Inhaltsangabe

Die Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Winterbeginn. Ein Fremder kommt in ein einsam gelegenes Hochtal. Er sei Maler und suche Quartier. Was will der Mann in diesem Dorf? Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten...
Eine mitreißende Geschichte über Liebe und Tod, Schuld und Vergeltung.
©2010 Verlagsbuchhandlung Liebeskind, München (P)2011 Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg
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Kritikerstimmen

Wie vor langer Zeit Hans Lebert in seinem Roman "Die Wolfshaut" (1960), wie Gert Loschütz wieder ganz anders in "Die Bedrohung" (2006), auch wie Andrea Maria Schenkel zuletzt in "Tannöd" (2006), setzt "Das finstere Tal" auf die Bannkraft archaischer, eingewachsener Strukturen. Wie dort entfacht, wer daran rüttelt, schließlich einen gewaltigen Steinschlag.
--FAZ.net
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von Amazon Kunde Am hilfreichsten 27.12.2011

Brillianter Schreibstil

Ganz ergriffen war ich teilweise von der bildhaften Schreibe. Wahrer Grusel und Graus wurde dadurch ausgelöst in den wirklich schaurigen Passagen. Sehr sehr anrührend und duster. Mitunter fast zu heftig für mich. Trotzdem grosse Anerkennung.

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9 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von Sibylle Am hilfreichsten 02.08.2012

Fesselnder Alpen-Western

Irgendwann Ende des 19.Jh. in den deutschen Alpen: Ein Mann erreicht, alleine mit seinem Maultier, ein abgeschiedenes Hochtal, dessen Bewohner ihn, den ungebetenen Eindringling, sehr argwöhnisch beäugen.
Er trifft dort auf eine hermetisch abgeschlossene, bäuerliche Gesellschaft, in der sich über Generationen hinweg ganz eigene Gesetze des Zusammenlebens gebildet haben. Schnell aber wird klar, das diese Gesetze wohl vor allem von einem Familienclan diktiert werden - aber von allen anderen geduldet...

Der Fremde will im Tal als Maler Quartier beziehen, die Bewohner bei der täglichen Arbeit begleiten und seine Eindrücke auf Papier bannen. Sein Plan trifft auf große Skepsis - doch die gebotene Geldsumme lässt die Dörfler schließlich einlenken: Der Fremde darf bleiben und wird bei einer Witwe und ihrer Tochter untergebracht.

Der Winter kommt - der Schnee kommt - und damit vergeht die letzte Chance auf einen Abstieg in die Ebene. Langsam wird der Fremde ein Teil des Hochtals, erlebt den kargen Alltag der kleinen Gemeinde, beginnt, so etwas wie Freundschaften zu knüpfen - und langsam gewöhnen sich fast alle im Tal an ihn.
Da durchbricht ein grausamer Unfall die scheinbar so vorhersehbare Lebenswelt der Alpler...

Was folgt, ist eine archaische Rachestory, wie sie so manch amerikanischer Edel-Western nicht besser hätte erzählen können. Man ahnt als Leser zwar recht schnell, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen wird - aber die ungemein gute sprachliche Ausarbeitung, die sich viel Zeit für wirklich beeindruckende, psychologische Momentaufnahmen der Figuren nimmt, hält den Leser immer in ihrem Bann.

Wie im Sog eines Strudels wird man in ein Ende hinein gezogen, das weit vorher absehbar scheint - und einen trotzdem nicht auslässt.

Mir persönlich eskaliert gegen Ende die (famos formulierte) Gewalt etwas zu sehr - aber andererseits: die Gesetze der Geschichte, die Gesetze diese Tals, lassen kaum etwas anderes zu....

Und: Das Ganze ist wirklich beeindruckend gelesen von Herrn Brandt!

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7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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