Die Familie Hardelot

  • von Irène Némirovsky
  • Sprecher: Iris Berben
  • 7 Std. 15 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Satt, selbstzufrieden und in der wohligen Gewissheit, dass sich nie etwas ändern wird: Die Fabrikantenfamilie Hardelot aus der französischen Provinz wiegt sich vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in trügerischem Glück. Doch innerhalb einer Generation wird ihre bürgerliche Welt für immer hinweggefegt.Im Frühjahr 1940 beginnt Irène Némirovsky die Arbeit an einem Buch, das ganz in der Tradition des großen europäischen Familienromans steht. Über Jahre hat sie die träge Selbstzufriedenheit der bürgerlichen Kreise, in denen sie verkehrte, beobachtet. Sie hat erlebt, wie diese Familien sich in Sicherheit wiegen und sich weigern, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Nun will Némirovsky ihnen den Spiegel vorhalten.
Der Roman, der unmittelbar vor "Suite française" entstand, wurde erst posthum 1947 veröffentlicht und ist der illusionslose Abgesang auf ein Bürgertum, das feige vor der Wirklichkeit die Augen verschließt.

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Kritikerstimmen

Eine der wohl größten Wiederentdeckungen der vergangenen Jahre.
--Brigitte

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Wenn aus einem Hörbuch ein Theaterstück wird.

Iris Berben liest das Hörbuch auf eine Art, wie ich es bis dahin noch nie erlebt habe. Damit verleiht sie dem Roman eine einzigartige Note. Sie verwandelt den Roman in ein beeindruckendes Theaterstück, bei dem das Publikum auf der Bühne sitzt, einen Zuschauerraum gibt es nicht. Sie spielt meisterhaft und löst sich vollkommen aus der Rolle der Vorleserin. Die Schauspielerin passt ihre Stimmlage jeder Situation an. Dadurch denkt man, Agnès, Pierre und all die anderen sprechen tatsächlich. Sie sind da, ganz bei dir, bei mir. Hier trennt keine künstliche Fassade den Leser von der Geschichte. Iris Berben hat aus einem Hörbuch ein schauspielerisches Erlebnis geschaffen, dem man sich nicht entziehen kann und immer wieder hören möchte.
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- klappentexterin

Für mich gehört Irène Némirovsky...

...in die Liga von Tolstoi und T. Mann. Nicht ganz so episch wie Anna Karenina oder Buddenbrooks, aber wunderbar geschrieben und die Charaktere sind unglaublich präzise gezeichnet, ohne Geschwafel. Man merkt, dass sie vieles gelebt und erlebt hat. Das trifft übrigens auf alle ihre Bücher zu (besonders auf Suite francaise), die ich gelesen habe. Und da kommen wir auch schon auf die fantastische Iris Berben, dass passt ohne Abzüge. Ich glaube wenn man I.N. erlaubt hätte das zu hören, hätte sie sich über soviel Symbiose gefreut.
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- Michael

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2010
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland