Das Büro der einsamen Toten

  • von Britta Bolt
  • Sprecher: Johannes Steck
  • 7 Std. 45 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Er ist kein Polizist, kein Privatdetektiv - und trotzdem dreht sich in seinem Leben alles um den Tod. Im "Büro der einsamen Toten" bei der Stadt Amsterdam kümmert sich Pieter Posthumus um die einsamen Toten - Menschen ohne Angehörige, Menschen, die keiner vermisst - und richtet ihnen ein würdiges Begräbnis aus, mit Musik und Gedichten.

Bei seinen Recherchen stößt er auf so manche Ungereimtheit. In der Prinsengracht ist die Leiche eines jungen Mannes gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind mysteriös. Posthumus nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen auf und gerät in ein Netz von Intrigen...

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Kritikerstimmen


Köstlich erzählt. Ein herausragendes Debüt.
-- Algemeen Dagblatt

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

so einen Job hätte ich auch gerne ...

Was für eine tolle Idee!

Posthumus hat einen interessanten Job. So einen hätte ich auch gerne.

Ob es diesen Job wirklich gibt, weiß ich gar nicht, bei Gelegenheit werde ich das recherchieren.

Einsame Tote, Tote ohne Angehörige. Vielleicht sogar die, die ganz anonym sind. Posthumus hat ein Herz für diese toten Menschen. Mit viel Gefühl und Akribie begleitet er sie auf ihren letzten Weg. Interessiert sich dafür, was sie für Menschen waren, versucht Angehörige zu finden, geht zu ihrer Beerdigung und kümmert sich sogar um eine Grabrede. Falls Posthumus das Gefühl hat, dass der Tot eventuell gewaltsam über seinen „Schützling“ kam, ermittelt er auf eigene Faust. Dies ist wegen seiner strengen Vorgesetzten mit Problemen verbunden.

Posthumus ist ein interessant ausgearbeiteter Charakter. Lebensecht, sympathisch, solide.

Mit diesem Part der Story wäre ich sehr zufrieden gewesen. Posthumus ermittelt und dabei erfahre ich etwas über sein Privatleben in der wunderschönen Stadt Amsterdam, die sehr schön im Detail beschrieben wird.

Nun gibt es in dem Hörbuch, „Das Büro der einsamen Toten“ (toller Titel) noch ein Migranten-Problem. Es geht um junge Marokkaner, einem unter bemittelten Ermittlungsteam, Terroranschläge usw. Wegen der Zusammenstellung der Erzählstränge hatte ich mit diesem Part ein Problem. Mit anderen Worten, da habe ich nicht ganz durchgeblickt; zumindest am Anfang – später kam ich mit, doch da konnte ich mich an die anfängliche Beschreibung nicht mehr recht erinnern.

Schade, dass ist aber mein Fehler.

Johannes Steck wollte ich als Sprecher schon in die baldige Rente schicken, weil seine Stimme sehr „eingestaubt“ kling. Nachdem ich mich informiert habe, dass er Jahrgang 1966 ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass er wohl noch ein paar Jahre im Dienst sein wird.

Mit seiner getragenen Weise Hörbücher einzulesen, komme ich nicht gut klar.

Es ist lustig, wenn er „Schmartfohne“ sagt :-)

Fazit: Meine „Mängel“ sind eigentlich keine, weil ich denke, dass sie auf persönlichem Geschmack beruhen. Das Büro der einsamen Toten ist ein wunderschönes Hörbuch und sehr empfehlenswert.

Noch eine kleine Anmerkung von Arthur L. Gelderblom zum Thema Heisenberg in dem Hörbuch:

Die Zeiten, zu denen unter aufgeklärten Menschen geglaubt wurde, atomare Phänomene würden auf irgendeine Weise durch Beobachtungen im Rahmen von Experimenten wesentlich beeinflusst oder sogar hervorgebracht werden, sind mehr oder weniger vergangen. Zu absurd sind die Schlussfolgerungen, die aus dieser Haltung zu ziehen wären.

Heisenberg hat das so nachweislich gar nicht gemeint – er schreibt 1958 in seinem Buch „Atomic physics and human knowledge“: „die Einführung eines Beobachters soll nicht in der Bedeutung missverstanden werden, dass irgendwelche subjektiven Eigenarten in die Beschreibung der Natur hineingebracht werden“ („the introduction of the observer must not be misunderstood to imply that some kind of subjective features are to be brought into the description of nature“).

Die Beschreibung mit dem Reifen, aus dem die Luft abgelassen wird, hat mit dem Heisenbergschen Unschärfe – der Unmöglichkeit, für den Ort und den Bewegungsimpuls eines Atomteilchens gleichzeitig genaue Werte anzugeben, nichts aber auch gar nichts zu tun …
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- Myriam Gelderblom

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2015
  • Verlag: Hoffmann und Campe