Der Tod zu Gast auf Mallory Manor (Sherlock Holmes 66)

  • von Andreas Masuth, Peter Krüger
  • Sprecher: Christian Rode, Peter Gröger, Sabine Bohlmann, Pascal Breuer, Melanie Manstein, Tobias Lelle
  • 4 Std. 34 Min.
  • Hörspiel

Beschreibung

Als Sir Joseph Mallory leblos auf seinem Landsitz bei Cheltenham aufgefunden wird, glaubt jeder zunächst an das Augenscheinliche: Ein unerwartetes Herzversagen... Nichts weist darauf hin, dass der Patriarch, der erst kürzlich aus Indien zurückgekehrt war, eines gewaltsamen Todes gestorben sein könnte. Einzig der Notar Philipp Driscoll argwöhnt, dass der Schein in diesem Fall trügen könnte, denn Sir Joseph erfreute sich bis zuletzt allerbester Gesundheit.

Driscoll sendet ein Telegramm an Sherlock Holmes und bittet den Meisterdetektiv um Hilfe. Gemeinsam mit Dr. Watson macht Holmes sich auf die Reise, die von London bis in die Nähe des Bristol-Kanals führt.

Gerade erst auf Mallory Manor eingetroffen, gerät Holmes in ein Labyrinth verwirrender Fakten und raffinierter Intrigen: Wenn Sir Joseph tatsächlich ganz plötzlich und unerwartet in seinem Sessel starb -weshalb hielt er dann mit einer Hand ein Gewehr umklammert und in der anderen seine Zigarre? Warum beharrt der Gehilfe des Lords darauf, ein uralter Fluch könnte Sir Joseph ereilt haben? Und was haben die anderen Bewohner von Mallory Manor zu verbergen?

Es herrscht eine bedrückende Atmosphäre allgegenwärtigen Misstrauens... Denn vom Butler bis zu den einzelnen Familienmitgliedern besitzt jeder ein potentielles Motiv, Sir Joseph ermordet zu haben. Doch als unvermittelt eine weitere Leiche gefunden wird, begreifen Holmes und Watson die erschreckende Wahrheit: Es ist ... der Tod zu Gast auf Mallory Manor...

Begleiten Sie den größten Detektiv der Romangeschichte bei seinen Ermittlungen auf Mallory Manor. Auf Mallory Manor gibt es viele Türen und viele Verdächtige. Sie alle verbergen etwas. Ihre Geheimnisse werden Sie erst kennen, wenn Sie alle Türen geöffnet und jedem Verdächtigen zugehört haben. Erst dann erschließt sich das Bild in seiner Gesamtheit. Erst dann kennen Sie die ganze Wahrheit. Aber, ... gibt es diese überhaupt? Die eine und alles erklärende Wahrheit..?

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ratlosigkeit zu Gast bei Sherlock Holmes

Ich hatte mich auf ein mir noch unbekanntes Hörspiel aus der klassischen Sherlock-Holmes-Reihe gefreut. Und dann auch noch einen Koloß von viereinhalb Stunden! Prima, meine Tagesreise mit der Bahn schien gerettet.

Und tatsächlich tritt das Maritim-Dreamteam Rode und Gröger gewohnt sonor auf den Plan mit seiner typischen genüßlichen Betulichkeit, die zwar jene Mischung aus Ratio und Schauerromantik, die die Vorlage kennzeichnet, allenfalls gelegentlich streift, dafür aber einen ganz eigenen Charme versprüht und uns über 60 liebevoll ausgestaltete Folgen hinweg sehr ans Herz gewachsen ist. Und wieder bescheren der ironische Ton und die distinguierte Eloquenz der Dialoge viel Amüsement ganz unabhängig vom eigentlichen Krimi. Zum Glück! Denn eben dieser Krimi kann in dieser Folge leider gar nicht punkten.

Detektivisch genau zu sein, das hätte sich vor allem für den Käufer beim Blick aufs Cover mal gelohnt: wo sonst nur „Sir Arthur Conan Doyle“ steht, liest man nun „frei nach Motiven von ...“ Welche Motive das auch immer gewesen sein mögen, sie wurden zu einer recht wirren und langatmigen Story verrührt, in der sich Sherlock Holmes ungefähr so nützlich macht wie eine Katze beim Umzug.
Nicht nur, daß Holmes im Grunde ziemlich kläglich an der Aufgabe scheitert, Licht ins Dunkel zu bringen, dafür aber umso mehr Zeit zur selbstgerechten Erläuterung seiner spärlichen Ergebnisse totschlägt (eine Stunde etwa), nein, der Hörer ist auch noch bis zum bitter-launigen Ende schlauer als der Meisterdetektiv: wir haben nämlich bereits im zweiten Akt Intrigen und Mordpläne aus erster Hand erfahren, genauer aus den Dialogen der sie schmiedenden Personen, ohne daß unsere Helden in den betreffenden Szenen zugegen waren – und ohne daß sie zumindest im nachhinein davon Kenntnis erhielten!
Haben wir es denn nicht mehr mit einem personalen Erzähler, nämlich Doktor Watson zu tun? Wie können wir erfahren, was nie enthüllt wurde?
Nur eines von vielen Rätseln, die in Ratlosigkeit münden.
Bei genauerem Hinhören entpuppt sich auch die Hörspiel-Produktion als B-Ware: ebenso wie die sogenannten „neuen Fälle“ reicht das hier Gebotene nicht an die Opulenz der Klassiker heran.
Dies zeigt sich besonders in der Musik: Spielten zuvor noch echte Streicher und Bläser auf, pflügt nun meist ein virtuelles Orchester durch die Partituren. Die Titelmelodie mit Big Ben fehlt ganz, an ihre Stelle tritt ein billiger Abklatsch eines ganz anderen Jingles, des Marschs für eine Marionette von Gounod, den Alfred Hitchcock für seine Fernsehreihe nutzte, allerdings hier in Dur: damit steht und fällt die Freude am Hörspiel nicht, es unterstreicht aber den Eindruck, daß hier mit einem Male Schmalhans Tonmeister ist.
Und schließlich: Nicht alle Sprecher agieren so souverän und überzeugend wie die Hauptdarsteller. Übertriebene und wenig authentische Interpretationen von Akzenten (indisch) und Dialekten (berlinerisch?!), lassen tragende Rollen zu schwer erträglichen Karikaturen verkommen. Hier hätte eine das Schmierenspiel bremsende Regie gut getan.

Fazit: Die alte Garde könnte durchaus zur Hochform auflaufen, wenn sie komplett wäre. Aber das ist sie nun mal nicht, und am schmerzlichsten fehlt Sir Arthur ...
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- Rosa Löffler

verwirrend

ich finde dies leider eine der schlechtesten von den Sherlock Holmes Geschichten

die Erzählperspektive springt zu sehr hin und her
und ausserdem ist das Ende unbefriedigend

keine große Kriminalistische und unvorhergesehene Auflösung

jedoch audiotechnisch wieder mal ein perfektes stück altes london

und die sprecher wie immer super im zusammenspiel und im Synchronschauspiel
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- kolja

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 03.06.2016
  • Verlag: Maritim