Inhaltsangabe

Es wird die letzte, unvollendete Fassung des Romans gelesen. Handlung: Ein junger Mann, der soeben geheiratet hat, findet in seinem Elternhaus eine rote Mappe, die seinem Urgrossvater gehört hat. Hier hat dieser sein Leben als Student und später als Arzt aufgeschrieben. Es sind Aufzeichnungen über Freundschaften, Liebe und Schicksale seiner Zeitgenossen. Regie: Bernhard Rübenach
©2013 SWR (P)1979 SWR
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Wolfgang Hennig Am hilfreichsten 09.06.2013

Hörenswert

Wenn Ulrich Greiner in seinem Essay über den "Nachsommer" in der ZEIT LITERATUR (Juni 2009) dieses Werk Stifters als "einen der seltsamsten und großartigsten Romane, die je geschrieben wurden" beschreibt, aber konstatiert, dass man diesen Roman nur lieben oder hassen kann, so dürfte diese Alternative für Stifters "Mappe meines Urgroßvaters" wohl entfallen. Liest man Stifter überhaupt, so ist diese Erzählung, wie auch "Bergkristall" (u.a.) sicher eine der schönsten, auch und gerade in ihrer Unvollendetheit, durch die man die Auseinadersetzung des Dichters mit seinem Werk erahnen kann. Die letzte - leider unvollendete - Fassung der "Mappe" wird von Manfred Schradi sehr hörenswert mit viel Engagement gelesen. Die Lesung erhält über ihre ganze Länge die Spannung und Aufmerksamkeit des Hörers. Für Liebhaber klassischer Literatur sehr zu empfehlen.

Es wäre wünschenswert, dass auch eine frühere Fassung der "Mappe" von Schradi gelesen vorliegen würde, da einerseits in der letzten Fassung entfallene wichtige Teile verfügbar wären und zudem die schriftstellerische Arbeit an dieser wichtigen Erzählung Stifters sichtbar würde. Die Erzählung ist auch eine wichtige Ergänzung zum "Nachsommer", für den man sich eine ebenso gelungene Lesung wünschen würde.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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