Kleiner Mann - was nun?

  • von Hans Fallada
  • Sprecher: Frank Arnold
  • 16 Std. 21 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Hans Falladas Meisterwerk erschien in unsicheren Zeiten. Es wurde vor dem Druck 1932 gekürzt und verändert: Textstellen, an denen sich der Autor politisch differenziert äußerte, wurden geglättet oder gar in ihr Gegenteil verkehrt. Jetzt erscheint der Roman erstmals so, wie Fallada ihn gewollt hatte.

Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma, genannt Lämmchen, erfahren, dass sie ein Kind erwarten. Kurzentschlossen heiratet das frisch verliebte Paar, auch wenn es mit wenig über die Runden kommen muss. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis glauben der kleine Berliner Verkäufer und seine junge Frau an das Glück. Als sich Pinneberg in das Millionenheer der Arbeitslosen einreihen muss, nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelten Mannes in die Hand.

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Kritikerstimmen


(Fallada war) ein ungemein produktiver, herausragender Autor der Neuen Sachlichkeit.
-- Fluter.de

Rudolf Ditzen ist für uns eine ganz bedeutende literarische Persönlichkeit, ein großer Chronist seiner Zeit, der sich besonders den kleinen Leuten zugewandt hat.
-- Neues Deutschland

... ein Erfolg, der darauf beruht, dass Fallada im Geschick seines Helden in der Provinz und und in Berlin um das Jahr 1930 den Jedermann-Roman seiner Epoche geschrieben hat: volksnah, realistisch, detailgetreu und milieuversessen; noch heute eine der besten "Biografien" des Deutschland der Wirtschaftskrise, der Arbeitslosenheere, des Glitzers und Talmis der "Roaring Twenties", der Welt der Kaufhausangestellten und der Strassenkämpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten.
-- Tagesspiegel

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Bemerkenswertes Buch.

Gute und schlechte Zeiten kleiner Leute in schwerer Zeit. Meistens sind es schlechte Zeiten. Kaum mal gute. Nur selten schaut mal das Glück herein und dann auch nur, um gleich wieder schnell zu verschwinden.

Die Zeit, in der die Geschichte spielt, scheint heute fast ferner, als deutlich länger zurückliegende, aber die Sorgen, Nöte und Gefühle der Pinnebergs sind immer noch hochaktuell und eigentlich viel zu modern. Das Leben ist hart und wird noch härter. Das Geld ist knapp und die Arbeitgeber machen es noch knapper. Immer droht Arbeitslosigkeit und damit Elend. Politisch droht noch größeres Unheil. Erschreckend aktuell oder doch immer aktueller werdend.

Fallada ist ein grandioser Erzähler, der den Leser / Hörer mit einfachen, aber kraftvollen Worten mitten in das Geschehen hineinversetzt um von Anfang bis Ende fesselt und mit den Pinnebergs mitfiebern und mitleiden, mitbangen, mithoffen und – in seltenen Momenten – mitglücklichsein lässt. Das Glück, meistens nur eine ferne Hoffnung, kommt doch immer wieder im Privaten hindurch. Letztlich liegt auch da der Trost in der Geschichte.

Wunderbar ist auch, dass die Lesung endlich ungekürzt und in der Originalversion vorliegt.

Und Frank Arnold liest auf den Punkt. Klasse!

Ich bin rundweg begeistert und kann das Werk nur empfehlen.
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- Saarpirat

Fallada und Arnold, ein perfektes Team!!!

Wenn ich gelegentlich über einen Friedhof gehe, bleibe ich manches Mal an alten Gräbern hängen und frage mich: „Wer waren die Menschen, die in vergangener Zeit gelebt haben? Und vor allem wie lebten sie?“ Meine Großeltern und ihre Zeitgenossen beispielsweise. Fallada öffnet ein tatsächliches Zeitfenster nach 1930 und lässt mich in fremde Stuben schauen. Ich halte die Luft an und staune. Es ist nicht die schnöde Handlung die von Alltäglichkeiten kündet, dem ständigen Kampf ums Sein, die einfache Existenz die mich gefangen nimmt. Nein, es ist die Atmosphäre der Zeit die sich auftut und knistert. Meist durch nicht endende Dialoge. Kurz und knackig. Wie vom Stenoblock.
Wenn z.B. Ken Follett über die 30ger Jahre schreibt, kann er letztlich nur mutmaßen und eine mehr oder weniger spannende Geschichte erfinden. Er war noch nicht geboren. Fallada hingegen ist Zeitzeuge, mittendrin. Sein einfacher, eindringlicher Stil und seine „Zeiterfahrung“ lassen mich wirklich eintauchen und teilhaben; und so sitze ich bei den jugendlichen Zeitgenossen von Oma und Opa im möblierten Zimmer und erfahre so einiges über deren alltägliches Ringen in ihrem kleinen Universen. Von Hoffnung und Genügsamkeit ist die Rede, von Liebe und Verantwortung, von Bratkartoffeln, Schellfisch und Windeln. Und Frank Arnold muss irgendwie auch auf diesem Zeitstrahl unterwegs sein, er liest eindringlich und überzeugend. Er ist das Fenster…. Keine spannende Story, keine historischen Fakten aber atmosphärischer Geschichtsexkurs vom Feinsten!!!
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- Udolix

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2016
  • Verlag: Audible GmbH