Jahrmarkt der Eitelkeit

  • von William M. Thackeray
  • Sprecher: Hans Jochim Schmidt
  • 40 Std. 43 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Thackeray veröffentlichte diesen Gesellschaftsroman 1847/1848 in der Satirezeitschrift Punch. Der Autor durchleuchtet sarkastisch typische Gesellschaftsmechanismen seiner Zeit und das ewige Spiel um Geld, Prestige, Vergnügen und Liebe. Der Romantitel ist in der Form "Jahrmarkt der Eitelkeiten" zum geflügelten Wort geworden, mit dem Dünkel und Hochnäsigkeit angeprangert werden.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Großes Vergnügen durch ganz großen Vorleser!!!

Allein der Name des Autors ist schon schön: William Makepeace Thackeray. Sein feines Werk "Vanity Fair" erschien 1848. Alte Sache? Keineswegs. Zwar spielt das Ganze im Viktorianischen Zeitalter und man bekommt sogar ein nützliches Historiengemälde für den Bildungsbürger. Man lernt was Neues über Waterloo und britisches Kolonialgewese in Indien. Über albernen Adel und Emporkommenwollen in die Upper Class. Für Frauen, die Kutschenkitsch mit romantischen oder intriganten Verhältnissen lieben: alles da. Und spannend obendrein. Man muss unbedingt wissen, wie es ausgeht, obwohl man es eigentlich ahnen kann. Ich hatte beim Hören das Gefühl, moderne Herz-Schmerz-Schmalz-Schreiber/innen hätten dieses Werk als geistigen Steinbruch benutzen können. Ich unterstelle hier keine Plagiate.
Ein guter Klassiker hat eben alle Zutaten guten Erzählens. Das Besondere an diesem "Trivialroman" : es ist keiner. Der Autor hat sein Werk in der altehrwürdigen Satirezeitschrift Punch (1841-1992) veröffentlicht. Die Charaktere mit sehr spitzer Feder in Worte gezeichnet. Beim Hören - auch wenn einem der Text manchmal betulich lang vorkommt - bleibt immer dieses heimliche Glucksen im Bauch, bis manchmal sogar Lachen durchbricht. Bei allem Schrecken über die Doofheit männlicher und weiblicher Naivchen und die armselige Gerissenheit ihrer Gegenstücke bleibt immer ein Grundton, der liebevoll die Mundwinkel hebt.

Und das ist bei diesem Hörbuch wohl auch das Verdienst des Vorlesers Hans Jochim Schmidt. Der Mann ist wundervoll im Vorlesen. Weil er den Text, den er da vorträgt, durch und durch verstanden hat. Und so gerät ihm in 40 Stunden kein einziger Ton daneben. Nichts sinnentstellend Störendes. Im Gegenteil:er fügt dem Buch noch eine Dimension hinzu: Die Stimme. So kongenial können das leider nur ganz wenige. Nach zwei Jahren audible-Zeit bin ich wohl einigermaßen hör-erfahren.
Inzwischen wähle ich nicht mehr nur nach Themen und Titeln aus, sondern auch nach Sprechern. Wer den Text nicht richtig rüberbringt, kann jedes Meisterwerk kaputtlesen. Hans Jochim Schmidt hat das schöne Talent, scheinbar langweilige klassische Texte zu neuem Leben zu erwecken. Ich empfehle also mit Begeisterung
- im besten Sinne des Wortes - hören Sie Hans Jochim Schmidt.
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- ilonka

Der reine Genuss

Die alte Radioversion mit Percy Adlon hatte mich seinerzeit sehr eingenommen, aber Hans Jochim Schmidt spielt noch einmal in einer anderen Liga. Selten haben sich für mich Text und Vortrag so gut ergänzt. Der Sprecher lässt sich genüßlich Zeit, man sieht ihn förmlich im Lehnstuhl vor sich, mit einem Glas Cognac in der Hand. Der alte Thackeray ist ein ganz Großer - aber Schmidt auch.
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- Sandra

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 26.04.2013
  • Verlag: Vorleser Schmidt Hörbuchverlag