Die Augen der Heather Grace (Aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes 1) : Aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes

  • von David Pirie
  • Sprecher: Peter Lontzek
  • Serie: Aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes
  • 9 Std. 26 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Sie ist jung und schön: Heather Grace, eine der ersten Patientinnen, die den jungen Arzt Arthur Conan Doyle aufsuchen. Doyle ist verwirrt, nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihrer Visionen von einem Phantom, die sie immer öfter heimsuchen. Bald jedoch lenkt ein viel schwerwiegenderer Fall Doyle ab: der Mord an einem reichen Geschäftsmann. Doyle selbst gerät in Verdacht. Hilfesuchend wendet er sich an seinen alten Mentor, den brillanten Dr Joseph Bell. Dieser findet bald heraus, dass der Schlüssel zur Lösung des Rätsels in der Tat in den Augen der Heather Grace liegt...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Kleine Perle

Die anderen Rezensenten haben es schon geschrieben: Der Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle, Erfinder des berühmten Detektivs Sherlock Holmes, wird selbst zur Romanfigur. Ebenso wie Dr. Joseph Bell, der tatsächlich in der Forensik tätig und durch seine deduktiven Fähigkeiten bekannt war. Tatsächlich hat der historische Dr. Bell Pate für die Figur des Sherlock Holmes gestanden und auch im wirklichen Leben war er der Mentor von Sir Arthur Conan Doyle. Teile der Biographien beider Ärzte fließen in den Roman ein und vermischen sich mit den Fällen, die sie, in typischer Detektiv-Manier, zu lösen haben.

Meines Erachtens nach, hat David Pirie, mit viel Feingefühl und großer Kenntnis der Originaltexte, die beiden historischen Personen zu fiktiven Figuren „umgewandelt“. Arthur Conan Doyle und Joseph Bell kommen hier als unfertige Prototypen der Romanfiguren Sherlock Holmes und Dr. John Watson sehr glaubwürdig daher. Beiden fehlen bestimmte Merkmale der Originale. So ist Doyle hier noch sehr jung und unerfahren, während dem fiktiven Dr. Bell die „dunkle Seite“ des Sherlock Holmes gänzlich fehlt. Er verhält sich nicht allzu soziopathisch und eine heimliche Drogensucht würde man bei dem Arzt sicher nicht vermuten. Obwohl auch er etwas kühl und mit dieser besonderen Intelligenz ausgestattet ist, wirkt der fiktive Dr. Bell normaler und menschlicher im Vergleich mit dem einzigartigen Sherlock Holmes.

Da der Roman zur tatsächlichen Lebenszeit Doyles und Bells spielt, ist die veraltete Sprache nur folgerichtig und authentisch. Mehr noch, beim nochmaligen Hineinhören in die ursprünglichen Sherlock Holmes-Geschichten, kann ich gar keinen Unterschied in Sprachgebrauch und Sprachrhythmus erkennen. David Pirie hat die Atmosphäre der Originaltexte sehr genau und wunderschön eingefangen, sodass man tatsächlich das Gefühl hat, Sir Arthur Conan Doyle könnte der Urheber dieses Romans sein. Und Peter Lontzek hat diese Atmosphäre dann auch noch absolut perfekt vertont, sodass „Die Augen der Heather Grace – aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes 1“ als eine gelungene Hommage für Arthur Conan Doyle gelten kann.

Klar, der Roman ist besonders für Sherlock Holmes-Fans ein Genuss! Da muss ich kleinlaut zurückstecken. Ich habe zwar schon einige Originaltexte gelesen, aber bei Weitem (noch) nicht alle. So waren einige der hier „eingearbeiteten“ Fälle für mich unbekannt, was ich aber als erfrischend und spannend empfand.

Der Roman ist bereits 2002 erschienen und in englischer Sprache gibt es längst zwei weitere Teile der Serie. Außerdem gibt es eine Verfilmung als Miniserie von der BBC: „Murder Rooms: The Dark Beginnings of Sherlock Holmes“ – allerdings nur im Original erhältlich.

Mir hat dieser erste Teil der „dunklen Anfänge“ sehr gut gefallen und ich hoffe, dass auch die weiteren Teile übersetzt und vertont werden.

Dieses Hörbuch hätte mich jedoch, allein durch den Titel und Klappentext, nicht genug ansprechen oder interessieren können - ich hätte es, sehr wahrscheinlich, einfach übersehen. Um ehrlich zu sein, diese ellenlangen Titel, die anzeigen, dass es sich meistens um gnadenlose Endlos-Serien handelt, rufen in mir, selbst wenn Sherlock Holmes im Titel vorkommt, eine innerliche Ablehnung hervor. „Dark beginnings 1,2,3 bis 25“, Nö, das finde ich völlig unattraktiv, da fange ich schon beim Lesen des Titels an zu gähnen! Dass sich dann doch die eine oder andere Perle hinter solch unschönen Titeln versteckt, kann man nur durch gute Rezensionen entdecken. Deshalb auch von mir an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die stets verlässliche Informationsquelle der Rezensenten, denen ich folge!
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- Annette

Arthur Conan Doyle als Romanheld

Die Idee ist super. Man nehme ein paar Fakten aus dem Leben des Erfinders von Sherlock Holmes, etwa dass Doyle auch Arzt war(wie Watson) und dass sein Holmes-Vorbild Dr. Bell ein brillanter Mediziner war, dessen Vorlesungen Doyle besucht hat. Und schon haben wir ein neues Watson/Holmes-Gespann.
Diese Konstellation macht es Pirie möglich, ziemlich rabiat zu klauen. Sein Roman lebt vor allem von den Ideen zweier Holmes-Geschichten, dem "gefleckten Band" und der "einsamen Radfahrerin", ein bißchen "bleicher Soldat" spielt auch mit rein. Hübscher Trick - man kann so tun, als ob das die realen Erlebnisse Doyles waren, die später im Sherlock Holmes verarbeitet werden.
Unter den vielen Versuchen, Doyles Ideen fortzusetzen, gehört dieser hier nicht zu den schlechtesten, besonders was das Ambiente und den Stil angeht. Pirie trifft die Atmosphäre der viktorianischen Romane von Wilkie Collins und Conan Doyle sehr gut. Das ist durchaus kein schlampiger Nachahmer, und der Schluß ist dann fast schon Agatha-Christie-würdig. Und doch - irgendwie hat für mich dieser Über-Arzt Dr. Bell keinen echten Charme, beibt für mich ein verschrobener Prinzipienreiter und Sonderling, nie besitzt er die Magie des echten Holmes. Das ist die eigentliche Schwäche des Buchs. Vielleicht beommen die nächsten Bücher da mehr Farbe - bisher kann man das als sehr gelungene Kopie des Old-Fashion-Krimis genießen, aber kaum als ebenbürtiges Gegenstück zum Holmes-Kanon.
Ich mag Peter Lontzeks Art zu lesen. Flott, instinktsicher und burschikos. Sein Dr. Bell ist ein bißchen ironisch anglelegt, klingt zuweilen wie ein seniler Professor aus der Sesamstaße. Aber das bringt wengistens ein bißchen Profil in die Figur. Schön!
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- Matthias

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2014
  • Verlag: Audible Studios