Inhaltsangabe

Mit der Begeisterung seiner Zeitgenossen zieht der Student Adolf Reisiger 1914 in den ersten Weltkrieg, die im Blut und Dreck des Stellungskrieges, der Giftgaseinsätze und Materialschlachten schnell erstickt. Das Grauen und der allgegenwärtige Tod verwandeln den kriegsbegeisterten Freiwilligen in einen überzeugten Pazifisten, der den Verstand zu verlieren droht und schließlich in die Irrenanstalt eingeliefert wird.

Die Lobeshymnen, die der Roman "Heeresbericht" bei Erscheinen 1930 von Gottfried Benn, Kurt Tucholsky, oder Ernst Toller erfuhr, wurden im Schatten des fast gleichzeitig erschienenen Erfolgsromans 'Im Westen nichts Neues' von Remarque, kaum wahrgenommen.
©2012 Nikol (P)2017 Andreas Karmers Steffens
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Jörg Eggers Am hilfreichsten 19.09.2017

Erschütterndes Hörspiel

Dies hier ist kein Hörbuch im klassischen Sinne, es ist ein Hörspiel. Die Sprecher machen alle einen tollen Job. Das Buch hört sich locker weg, man kann es aber nicht in einem Rutsch hören. Der Inhalt ist einfach zu erdrückend.

Es beginnt ganz harmlos kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges. Dann über die freiwillige Meldung zum Kriegsdienst. Dann geht es voller Naivität langsam auf die Front zu und es dämmert den Freiwilligen, was da auf sie zukommt.

Es kommt viel schlimmer, anonymes töten, Dreck und Krankheiten. Menschenverachtung ohne Ende. Spätestens ab hier wird es bedrückend und schwer zu ertragen.

Ein eindeutiges Buch gegen den Krieg und eine Mahnung.

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6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von Bernhard Am hilfreichsten 25.02.2018

Leben verbrennen

Würden Sie dieses Hörbuch einem Freund empfehlen? Wenn ja, was würden Sie ihm dazu sagen?

Vor Jahren habe ich das Buch gelesen und mir jetzt das Hörbuch gegönnt. Dabei ist es mehr. Eine beklemmende, vielstimmige und einfach sehr gut gemachte Montage. Kein Hörspiel. Kein richtiges Hörbuch. Eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Alle die heute wieder von Nation, Vaterland und Stolz auf dasselbe reden, sollten sich vergewissern, daß das Vaterland Opfer verlangen kann.

Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

Es gibt keine Lieblingsfiguren. Edlef Köppen hat in seinem Buch darauf geachtet, viele Facetten des Soldatenlebens und des Politischen darzustellen. Das Hörbuch arbeitet diesen Aspekt sehr gut heraus.

Welche Figur hat the narrators Ihrer Meinung nach am besten interpretiert?

Gert Haucke als Kaiser Wilhelm ist einfach nur gruselig. Sehr gut interpretiert.

Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

Nein. Das geht nicht. Man muß Pausen machen. Die Texte und Bilder brauchen Zeit sich im Kopf zu sortieren.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es gibt meiner Meinung nach drei deutsche Romane, die den Ersten Weltkrieg in einer Art darstellen, die aus Geschichtsdaten Gruselbilder werden lassen. Nicht zum billigen Erschaudern sondern zum Nach-Denken. "Im Westen nichts Neues", "In Stahlgewittern" und eben "Heeresbericht".
Ein großes Lob an die Produzenten dieses Hörbuches, die sich doch an einen relativ unbekannten Roman getraut haben.
Uneingeschränkt 5 Sterne.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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