie überhaupt den Wert, den man ihr zumaβ, wenn sie doch den Sieg des Nationalsozialismus nicht verhindern konnte? Hätte sie im heutigen Europa des dramatischen Kulturverfalls eine Chance? Welchen Weg werden meine Kinder gehen?
Ein wunderbares Buch, excellent gelesen von Hans Korte!
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- Ulrich

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 26.03.2010
  • Verlag: Diogenes Verlag AG