Reineke Fuchs

  • von Johann Wolfgang von Goethe
  • Sprecher: Peter Matić
  • 4 Std. 47 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Weil sich beim König zu viele Tiere über die Gräueltaten von Reineke Fuchs beschweren, wird er vor Gericht gestellt. Doch kann er seinen Neffen, den Dachs, als Fürsprecher in den Zeugenstand rufen und alle Anschuldigungen widerlegen. Der König, überzeugt von einem bösen Komplott gegen den Fuchs, spricht ihn frei. Kurz darauf begeht Reineke Fuchs den nächsten Mord und lässt sich durch eine List auch noch zum Kanzler wählen...

Goethes bitterböse Fabel kritisiert die zeitgenössische höfische Gesellschaft, ist in ihrer Essenz jedoch bis heute aktuell. Das berühmte Epos in Versform - eindrucksvoll vorgetragen von Peter Matić.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Beste Unterhaltung - humor- und stilvoll

Der König lädt zum Fest. Alle Tiere kommen, nur Reineke Fuchs hält es nicht für nötig, sich dort einzufinden. Sofort ergreifen die Tiere die Gelegenheit und beschweren sich bitterlich über die Gräueltaten des Fuchses. Einzig der Dachs verteidigt den Fuchs. Nun will der König wissen, was hinter all den Vorwürfen steckt. Der Bär wird losgeschickt, um den Fuchs zu holen. Er bekommt viele Warnungen mit auf den Weg, er solle sich vor der List des Fuchses in Acht nehmen. Doch kaum hat der Bär den Fuchs gefunden, wird er mit der Aussicht auf verführerisch leckeren Honig zu einem Baum gelockt. Er schleckt von der Köstlichkeit, bleibt im Baum stecken und wird von den Bauern aufs Übelste vertrieben.

Der König erfährt dies und schickt nun den Kater Hinze los. Der will nicht wirklich, muss aber seine Pflicht tun. Ihm ergeht es nicht besser. Der Fuchs verführt den Kater mit einem ganzen Himmelreich voller Mäusen. Und schon steckt der Kopf des Katers in einer Schlinge fest. Ein Auge verliert er bei Entdeckung durch die Bauern… Und so geht es weiter. Reineke Fuchs verübt ein Verbrechen nach dem anderen. Von Raub, über Vergewaltigung bis Mord ist alles dabei. Er wird dann schließlich angeklagt und soll aufgeknüpft werden. Kann sich der Fuchs auch hier wieder mit einer List aus seiner misslichen Lage befreien? Hör selbst!

Die Geschichte “Reineke Fuchs”, die von Goethe in 12 Gesänge (nein, hier wird nicht gesungen) aufgeteilt und in Versform niedergeschrieben wurde, entsprang ursprünglich dem Prosa-Text von Gottsched von 1752. Doch die Geschichte ist noch früher entstanden, das kann man bei Wikipedia nachlesen.

Was Goethe jedoch aus der Geschichte gemacht hat, hat mich herrlich unterhalten. Ich hatte ein Dauergrinsen im Gesicht, denn es ist äußerst humorvoll erzählt und von Peter Matic hervorragend vorgetragen. Reineke Fuchs, er wickelt dank seiner Gerissenheit alle um den Finger, kann sich aufgrund seiner gewieften rhetorischen Fähigkeiten auch aus der brenzligsten Lage immer wieder befreien und wenn reden nichts mehr hilft, dann gebraucht er eben Gewalt und fiese Tricks. Und die Geschichten, die Reineke immer wieder zu seiner Verteidigung anbringt, sind so unglaublich, dass sie natürlich geglaubt werden. Und er selbst steht am Ende auch noch als armes Opfer da und kommt an die Macht. Ein Schelm wer hier irgendwelche Parallelen zum politischen Geschehen sehen will.

Ich muss gestehen, so viel Humor hätte ich Goethe nicht zugtraut. Für mich waren die knapp fünf Stunden jedenfalls Unterhaltung vom Feinsten. Und wer nun befürchtet, dass ihm die “altmodische” Sprache so gar nicht liegt, dem kann ich versichern, dass man sich spätestens nach 10 Minuten daran gewöhnt hat und man sogar großen Gefallen daran findet. So erging es mir jedenfalls. Gleiches erlebte ich auch schon beim “Abenteuerlichen Simpliccisimus Teutsch“.

Kurz noch zu Peter Matic. Er hat diesen Text wirklich ausgesprochen lebendig und unterhaltsam gesprochen. Seine Stimme ist obendrein sehr angenehm, so dass es wirklich ein Genuss war, ihm zu lauschen. Und mal ehrlich, einen Text aus dieser Zeit selbst zu lesen ist nach einem harten Arbeitstag schon etwas mühsam. Ganz anders ist es da, wenn man sich gemütlich zurücklehnen und solch einer tollen Stimme lauschen kann. Ich würde mich bei jedem zweiten Wort verhaspeln und bräuchte unendlich lange für den Text. Das ist nun ein großes Geständnis und bleibt unter uns, ok?!
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- Ute

Mein Lieblingsbuch , daher 5 Sternchen .

Goethes Reineke ist ,müßte ich mich wirklich entscheiden , doch mein Lieblingsbuch . Reineke Fuchs beinhaltet alle Höhen und Tiefen des Lebens und ist bei aller Philosophie zugleich so volksnah und sprühend , daß es nie langweilig wird. Es hat ein Doppelgesicht wie Musik von Mozart.
Übrigens ist das Buch für mich mit dem Goldrahmen einer
Erinnerung umgeben an eine schöne Osterzeit in der Kindheit .

Natürlich ist man anspruchsvoll bei allem , was einem am Herzen liegt - und so überzeugt mich der hochkarätige Vorleser nicht .
Selten nur findet P. M. zu einigem Elan ( meist nur an den besonders pikanten Stellen) sonst geht er jedem deklamatorischen Eifer aus dem Wege , obwohl die Hexameter und die Theatralik des Stoffes viele Möglichkeiten böten. Man hat zwar nicht das Gefühl als läse jemand Unorientiertes , doch scheint weniger ein Schauspieler als ein empfindsamer Arzt zu lesen , unterrichtet , um Angemessenheit bemüht und stets mit der Apothekerwaage in der Nähe. Das macht sich gut bei Proust , bei Goethes Adaption alten Volksgutes aber weniger. Gegen Ende übrigens geht der Vorleser etwas mehr aus der Reserve , Gott sei Dank.
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- DAS BÜCHEROHR

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 19.03.2015
  • Verlag: Der Audio Verlag