Inhaltsangabe

Ein von seiner Ehefrau verlassener Mann sitzt allein in der Wohnung und probiert Geschichten an wie Kleider. Oder ist auch das schon eine der Varianten? In diesem Hörspiel erschließt sich der Kosmos von Max Frischs facettenreichstem Roman neu. Man lauscht der Inszenierung von Rudolf Noelte und versteht: "Jedermann erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält". Durch fein gesetzte Musik, Geräusche und den Stimmen von Robert Freitag und Dagmar Altrichter, der Synchronstimme von Liz Taylor und Ingrid Bergman, entstehen neue Welten im Kopf.
(P)Bayerischer Rundfunk/Südwestfunk, jetzt Südwestrundfunk 1967
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Michael Am hilfreichsten 23.05.2012

Wie ein Sog

Ein Hörspiel wie ein Sog in die Gedanken, in die Existenz eines Menschen namens Gantenbein. Das Dasein als Selbst-Konstruktion. Auch wenn es nicht immer leicht ist diesem inneren Monolog zu folgen, ist es ein hervorragend umgesetztes Hörspiel. Ein richtig guter Max Frisch.

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2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars
Von folgren Am hilfreichsten 17.01.2008

Spiel mit mir

Max Frisch ist auch in seinem Roman Mein Name sei Gantenbein der Suche nach der eigenen Verwirklichung nachgegangen. Er bewegt sich dabei im Privaten. Anders als Saramago, der in Der Stadt der Blinden die sozialpolitischen Auswirkungen in den Mittelpunkt rückt, ist Frisch eher an der persönlichen Betrachtung interessiert, wobei die Entstehungszeit in den Sechziger berücksichtigt werden muß. Vor der Politisierung durch die 68. Wie in Stiller rückt Frisch den Menschen ins Blickfeld, stellt ihn blind, beobachtet die Reaktionen andere auf ihn und durchlebt im Verlauf der Handlung mehrerer Rollen, die wie im Mosaik ein Bild ergeben sollen. Eine Art Experiment, das aus der heutigen Sicht eher von literaturhistorischer Bedeutung ist, in den Sechzigern jedoch den bemerkenswerten Ansatz des Verspielten besaß.

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5 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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