Die Zeitmaschine

  • von H. G. Wells
  • Sprecher: Götz Otto
  • 4 Std. 4 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Der namenlose Zeitreisende berichtet von seiner Erfindung: Der Zeitmaschine. Während einer Demonstration entschwindet der Erfinder und taucht erst acht Tage später wieder auf. Wunderliches hat er zu berichten aus dem Jahr 802.701, wo er auf die kindlich-zutraulichen Eloi, direkte Nachfahren der Menschen, trifft, die ein erfülltes und freies Leben führen. Doch der Schein trügt...

Wells Klassiker gilt als Geburtsstunde der modernen Science-Fiction-Literatur und wurde mehrmals verfilmt.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Der erste Große Wells im Netz! Endlich!!

Neulich las ich irrtiert in einer Hörerbewertung von Lems solaris, dies sei nicht so doll, denn das sei "ein sehr altes Buch". Hoppla - der hörer meint die 1970er Jahre! Bisher war mir in meinem lesehungrigen Leben noch nie der Gedanke gekommen, ein Buch könne nur aufgrund seines Alters gut oder schlecht sein. Bücher sind zeitgebunden oder zeitlos. Dann gefror mir wirklich das Blut in den Adern bei dem Gedanken - es gibvt vielleicht wirklich Leute, die glauben, vor 1995 sei nix los in der Welt der Spannungsliteratur... Wie schrecklich - etwa als Horrorfan Wells' Zeitmaschine nicht zu kennen -denn die ist von 1895! Und einfach der Hammer! Hat nie Staub angesetzt!
H.G.Wells, Erfinder des modernen Horrorgenres, hat in seinen jungen Jahren die Leser immer wieder mit Scifi geködert - fast immer geben sich seine Romane um 1900 zunächst als technische Utopien, aber bald schlagen sie um in furiosen Horror, egal ob "Zeitmaschine", "krieg der Welten" (Hörspiel von Orson Welles, Film von Spielberg) oder "Die Insel des Dr. Moreau". Stephen King, großer Wells-Fan, setzte der Zeitmaschine ein Denkmal, in dem er die Kanalisationsröhren in Derry ("Es") als "Morlock-Löcher" bezeichnete, nach den ekligen Monstern im Wells-Roman.
Hier nun also endlich der grandiose Roman ungekürzt mit einem wirklich fantastischen Sprecher! Obwohl ich das Buch bestimmt viermal gelesen habe, habe ich es unendlich geonssen, wieder von der scheinbar harmlosen intellektuellen Diskussion um Zeitreisen am Kaminfeuer in die düstere Welt des Jahres 802701 (!!) mit all ihren Schrecken entführt zu werden. Sehr gelungen fand ich die dezenten atmosphärischen Geräusche - nicht zu krass, grade richtig, ähnlich gut gewählt wie in Lovecrafts Horrorklassiker aus den 1930ern "Berge des Wahnsinns" (auch hier zu haben - mit David Nathan!!!).
Ein Hurra also auf die Umsetzung dieses Meisterwerks - wann kommt endlich "Krieg der Welten"???
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- Matthias

Licht, aber auch Schatten

Seltsam schwierig für mich, das Buch zu bewerten.

An der Produktion selbst ist nichts auszusetzen. Götz Otto liest hervorragend und auch die sparsam eingesetzten Audioeffekte und die Musik sind stimmig und gut. Verdiente fünf Sterne für diese wirklich tolle Leistung.

Es ist die Geschichte selbst, die mir weniger gefällt, als erwartet. Ich muss zugeben, dass ich die Zeitmaschine bisher nur in zwei Verfilmungen kannte und nicht selbst gelesen habe. Die wahrscheinlich bekannteste Verfilmung von 1960 mit Rod Taylor fesselt mich doch deutlich mehr, als die Romanvorlage, was bei mir sehr selten ist. Auch der Roman ist gut, kein Zweifel , aber die spröde Art der Erzählung mit den teilweise kruden Theorien, wie es zu der Entwicklung der Eloi oder der Morlock gekommen ist, ist so deutlich eine Gesellschaftskritik aus dem vorletzten Jahrhundert, die mir von ihrer Intension einfach nicht gefallen wird. Auf den ersten Blick entwickeln sich die wohlhabenden und edlen Bildungsbürger zu den naiven, aber friedlichen Eloi und die dumpfen Arbeiter zu den brutalen und blutrünstigen Morlock. Nein, danke, das stößt mir übel auf und will mir nicht gefallen. Ohne diesen Ansatz, wenn Wells für die Entwicklung eine andere Lösung gefunden hätte (der Film von 1960 bietet da mit der Erklärung durch die sprechenden Steine ja eine brauchbare Erklärung), wäre die Zeitmaschine eine spannende, frühe Science Fiction Erzählung geworden. Sofern man diesen Aspekt ausblendet, macht die Geschichte aber auch viel Spaß und ich habe sie gerne bis zum schnellen Schluss gehört.
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- Saarpirat

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2014
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH