Ilias

  • von Homer
  • Sprecher: Manfred Zapatka
  • 19 Std. 50 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Die deutschen Übersetzungen ruhen meist ungelesen im Bücherschrank. Zeit, dies zu ändern. Jenen Homer, den Raoul Schrott uns in seiner Neufassung der Ilias vorstellt, darf man getrost als Sensation bezeichnen. Ursprünglich geschaffen für die inszenierte Lesung, greift er konsequent auf die mündliche Tradition des Werks zurück. Er ersetzt den Hexameter durch frei rhythmisierte Prosa und bringt uns die Figuren im Kampf um Troja näher als je zuvor: den aufbrausenden Achilleus, den gewieften Taktiker Odysseus, den dreisten Agamemnon und viele mehr...

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Kritikerstimmen



Unbezweifelbar grandios ist das tönende Resultat, zumal die stimmliche Leistung von Manfred Zapatka.
-- FAZ

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Klassik neu aufgelegt

Die neue Übersetzung der Illias von Raoul Schrott ist sicher Geschmackssache. Nicht jeder wird es gut finden, wenn in einem Text, wie er klassischer kaum denkbar ist, viele umgangssprachliche Redewendungen auftauchen. Ich finde es aber nicht schlecht, weil es einem die vielen Dialoge doch näherbringt. Und natürlich unterhalten sich Krieger mitten in der Schlacht nicht mit gestelzten hochsprachlichen Wendungen.
Was ich auch sehr ansprechend fand, war die Idee, wenn einer der Götter spricht, die ersten paar Sätze im Original vorzutragen und dann erst mit der Übersetzung zu beginnen.
Weniger ansprechend sind die ewig gleichen Untermalungen der Tonspur mit Geräuschen/musikalischen Versatzstücken. Wenn man das einhundertste Mal den Tod eines Kriegers oder das Abschießen eines Speers mit demselben Geräusch "kommentiert" hört, wird es ein wenig langweilig.
Zur Illias allgemein: Man muss sich klarmachen, dass gut die Hälfte, wenn nicht mehr aus detaillierten Beschreibungen davon besteht, wie dieser oder jener Krieger diesen oder jenen anderen vom Leben zum Tod befördert, wo der Speer in dessen Körper eindringt und wo er wieder herauskommt usw. Insoweit kann man Homer eine gewisse Eintönigkeit vorwerfen. Auch das ewige letztlich von den Göttern gesteuerte Hin und Her des Schlachtenglücks lässt einen nach einer gewissen Zeit etwas ratlos werden. Unschätzbar dafür die Einblicke, die das Epos in die Gedankenwelt der griechischen Antike gibt, z.B. wie weit entfernt diese von den mittelalterlichen Vorstellungen von Ritterlichkeit war.
Und, na ja, in dem Sinn hat die Illias kein "Happy End"... wenn man das sucht, ist sicher eine andere Lektüre vorzuziehen...
Wenn man aber mal zu den antiken Wurzeln unserer Literatur vordringen will, ist dieses Hörbuch sicherlich einer der am leichtesten beschreitbaren Zugänge, zumindest wenn man etwas weiter gehen möchte als mit Schwabs klassischer Zusammenfassung, die früher Pflichtlektüre für die waren, die nicht selber altgriechisch konnten.
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- Signum Fortis

Rund 2500 Jahre überbrückt.

Eigentlich weiß man, worauf man sich einlässt, wenn man Homer liest oder hört. Es ist wie ein Raunen aus uralter Zeit, gedämpft durch einen Tonfall, der wie Staub auf dem Inhalt liegt.
Ganz anders hier. Die Menschen, ihre Konflikte, ihre Abgründe wirken frisch und aktuell.
Die Hörspielbearbeitung mit ihren sparsam eingesetzten, aber wirksamen Geräuschen und die eindringliche, niemals aber aufdringliche Stimme Herrn Zapatkas bringen die wunderbare Übersetzung Raoul Schrotts, modern ohne Manierismen, sehr gut zur Geltung. Sehr empfehlenswert.
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- Andreas

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 23.09.2011
  • Verlag: Der Hörverlag